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Buch "Before they pass away"

Buch "Before they pass away"  

Zum Untergang verdammt?

09.10.2013, 07:54 Uhr

Buch "Before they pass away". Fotos aus dem Buch "Before they pass away". (Quelle: © Jimmy Nelson Pictures BV, www.beforethey.com)

Fotos aus dem Buch "Before they pass away". (Quelle: © Jimmy Nelson Pictures BV, www.beforethey.com)

Drei kasachische Jäger halten im Sonnenaufgang ebenso stoisch wie stolz ihre Steinadler auf den Händen. Einige Seiten später taucht man in die Welt der Himba ein - rot bemalte Frauen und Männer, die durch die karge Landschaft im Südwesten Afrikas ziehen. Die Reise führt weiter von Papua-Neuguinea über die sibirische Halbinsel bis zu den Jägern im ecuadorianischen Amazonasbecken.

Auf mehr als 400 Seiten liegt uns die Welt zu Füßen. Eine Welt, völlig fremd und zugleich ungeheuer faszinierend. Denn die 31 Kulturen, die der Fotograf Jimmy Nelson stellvertretend für sein Buch "Before They Pass Away" ausgewählt hat, haben nur wenig mit unserer modernen Gesellschaft zu tun. Die Porträts zeigen stolze Erben jahrhundertealter Traditionen, denen es gelingt, in einer globalisierten Welt ihre überlieferten Bräuche aufrechtzuerhalten.

Wo Technik Einzug hält, verschwinden alte Bräuche

"Mein Traum ist es immer gewesen, durch meine Fotografie Stammeskulturen für die Nachwelt zu erhalten. Mir ist klar, dass ich den Wandel nicht aufhalte. Aber ich möchte Bilder erschaffen, die uns und die nachfolgenden Generationen an die Schönheit des unverfälschten und authentischen Lebens erinnern, an das Wesentliche, das uns das Leben lehrt und das uns in der sogenannten zivilisierten Welt offenbar abhanden gekommen ist", schreibt Nelson in seinem Nachwort.

Jimmy Nelson ist bereits seit frühester Jugend durch die ganze Welt gereist - sein Vater arbeitete für einen Ölkonzern. Als 18-Jähriger gehörte Nelson zu den ersten Ausländern, die Tibet der Länge nach bereisten. In den folgenden Jahren arbeitete Nelson als Bildjournalist in Afghanistan, El Salvador, Nicaragua und Pakistan. Zehn Jahre lang lebte er außerdem von Werbeaufträgen.

Nachdem Nelson 2009 einen Kapitalgeber fand, konnte er sein Projekt "Before they pass away" umsetzen. Mit einer Fotoassistentin und einem Kameramann reiste er 30 Monate an die entferntesten Flecken der Erde. Tagelang war das kleine Team mit einer 50 Jahre alten Großbildkamera unterwegs, um die passende Umgebung für ein einziges Bildmotiv zu finden.

Zum Teil stießen sie auf großes Interesse und Begeisterung, bei anderen Volksgruppen war das Misstrauen und die Skepsis gegenüber den Ausländern groß. Bei den Tsaatan, einem Nomadenstamm in der Mongolei, entstand erst nach einem Wodka-Gelage und der unfreiwilligen nächtlichen Begegnung mit einer Rentierherde das nötige Vertrauen für die Fotosession.

Der Bildband "Before they pass away" ist im teNeues Verlag erschienen. Als erste Einzelausstellung weltweit ist die Fotoserie ab 8. März 2014 zeitgleich in den Berliner Galerien "Camera Work" und "CWC Gallery" zu sehen. Mehr zum Verlag und den Neuerscheinungen unter www.teNeues.de

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