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Olympus Air macht das Smartphone zur Wechselobjektiv-Kamera

Foto-Gadget  

Mit der Olympus Air wird das Handy zur Wechselobjektiv-Kamera

22.02.2015, 12:35 Uhr | Matthias Kremp, Spiegel Online

Olympus Air macht das Smartphone zur Wechselobjektiv-Kamera. Olympus Air (Quelle: Hersteller)

Die Olympus Air ist ein Aufsteck-Kameramodul für Smartphones. (Quelle: Hersteller)

Eine Kamera zum Aufstecken: Mit der Olympus Air soll man am Handy Fotos in Spiegelreflex-Qualität knipsen können. Damit das gelingt, liefert der Hersteller gleich acht Apps mit.

Die beste Kamera sei immer diejenige, die man dabei hat, heißt es. Eben deswegen sind Handykameras so populär und machen den Herstellern von Kompaktkameras das Leben schwer. Mit der Olympus Air versucht Hersteller Olympus, die verloren geglaubten Handyknipser zurückzuerobern. Die Kamera wird hier zum Smartphone-Zubehör, denn das Handy ist Steuerzentrale und Bildschirm der ungewöhnlichen Knipse, die aussieht, als wäre sie nur ein Objektiv.

Keine neue Idee

Ganz neu ist das Konzept freilich nicht. Auf der Ifa 2013 stellte Sony die Aufsteck-Digitalkameras der QX-Serie vor. Die Sony-Geräte nutzen das Display von iOS- oder Android-Smartphones als Sucher, die Steuerung erfolgt über eine kostenlose App. Bei Sonys QX1 lässt sich zudem das Objektiv wechseln. Verwenden kann man allerdings nur Objektive mit einem sogenannten E-Mount-Anschluss.

Einen ganz ähnlichen Weg geht jetzt Olympus. Während Konkurrent Sony derzeit aber vier QX-Kameras anbietet, startet der Kamerahersteller vorsichtig mit einem Modell.

Große Auswahl an Objektiven

Die Olympus Air folgt allerdings dem Micro-Four-Thirds-Standard, kann also mit einer Vielzahl unterschiedlicher Objektive bestückt werden. Ab Werk wird die Aufsteckkamera wahlweise als Body, also ohne Objektiv, oder mit einem 14-42-Millimeter-Objektiv (M.Zuiko Digital ED 14-42mm F3.5-5.6 EZ) geliefert. Inklusive Steuern kostet sie im japanischen Onlineshop von Olympus 270 Euro (Body) beziehungsweise 400 Euro.

Der Fotosensor im Inneren der Kamera verfügt über eine Auflösung von 16 Megapixeln. Olympus verspricht, in Kombination mit entsprechenden Objektiven würde das Gerät eine Bildqualität erreichen, die der von Spiegelreflexkameras gleichkommt. Objektive Tests, die diese Aussage bestätigen oder widerlegen könnten, gibt es aber noch nicht.

Acht Kamera-Apps

Eine Besonderheit gegenüber der Sony-Vorlage sind die insgesamt acht Apps, die zur Steuerung der Kamera angeboten werden. Jede davon bietet eine Reihe bestimmter thematisch zusammenhängender Funktionen.

Die App "OA.ArtFilter" zum Beispiel verfügt über 14 Kunstfilter und neun Kunsteffekte, "OA.Clips" ist auf die Aufnahme von Videos spezialisiert. Mit "OA.ModeDial" werden klassische Kamera-Bedienelemente auf dem Bildschirm wiedergegeben. Sie ermöglichen es etwa, die Belichtungszeit und Blende zu justieren. Ob diese Aufteilung der Funktionen in separate Apps sinnvoll ist, muss sich in der Praxis zeigen.

Wann und ob man die Olympus Air in Deutschland wird testen können, ist noch unklar. Vorläufig hat der Konzern nur die Markteinführung in Japan bekannt gegeben. Ab dem 6. März soll das Gerät dort in den Läden liegen.

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