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WhatsApp-News: Neue Verschlüsselung schützt Daten der Nutzer

Alle Türen dicht  

WhatsApp schließt Verschlüsselung ab

07.04.2016, 08:49 Uhr | t-online.de, dpa

WhatsApp-News: Neue Verschlüsselung schützt Daten der Nutzer. Der Verschlüsselungs-Guru Moxie Marlinspike hat WhatsApp zur Krypto-App gemacht.  (Quelle: imago images/STPP)

Der Verschlüsselungs-Guru Moxie Marlinspike hat WhatsApp zur Krypto-App gemacht. (Quelle: STPP/imago images)

Die Verschlüsselung von WhatsApp ist endlich komplett. Alle Nachrichten, Bilder und Dateien, die über den Nachrichtendienst verschickt werden, sind laut WhatsApp nun auf dem kompletten Weg vom Absender bis zum Empfänger geschützt.

Der zu Facebook gehörende Kommunikationsdienst mit einer Milliarde Nutzer hat die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung abgeschlossen, wie der Dienst auf seinem Blog bekanntgab. Die Verschlüsselung basiert auf der bei Datenschützern renommierten Chat-App Textsecure. Deren Erfinder, Moxie Marlinspike, hatte WhatsApp bereits 2014 geholfen, die Verschlüsselung zu integrieren, war mit der Umsetzung allerdings nicht zufrieden. 

Wenige Monate nach der Ankündigung hatte "Heise Security" herausgefunden, dass die WhatsApp-Verschlüsselung nicht auf allen Endgeräten zuverlässig lief. Nun soll die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aber auf allen Systemen funktionieren, wie Marlinspike bestätigte

Ist die WhatsApp-Verschlüsselung aktiv?

Dadurch werden die Texte, Fotos, Videos oder Anrufe nur für die beteiligten Nutzer sichtbar sein – auch WhatsApp kann angeblich nichts sehen. Damit kann WhatsApp die Inhalte auch nicht mehr an Sicherheitsbehörden weitergeben – vorausgesetzt, alle WhatsApp-Nutzer haben das neue Update installiert. Ob die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aktiv ist, lässt sich über die Kontakt- beziehungsweise Gruppeninfos herausfinden. Erscheint bei den Kontakten ein kleines Vorhängeschloss-Symbol, ist die Kommunikation verschlüsselt.

Neuer Ärger für das FBI

Eine ähnliche Politik von Apple ist der US-Regierung schon lange ein Dorn im Auge. Der Schritt von WhatsApp dürfte die Spannungen zwischen dem Silicon Valley und Washington weiter verschärfen.

Apple lieferte sich jüngst einen Streit vor Gericht mit dem FBI und dem US-Justizministerium, weil der Konzern sich weigerte, beim Aushebeln des Passworts auf einem iPhone zu helfen. Das FBI kam schließlich mit Hilfe eines externen Dienstleisters an die Daten heran, das Verfahren wurde damit hinfällig.

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