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WhatsApp verweigert Zugriff für britische Regierung

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Verschlüsselung  

WhatsApp will britische Regierung nicht mitlesen lassen

21.09.2017, 11:14 Uhr | rk, t-online.de

WhatsApp verweigert Zugriff für britische Regierung. WhatsApp ist der beliebteste Messenger weltweit. (Quelle: dpa/Ritchie B. Tongo)

WhatsApp ist der beliebteste Messenger weltweit. (Quelle: Ritchie B. Tongo/dpa)

Mit der Begründung des Kampfes gegen den Terrorismus forderte die britische Regierung immer wieder Zugriff auf verschlüsselte WhatsApp-Nachrichten. Laut "SkyNews" wehrt sich die Facebook-Tochter dagegen, den Geheimdiensten eine "Hintertür" einzubauen.

"In rund 80 Prozent aller Ermittlungen wegen Terrorismus und schweren Verbrechen spielt die Verschlüsselung von Messenger-Diensten eine Rolle", berichtet eine anonyme Quelle der britischen Sicherheitsdienste auf SkyNews. Terroristen zählten zu den Nutzern verschlüsselter Messenger-Dienste wie WhatsApp und Telegram, der fehlende Zugriff auf die Kommunikation kreiere "ein schwarzes Loch" für die Sicherheitsdienste.

WhatsApp kennt selbst nur Meta-Daten

Das Messenger-System von WhatsApp sei so gestaltet, dass das Unternehmen die Inhalte selbst nicht lesen kann. Sie werden "Ende-zu-Ende-verschlüsselt", der Schlüssel liegt auf den Geräten von Sender und Empfänger. WhatsApp schätze die Arbeit der Ermittlungsbehörden, die Menschen weltweit zu schützen, könne aber bei Anfragen auch nur über Metadaten wie das Benutzerkonto, dessen Erstelldatum, letzte Nutzung, die IP-Adresse und die verbundene E-Mail Auskunft geben.

Britische Regierung fordert immer wieder Hintertür

Bei einem Treffen im Sommer sollen britische Offizielle WhatsApp deswegen um eine technische Lösung für den Zugriff auf Nachrichteninhalte gebeten haben. Die britische Innenministerin forderte Anfang August, dass WhatsApp die Verschlüsselung ganz aufgeben soll. Sicherheitsexperten fürchten, dass dadurch der Schutz der Privatsphäre der rund 1,3 Milliarden Nutzer betroffen wäre und die Terroristen einfach auf andere, verschlüsselte Dienste wechseln. WhatsApp habe die Forderungen zurückgewiesen.

In der Generalversammlung der Vereinten Nationen forderte die britische Premierministerin Theresa May zudem, dass Technologie-Firmen entschiedener gegen extremistische Inhalte vorgehen. In den vergangenen Monaten kam es in Großbritannien immer wieder zu Terroranschlägen. Der jüngste ereignete sich am 15. September in der Londoner U-Bahn. Bei dem Anschlag im Regierungsviertel Westminster im März soll der Terrorist Khalid Masood kurz vorher per WhatsApp kommuniziert haben.

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