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Studie: Android-Apps müssen beim Datenschutz nachbessern


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Jede zweite Android-Apps verstößt gegen EU-Recht

Von t-online, str

23.01.2018Lesedauer: 3 Min.
Gutscheine für den Google Play Store
Gutscheine für den Google Play Store: Die meisten Android-Apps verstoßen gegen das europäische Datenschutzgesetz. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa-bilder)
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Mehr als die Hälfte aller Apps im Play Store sind wahrscheinlich nicht mit der neuen EU-Datenschutzverordnung vereinbar, sagt eine Studie. Das Gesetz tritt zwar erst im Mai in Kraft. Google will maßlose Datensammler aber schon viel früher von seiner Plattform kicken.

Laut einer Untersuchung des IT-Dienstleisters "SafeDK" könnten unzählige Android-Apps schon nächsten Monat aus dem Google Play Store fliegen - es sei denn, sie werden noch rechtzeitig überarbeitet. Der Grund: Mehr als die Hälfte aller Apps auf der Plattform griffen zum Zeitpunkt der Untersuchung auf Smartphone-Daten zu, die die EU als privat erachtet und deshalb mit einem neuen Gesetz unter besonderen Schutz gestellt hat. Dieses neue Privatsphäre-Gesetz tritt zwar erst am 25. Mai in Kraft. Google setzt die neuen Anforderungen an die Datenschutzbestimmungen aber schon ab Februar im Appstore um.

Demnach dürfen ab dem nächsten Monat keine Apps mehr angeboten werden, die heimlich oder grundlos Daten erheben oder auf Gerätefunktionen zugreifen, die für den Zweck der Anwendung nicht unbedingt nötig sind.

Für viele App-Anbieter ist die neue Datenschutzrichtlinie ein Problem. Die Anbieter greifen bei der Entwicklung nämlich oft auf sogenannte Software Development Kits, kurz SDKs, zurück. Das sind vorgefertigte Programmanteile, die von Drittanbietern zugeliefert werden. Laut "SafeDK" nutzen Android-Apps im Durchschnitt 18,5 solcher SDKs. Besonders viele dieser vorgefertigten Programmbibliotheken finden sich in Dating-, Sport- und Shopping-Apps.

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Auf Drittanbieter achten

Das vereinfacht und beschleunigt die App-Entwicklung zwar, birgt aber auch ein Risiko, warnt "SafeDK". Denn sollten diese SDKs nebenher unberechtigt Nutzerdaten sammeln, haften dafür die App-Anbieter. Die Herausgeber sollten deshalb künftig sorgfältiger darauf achten, welche Inhalte sie von Drittanbietern hinzukaufen, was sie bewirken und welche rechtlichen Konsequenzen sich daraus ergeben könnten.

Zum Zeitpunkt der Untersuchung jedenfalls nutzten noch mehr als die Hälfte aller Android-Apps (67 Prozent) mindestens eine SDK, die auf personenbezogene Informationen wie Positionsdaten, persönliche Kontakte oder Kalendereinträge zugreifen.

Wetter-Apps brauchen Standortdaten

Nicht in allen Fällen dürfte diese Praxis automatisch gegen die EU-Datenschutzverordnung verstoßen. Aus der Studie geht nämlich nicht hervor, wie viele der Programme die Daten grundlos erheben. So macht es zum Beispiel durchaus Sinn, dass eine Wetter-App auf die Standortdaten zugreifen will. Es wäre aber fragwürdig, wenn sie außerdem auch Zugriff auf das Anrufprotokoll verlangt.

Dennoch sind die Zahlen alarmierend. Nach Einschätzung von SafeDK greifen mehr als die Hälfte (56 Prozent) der in den Apps verwendeten SDKs auf GPS-Daten zu. Gut 40 Prozent der Apps lesen aus, welche anderen Programme der Nutzer auf seinem Gerät installiert hat. 30 Prozent spionieren das Adressbuch aus. Jede zehnte App will sogar Zugriff auf das Mikrofon. Jeweils neun Prozent nutzen Informationen über Nutzerkonten oder Kalendereinträge.

Lauschprogramm in Spiele-Apps

Meist werden zusätzliche Daten zu Werbezwecken erhoben. So hatten wir kürzlich über das Startup „Alphonso“ berichtet, dessen Lausch-Software mehr als 1000 Spiele-Apps steckt. Über das Smartphone-Mikrofon werden Umgebungsgeräusche aufgezeichnet. So wollen die Anbieter herausfinden, welche Sendungen und Werbespots die Nutzer angeschaut haben.

Ab Mai müssen die von der EU-Richtlinie betroffenen Programme genau aufschlüsseln, welche Daten warum erhoben werden und ob sie an Dritte weitergegeben werden. Außerdem haben Nutzer ein „Recht auf Vergessen“. Das heißt, alle personenbezogenen Daten müssen von den Servern gelöscht werden.

App-Anbieter sollten deshalb ihren Code genau unter die Lupe nehmen und nachschauen, inwiefern sie von dem neuen Gesetz betroffen sein könnten, so "SafeDK". Bei Verstößen drohen nämlich hohe Strafen.

Quellen:

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