Sie sind hier: Home > Digital > Smartphone >

Fitness-Armband und Smart-Watch ist kein Trainer-Ersatz

Smarte Uhren und Fitnessarmbänder  

Datenschleudern sind kein Trainer-Ersatz

27.04.2017, 12:08 Uhr | dpa-tmn

Fitness-Armband und Smart-Watch ist kein Trainer-Ersatz. Fitness-Armbänder (Quelle: dpa)

Fitness-Armband. sammeln und senden viele Daten. Oft messen sie ungenau und einen Trainer ersetzen sie nicht. (Quelle: dpa)

Hersteller bewerben sie als praktische Helfer am Handgelenk: Wearables können eine Motivation beim Sport sein. Kritiker sehen in den digitalen Nannys Datenschleudern. Sie würden nur ungenau messen und könnten einen Trainer nicht ersetzen.

Sie zählen Schritte, messen den Puls und zeigen E-Mails und Nachrichten am Handgelenk an: Wearables sind auf den ersten Blick sehr praktisch. Es gibt sie als Smartwatch, Fitness-Armband oder sogar als smarte Babybekleidung, die die Atmung des Säuglings überwacht. Die tragbare Elektronik und deren Apps sammeln Gesundheitsdaten, erkennen etwa, wie lange der Träger schläft. Verbraucherschützer und IT-Experten warnen vor groben Datenschutzmängeln.

Bei einer Untersuchung im vergangenen Sommer hatte die Verbraucherzentrale unter anderem festgestellt, dass einige Apps bereits Daten an Dritte senden, bevor den Nutzungsbedingungen zugestimmt wurde. Und viele der untersuchten Wearables waren nicht vor ungewollter Standortverfolgung geschützt.

Apps ersetzen keinen Trainer

Auch aus sportlicher Sicht gibt es Kritik. "Apps und Wearables bieten keine individuelle Betreuung, sondern nur mathematische Berechnungen", sagt Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Dabei seien selbst simple Daten nicht verlässlich. "Wir haben mal fünf Geräte getestet, beim Streckenmessen. Und alle haben unterschiedliche Ergebnisse gezeigt."

Die Geräte könnten eine individuelle Betreuung nicht ersetzen. "Nach sechs bis acht Wochen liegen sie in der Ecke. Warum? Weil es langweilig ist, jeden Tag von Apple eine Medaille verliehen zu bekommen." Von den erhobenen Daten helfen seiner Ansicht nach nur wenige dabei, etwas über die eigene Gesundheit zu erfahren. "Im Moment werden immer mehr Dinge gemessen, immer kleinteiliger. Nicht, weil es den Nutzern hilft, sondern um immer mehr Daten herauszuholen. Dabei braucht es nur wenige Parameter für ein gutes Training", erklärt der Sportwissenschaftler.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUniceftchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Smartphone

shopping-portal