Sie sind hier: Home > Digital > Elektronik > Fotografie > Reportagen >

Der Alltag junger Soldatinnen

Frauen an der Front  

Der Alltag junger Soldatinnen

02.10.2013, 11:39 Uhr

Der Alltag junger Soldatinnen . Immer im Einsatz: Junge Frauen an der Front. (Quelle: Reuters/Dan Eldon / Umit Bektas)

Immer im Einsatz: Junge Frauen an der Front. (Quelle: Dan Eldon / Umit Bektas/Reuters)

Die Bilder aus der Fotoserie "Life in the Frontline" zeigen den knallharten Alltag von amerikanischen und deutschen Soldatinnen in Somalia, Afghanistan, im Irak und anderen Kriegsgebieten der Welt.

Den Extremen zwischen oft tagelangem Warten auf einen Einsatz, blitzschnellem Handeln und Erlebnissen an vorderster Front sind oft die nervenstärksten Kerle nicht gewachsen. Frauen, die den zermürbenden Dauer-Ausnahmezustand zwischen Krieg und Verteidigung gut verkraften, kämpfen an gleich zwei Fronten: Sie haben zudem noch immer einen schweren Stand, sich in der Männerdomäne des Militärs zu behaupten. Verhalten sie sich zu männlich gelten sie schnell als Lesben, sind sie zu weiblich, werden sie nicht ernst genommen und verspottet.

Frauen kümmern sich um Frauen

In Ländern, in denen Frauen wenig Rechte erfahren und die vor der männlichen Gesellschaft abgeschirmt werden, sind die weiblichen Soldaten jedoch gefragt. Sie können sich beispielsweise in Afghanistan den Frauen und Kindern ohne Probleme nähern und mit ihnen sprechen. Dazu absolvieren die Soldatinnen ein spezielles Training für "Female Engagement Teams". In Kursen absolvieren die Frauen Spracheinheiten in Persisch und Paschtu, erfahren das Wichtigste über die Landesgeschichte, üben sich in Selbstverteidigung und proben möglichst diskrete Personenkontrollen.

In der ISAF befanden sich im August 2012 rund zehn speziell ausgebildete Soldatinnen im Norden von Afghanistan. Die "Female Engagement Teams" begleiten ihre männlichen Kollegen auf Patrouillen, übernehmen Sicherheits-Checks an afghanischen Frauen und sind deren Ansprechpartner bei medizinischen Problemen.

Die "Female Engagement Teams" sind ein positives Beispiel, die Realität in der Armee zeichnet jedoch ein düsteres Bild. Eine von drei US-Soldatinnen leidet laut einer Studie aus dem Jahr 2003 an den Folgen von Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen während ihrer Dienstzeit. 2010 wurden 3158 sexuelle Übergriffe in den US-Streitkräften angezeigt. Doch die US-Führung geht von einer Dunkelziffer aus, die weit höher liegt. Nicht alle Fälle werden von den Soldatinnen angezeigt, Schuld, Scham und traumatische Erinnerungen lassen sie zögern. Und außerdem wollten sie doch beweisen, wie hart sie im Nehmen sind.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Elektronik > Fotografie > Reportagen

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: