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Lichtfeld-Technologie: Nach dem Fotografieren beliebig fokussieren

Revolutionäre Digitalkamera  

"Lichtfeld"-Technologie verspricht Kamera-Revolution

24.06.2011, 09:13 Uhr | t-online, Pressetext

Lichtfeld-Technologie: Nach dem Fotografieren beliebig fokussieren. Der Fokus lässt sich nach dem Fotografieren ändern. (Quelle: Hersteller)

Der Fokus lässt sich nach dem Fotografieren ändern. (Quelle: Hersteller)

Ein kalifornisches Start-up-Unternehmen namens Lytro will mit einer revolutionären Kamera den herkömmlichen Digitalkameras den Kampf ansagen. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen eine erschwingliche Kamera für den Massenmarkt vorstellen, die unter anderem ein nachträgliches Fokussieren von bereits aufgenommenen Bildern erlaubt.

Dabei kommt die so genannte Lichtfeld-Technologie zum Einsatz. Dieses Verfahren ist zwar keine neue Erfindung, aber bisher war die Lichtfeld-Technologie teuren Spezialkameras vorbehalten. Lytro will das ändern und eine günstige Kamera für jedermann auf den Markt bringen. Unsere Foto-Show zeigt, wie die Lichtfeld-Technik funktioniert.

Lebendige Fotos mit Lichtfeld

"Lichtfeld-Kameras sind der große nächste Schritt in der Fotorevolution", ist Lytro-Gründer Ren Ng überzeugt. Herkömmliche Kameras nehmen mit ihrem Objektiv nur ein flaches 2D-Bild auf. In einer Lichtfeld-Kamera kommt indes ein Mikrolinsen-Raster zum Einsatz. Damit ist die Kamera in der Lage, Informationen über jeden einzelnen Lichtstrahl im dreidimensionalen Raum einzufangen und zu speichern. Damit ist es möglich, das Bild auch nachträglich zu manipulieren. So kann etwa der Fokus nachträglich neu bestimmt werden. War vorher ein Objekt im Vordergrund scharf abgebildet, lässt sich die Schärfe nachträglich problemlos auf den Hintergrund umstellen. Wer das selbst ausprobieren möchte, kann mit den Bildern auf www.lytro.com/picture_gallery "spielen".

Kampfansage an konventionelle Kameras

Das Team um Ng will mit dieser Technologie herkömmlichen Digitalkameras auf dem Massenmarkt den Kampf ansagen. Lytro verspricht deshalb, dass mit seiner Kamera jeder kinderleicht lebendige, professionell wirkende Fotos aufnehmen kann. Der Fotograf muss weder am Objektiv noch an der Kamera selbst Einstellungen vornehmen. Draufhalten und Abdrücken soll die Devise sein, da im Nachhinein alles verändert werden könne.

Idee ist 100 Jahre alt

Die Lichtfeld-Technik selbst ist schon vor über hundert Jahren entwickelt worden. Der französische Physiker und Nobelpreisträger Gabriel Lippmann stellte bereits 1908 mit der "Integralen Photografie" das Aufnahmeprinzip vor, das hinter der Lichtfeld-Fotografie steckt. Bis zur technischen Umsetzung dauerte es aber noch lange. Das deutsche Unternehmen Raytrix www.raytrix.de bietet seit über zwei Jahren Lichtfeld-Kameras für professionelle Anwendungen in Bereichen wie industrieller Bilderkennung, Medizintechnik oder 3D-Sensorik an. Das Einstiegsmodell "R5" kostet immerhin 1500 Euro. Diesen Preis muss Lytro deutlich unterbieten, um seine Kamera auf dem Heimanwendermarkt erfolgreich platzieren zu können.

Erschwinglich für den Massenmarkt

"Wir sind nicht auf den Massenmarkt ausgelegt", betont Raytrix-CEO Lennart Wietzke im Gespräch mit pressetext. Falls ein großer Kamerahersteller aber Interesse an der Lichtfeld-Technologie bekundet, wäre eine Lizenzierung von Raytrix-Technologie und eine Umsetzung in günstigen Kameras durchaus möglich. Es ist also technisch durchaus vorstellbar, dass Lytro tatsächlich ein erschwingliches Endkunden-Modell entwickelt hat. Doch haben die Kalifornier bisher keine technischen Details zur geplanten Kamera veröffentlicht. Somit bleibt abzuwarten, ob sie wirklich hochwertige Lichtfeld-Aufnahmen ermöglichen wird.

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