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Brustkrebs: Ein bewegender Abschied in Bildern

Brustkrebs  

Ein bewegender Abschied in Bildern

20.09.2013, 11:31 Uhr

Brustkrebs: Ein bewegender Abschied in Bildern. Angelo Merendino hat seine Frau während ihrer Krebserkrankung mit der Kamera begleitet. (Quelle: Angelo Merendino)

Angelo Merendino hat seine Frau während ihrer Krebserkrankung mit der Kamera begleitet. (Quelle: Angelo Merendino)

Angelo Merendinos Fotos zeigen das Gesicht einer tödlichen Krankheit - und erzählen gleichzeitig die Geschichte einer großen Liebe. Während Krankheit, Tod und Trauer für die meisten Menschen etwas sehr Privates und Intimes sind, hat Merendino die Krebserkrankung seiner Frau mit der Kamera dokumentiert und ihre Geschichte im Internet veröffentlicht.

Im Jahr 2008 erkrankt Jennifer an Brustkrebs. "Ich erinnere mich genau an diesen Moment ... Jen`s Stimme und das taube Gefühl, das mich umgab. Dieses Gefühl ist noch immer da", schreibt Angelo in seinem Blog. Gerade als das Paar denkt, die Krankheit besiegt zu haben, kehrt der Krebs im Jahr 2010 zurück. Viele Freunde begreifen zunächst nicht, wie schlecht es um Jennifer steht. Schließlich hat sie den Krebs schon einmal überlebt. "Die Leute denken, dass das Leben irgendwann wieder normal wird. Aber es gibt kein normal im Krebs-Land", so Merendino. Er will Freunden und Verwandten zeigen, wie sich diese Krankheit auswirkt - und beginnt Jennifers Alltag mit der Kamera festzuhalten. Später stellt er die Fotografien ins Internet und teilt sie mit Menschen auf der ganzen Welt.

"Ich werde der Welt von dir erzählen."

"The Battle We Didn't Choose – My Wife's Fight With Breast Cancer" (zu Deutsch: Die Schlacht, die wir uns nicht ausgesucht haben - Der Kampf meiner Frau gegen den Brustkrebs) heißt Merendinos Foto-Blog und die zugehörige Facebook-Seite. Auch Jennifer hat aus ihrer Krankheit nie ein Geheimnis gemacht. Bis kurz vor ihrem Tod bloggte sie unter mylifewithbreastcancer.com - in der Hoffnung, dass andere von Erfahrungen profitieren würden. "Die Fotos sind inspiriert von Jennifers Courage und ihrer Offenheit. Ich führe damit weiter, was sie begonnen hat. Einige Tage vor ihrem Tod habe ich Jennifer gesagt, dass ich der Welt von ihr erzählen werde", sagt Angelo Merendino.

Trauerbewältigung im Internet

Im Dezember 2011 stirbt Jennifer und Merendino teilt auch seine Trauer mit der Öffentlichkeit. Noch heute postet er beinahe täglich Fotos von sich und Jennifer auf Facebook und Twitter. Erinnerungen verblassen mit der Zeit, doch im Internet sind die Fotos von Jennifer immer präsent. Es ist ein ungewöhnlicher Weg der Trauer, doch Merendino sagt, es helfe ihm, die schmerzhaften Erinnerungen und Erfahrungen zu überwinden. "Unsere Geschichte hilft und inspiriert andere Menschen - das gibt mir die Kraft weiter zu leben. Als ob aus einem schrecklichen Erlebnis etwas Gutes entstanden ist", sagt Merendino. In seinem Blog endet ihre gemeinsame Geschichte mit einem Zitat von Jennifer: Love every morsel of the people in your life (zu Deutsch etwa: Liebe jedes bisschen an den Menschen in deinem Leben).

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