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Gerätetest: Motorola-Smartphone druckt Fotos

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Ausprobiert  

Dieses neue Smartphone druckt Fotos aus

03.03.2018, 15:46 Uhr | Till Simon Nagel, dpa

Gerätetest: Motorola-Smartphone druckt Fotos. Sofortbild aus dem Smartphone: die Bilder lassen sich vor dem Ausdruck bearbeiten. (Quelle: dpa/Robert Guenther)

Sofortbild aus dem Smartphone: die Bilder lassen sich vor dem Ausdruck bearbeiten. (Quelle: Robert Guenther/dpa)

Ein neues Smartphone von Motorola kann Fotos drucken. Im Praxistest macht das viel Spaß. Nur die Bildqualität ist schlecht.

Das mit den Polaroidfotos war immer ein kleines Glückspiel: Zielen, auslösen, das Summen abwarten und dann noch das bange Warten, während auf dem Fotopapier die ersten blassen Farben durchscheinen. In den meisten Fällen war das Ergebnis eher originell als ein wirklich gelungenes Foto. Dieses Fotoerlebnis wollen Motorola und Polaroid in modernisierter Form zurückbringen - mit dem Insta-Share Printer.

Andere Technik als die klassische Polaroid-Fotografie

Das weiße Gerät ist ein so genanntes Moto Mod, also ein Zusatzmodul für Motorolas Smartphones der Z-Serie. Die gibt es zum Beispiel als Akku, Kamera, Lautsprecher - oder eben als Sofortbildmodul. Wie der Name schon andeutet, macht der Insta-Share-Printer dabei einiges anders als die Polaroid-Urahnen. Streng genommen ist er nämlich nur ein Miniatur-Fotodrucker im Telefonformat. Die Fotos werden nicht etwa entwickelt, sondern in einem Thermodruckverfahren direkt auf Fotopapier ausgegeben.

Die Handhabung ist denkbar einfach. Nutzer stecken das Modul hinten an das Smartphone und starten die zugehörige App. Zur Aufnahme verwenden sie die Smartphonekamera. Wie der bei Sofortbildkamera auch, gibt es am Mod einen großen Auslöserbutton, nötig ist er aber nicht. Ist das Bild einmal geschossen, fangen die Unterschiede zum gewohnten Sofortbild an. Denn war dabei nach dem Druck auf den Auslöser alles ein Ergebnis der Fotochemikalien, ist mit demInsta-Share Printer noch allerlei Bildbearbeitung möglich.

Sofortbild aus dem Smartphone: Die neue Technik macht Spaß, nur haben die Bilder noch keine hohe Qualität. (Quelle: Robert Guenther)Sofortbild aus dem Smartphone: Die neue Technik macht Spaß, nur haben die Bilder noch keine hohe Qualität. (Quelle: Robert Guenther)

Bilder lassen sich vergrößern, beschneiden, drehen, spiegeln oder mit diversen Filtern einfärben oder auch entfärben. So kann man sich etwa den Filmwechsel sparen, wenn es mal keine Farbfotos sein wollen. Außerdem gibt es zahlreiche Rahmen, Emojis oder Texte zur Auswahl, mit denen sich die Bilder verschönern lassen. Neben selbst aufgenommen Fotos können auch Bilder von Facebook, Instagram oder Google Fotos bearbeitet und auf den Drucker geschickt werden.

Die Qualität lässt zu wünschen übrig

Der wiederum versieht nach kurzer Aufwärmzeit klaglos, aber auch nicht sonderlich schnell seinen Dienst und schiebt langsam das fertige Foto heraus. Zwar entfällt das Warten auf die Bildentwicklung, wirklich schneller als ein echtes Polaroid ist der Drucker aber auch nicht. Die Qualität bewegt sich ebenfalls in einem ähnlichen Bereich. Wirkliche Meisterwerke sollte man nicht erwarten.

Fazit: Wer Sofortbilder mag und die Ausgabe von knapp 160 Euro nicht scheut, findet mit dem Insta-Share Printer eine der praktischsten Sofortbild-Drucklösungen auf dem Markt. Ein Moto-Z-Smartphone (ab circa 400 Euro) muss man natürlich auch noch haben. In der Kombination wird die Idee des Polaroidfotos sinnvoll modernisiert, inklusive des etwas unberechenbaren Ergebnisses, was ja eigentlich schon immer den größten Spaß an der Sache ausmachte. Abgesehen von den Anschaffungskosten ist der Sofortbildspaß nicht einmal sonderlich teuer: Papier für 20 Aufnahmen kostet im Onlinehandel rund 13 Euro, der 50er-Pack rund 24 Euro.

Sofortbild aus dem Smartphone: Der Aufsatz, mit dem man Fotos ausdrucken kann, kostet 160 Euro. (Quelle: dpa/Robert Guenther)Sofortbild aus dem Smartphone: Der Aufsatz, mit dem man Fotos ausdrucken kann, kostet 160 Euro. (Quelle: Robert Guenther/dpa)

Unterwegs Sofortbilder ausdrucken geht auch ohne Motorola-Smartphone und das Insta-Share Printer Mod. Die Drucktechnik verkauft Polaroid auch als einzelnes Gerät, das per Bluetooth angesteuert wird. Die Kombination aus Smartphones und ansteckbarem Mod ist im Alltag allerdings deutlich praktischer.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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