Sie sind hier: Home > Digital > Smartphone >

Schöner Sirocco: Das Nokia 8 im Schnelltest

Ein edler Eigenbrötler  

So schlägt sich das Nokia 8 Sirocco im Schnelltest

Von Laura Stresing

01.03.2018, 08:45 Uhr
Schöner Sirocco: Das Nokia 8 im Schnelltest. Das Nokia 8 Sirocco: Es hat ein 5,5-Zoll-POLED-Display und einen Rahmen aus Edelstahl, der am Rand nur 2 Millimeter aufträgt. (Quelle: dpa/Andrea Warnecke)

Das Nokia 8 Sirocco: Es hat ein 5,5-Zoll-POLED-Display und einen Rahmen aus Edelstahl, der am Rand nur 2 Millimeter aufträgt. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa)

Handy-Hersteller HMD Global reiste zum diesjährigen Mobile World Congress gleich mit fünf neuen Geräten im Gepäck an. Neben dem Comeback des legendären 8110 überraschte vor allem das Nokia 8 Sirocco mit einem starken Design. t-online.de hat es ausprobiert.

Der Hersteller der Nokia-Handys machte auf dem diesjährigen Mobile World Congress mit einer besonders großen Modellpalette und regelrechten Kampfpreisen von sich reden. Das Einsteigermodell Nokia gibt es schon für unter 100 Euro. Das neue Mittelklasse-Smartphone Nokia 7 Plus kostet etwa 400 Euro.

In einer ganz anderen Liga spielt das 749 Euro teure Nokia 8 Sirocco: Mit seinem eigenwilligen Design fällt dieses Top-Modell nicht nur innerhalb der eigenen Familie aus dem Rahmen. Auch im Vergleich mit der Konkurrenz im oberen Preissegment schlägt das Sirocco seinen eigenen Weg ein.

ANZEIGE Nokia 8 Sirocco bei Amazon kaufen

So macht das Nokia-Smartphone den Trend zum 18:9-Display nicht mit, sondern bleibt beim bewährten 16:9-Format. In der Bildschirm-Diagonalen misst es 5,5 Zoll und ist damit kompakter als die Konkurrenz. Nur das Sony XZ2 Compact ist noch kleiner.

Ähnlich wie beim Samsung S8 und S9 füllt der Display die gesamte Breite und ist seitlich abgerundet. Der Unterschied ist, dass das Sirocco zudem nach außen abflacht. An den Rändern misst es gerade mal zwei Millimeter.

Auch im Inneren ein Kraftprotz

Ein Rahmen aus Edelstahl und 3-D Corning Gorilla Glass 5 machen das Handy dabei robuster, als es das fragile Aussehen vermuten lässt. Man ahnt es nur am Gewicht: Das Nokia 8 Sirocco liegt deutlich schwerer, aber auch griffiger in der Hand als das Schwestermodell aus Aluminium.

Einzig beim Scrollen fällt negativ auf, dass es nicht ganz so flüssig vonstattengeht, wie man es von anderen Modellen gewohnt ist. Ob dies mit der extra-starken Verglasung zusammenhängt, ist schwer zu sagen. Die 2K-Auflösung (2560 mal 1440 Pixel) des POLED-Displays sieht ordentlich aus.

Lob verdient auch die Ankündigung von HMD Global, dass die neuen Nokia-Nutzer von Googles "Android One"-Programm profitieren werden. Das bedeutet auch für das Sirocco: Schnelle und regelmäßige Updates für mindestens zwei Jahre, was wiederum mehr Sicherheit mit sich bringt und den Vorteil, dass man frühzeitig mit den neuesten Android-Funktionen versorgt wird.

Minimalistisches Android, nicht wie beim Samsung S9

Doch während andere Hersteller dem Betriebssystem immer noch ihren Stempel aufdrücken und allerlei Spielereien einbauen, setzt das Nokia auf das reine Android. Das wirkt im Vergleich geradezu erfrischend minimalistisch; das komplette Kontrastprogramm zum überladenen Samsung Galaxy S9. Dadurch soll auch die ohnehin schon stattliche Batterie des Sirocco länger durchhalten. Auch kabelloses Aufladen wird unterstützt.

Auf der Rückseite verfügt das Smartphone über eine Dualkamera mit Zeiss-Optik und unterschiedlicher Blende. Die Hauptkamera mit zwölf Megapixel und Weitwinkel-Objektiv soll seine Stärken vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen entfalten. Dazu gesellt sich ein 13-Megapixel-Tele mit zweifach optischem Zoom.

Ab April für 749 Euro

Das Nokia 8 Sirocco kommt voraussichtlich im April in den Handel und kostet 749 Euro. Dabei dürfte vor allem die edle Ausführung des Handys zu Buche schlagen. Denn auf der Hardware-Seite lässt sich festhalten, dass die gleiche Kamera auch im gut 350 Euro billigeren Nokia 7 Plus steckt.

Für das Sirocco wiederum sprechen die bessere Display-Auflösung, der größere Arbeitsspeicher (6 Gigabyte) und mehr Speicherplatz (128 Gigabyte). Außerdem wurde eine neuere Prozessor-Generation verbaut. Insofern spricht das Sirocco die intensiven Vielnutzer an.

Fazit: Herausragend verarbeitet

Das Nokia Sirocco ist ein Smartphone mit Charakter und von herausragender Verarbeitung. Gleichzeitig ist diese Schönheit nicht so fragil wie bei anderen Luxusmodellen. Menschen mit einem Faible für schönes Design und zwei linken Händen werden an dem Sirocco länger Freude haben. Wer nur die Hardware-Ausstattung vergleicht und das Handy später ohnehin in einem stabilen Case versteckt, findet wahrscheinlich günstigere Alternativen. Oder aber man wartet nach dem Marktstart noch ein paar Monate: Der Preis dürfte schnell sinken. Spätestens dann ist das hübsche Sirocco einen zweiten Blick wert.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
MagentaTV jetzt 1 Jahr inklusive erleben!*
hier Angebot sichern
Anzeige
Die neuesten Technik-Trends: Mieten ist das neue Kaufen
OTTO NOW entdecken
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal