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Panzer fahren als Freizeitvergnügen

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Die Lust an der Zerstörung  

Die skurrile Faszination des Panzerfahrens

Panzer fahren als Freizeitvergnügen. In der Brandenburger Panzerfahrschule darf jeder die tonnenschweren Kolosse über Wald und Wiese steuern. (Quelle: dpa/Erik S. Lesser)

In der Brandenburger Panzerfahrschule darf jeder die tonnenschweren Kolosse über Wald und Wiese steuern. (Quelle: Erik S. Lesser/dpa)

Panzer sind Kriegsgerät und Maschinen der Zerstörung. Dennoch üben die Stahlungetüme eine solche Faszination aus, dass auch Wehrdienstverweigerer gerne mal den Steuerknüppel in die Hand nehmen.

Nicht nur in den USA ist das Panzerfahren als Zivilist ein beliebter Freizeitspaß, auch in Deutschland gibt es mittlerweile spezielle "Panzerfahrschulen". Dort kann jeder, vom Liebhaber militärischer Fahrzeuge bis zur Hausfrau, die Fähigkeiten im Panzerfahren unter Beweis stellen.

Kaum Beschränkungen

Wer in Deutschland Panzer fahren möchte, beispielsweise in der Brandenburger Panzer Fun Fahrschule, muss keinen Führerschein besitzen. Es besteht lediglich ein Mindestalter von 16 Jahren wegen der hohen Kräfte, die beim Bedienen notwendig sind.

Quer durch alle Bevölkerungsschichten

Nicht nur militärbegeisterte Männer wühlen mit den PS-Monstern gerne im Dreck. Auffällig ist ein hoher Anteil an weiblichen Freizeit-Panzerfahrern. Wie zum Beispiel Lori Lockman, die die Fahrstunde im Panzer von ihrem Mann zum 50. Geburtstag geschenkt bekam und nun mit Freude in den Bergen von North Georgia die Erde aufwühlt. 499 Dollar hat ihre Fahrt gekostet. Der Höhepunkt: Mit ihrem 15-Tonnen-Gerät darf sie ein Schrottauto zerquetschen, das eigens dafür in Stellung gebracht wurde.

Mehrere Modelle

Die unterschiedlichen Panzerfahrschulen bieten verschiedene Panzermodelle an. So kann man in Brandenburg beispielsweise den 34 Tonnen schweren Bergungspanzer T55 fahren. Der 12-Zylinder leistet 600 PS und verbraucht fünf bis sechs Liter Diesel - pro Kilometer. Dazu kommt nochmals die selbe Menge an Öl. Alternativ gibt es einen wendigeren Schützenpanzer mit einem Gewicht von 12 Tonnen.

Keine Gefahr durch die Geschütze

Die Panzer in den Panzerfahrschulen sind demilitarisiert: Ihre Geschütze wurden unschädlich gemacht. Damit sich der Lärm in Grenzen hält, werden bei vielen Modellen auch Schalldämpfer nachgerüstet. So dienen die ehemaligen Todesmaschinen nun als Freizeitspaß und begeistern Jung und Alt mit ihrer unbändigen Kraft.

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