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Apples neue Software-Funktionen im Schnellcheck

Sinnvoll oder Spielerei?  

Apples neue Software-Funktionen im Schnellcheck

05.06.2018, 13:47 Uhr | dpa, hd

Apples neue Software-Funktionen im Schnellcheck. Apple-CEO Tim Cook: Er stellt auf der WWDC-Konferenz neue Funktionen vor. (Quelle: Kyodo Foto: MAXPPP)

Apple-CEO Tim Cook: Er stellt auf der WWDC-Konferenz neue Funktionen vor. (Quelle: Kyodo Foto: MAXPPP)

Wer zum Auftakt von Apples Entwicklerkonferenz WWDC auf überraschende Ankündigung neuer Geräte wartete, wurde enttäuscht: Es ging um Software. Hier ist ein Überblick über die wichtigsten neuen Funktionen und eine Einschätzung von t-online.de:

  • Shortcuts für Siri: Mit dem nächsten iPhone-Betriebssystem wird man Schlüsselsätze festlegen können, die ganze Ketten von Aktionen verschiedener Apps auslösen, wenn man sie ins Gerät spricht.
    Praktisch, weil zeitsparend. 
  • "Memoji": Die Software erstellt für Apples Chat-App animierte Avatare mit den Gesichtszügen eines Nutzers, die man noch anpassen kann. Die "Tongue Detection" erkennt jetzt auch ausgestreckte Zungen.
    Witzig, aber eine Spielerei.
  • Gruppen-Unterhaltungen für FaceTime: Bis zu 32 Nutzer gleichzeitig können sich künftig in Apples Videochat-App zusammenschalten. Wer gerade spricht, kommt in den Vordergrund. Bisher konnten sich nur zwei Nutzer unterhalten.
    Überflüssig, Chats mit 32 Leuten sind fast unmöglich zu handeln.
  • Vermessen mit "erweiterter Realität": Auf dem iPhone-Bildschirm soll man mit einer neuen App sehr einfach Abmessungen der Gegenstände in der realen Umgebung erfahren können. Mit den Neuerungen werden künftig auch zwei Nutzer mit ein und den selben virtuellen Objekten in erweiterter Realität miteinander spielen können.
    Praktisch, zum Beispiel bei der Möbelplanung.
     
  • Dateiformat für 3D-Objekte: Das gemeinsam mit dem Aminationsstudio Pixar entwickelte Format USDZ soll helfen, virtuelle Gegenstände zu verschicken und auf dem Display leichter in reale Umgebungen oder Websites einzubauen.
    Nur für Entwickler wichtig und interessant.
  • Mehr Privatsphäre in Safari: Facebooks "Like"-Buttons oder die Kommentar-Funktion sammeln auch einige Daten – Apples Webbrowser schneidet diese Übermittlung jetzt erstmal ab, wenn Nutzer sie nicht ausdrücklich freischalten. Wichtig für den Datenschutz und ein scharfer Schuss gegen Facebook.
  • Apple Watch wird nützlicher: Mehr Aufgaben sollen man künftiger direkt aus Benachrichtigungen auf dem Bildschirm der Computer-Uhr erledigen können, ohne das Smartphone rauszuholen. Zum Beispiel für einen Flug einchecken oder dem Restaurant Bescheid geben, dass man sich verspätet. Mit einer Walkie-Talkie-Funktion können sich zwei Nutzer direkt von Uhr zu Uhr unterhalten. Apples Podcast-App kommt erstmals direkt auf die Uhr und sie zeigt künftig auch Web-Inhalte an. Käufer der drei Jahre alten ersten Version werden auf diese Funktionen aber verzichten müssen.
    Praktisch für Smart-Watch-Träger, das Gerät wird immer unabhängiger.
  • Fremde Karten-Apps für CarPlay: Wer sein iPhone im Auto über Apples CarPlay-Software anschließt, kann für die Navigation künftig auch Kartendienste anderer Anbieter wie Google  Maps oder Waze nutzen.
    Überfällig, die Beschränkung auf Apple-Dienste macht keinen Sinn.
  • Besserer Kino-Sound fürs Apple TV: Die Fernsehbox des Konzerns unterstützt künftig auch das fortschrittliche Mehrkanal-Ton-Format Dolby Atmos. In den USA soll man über das Gerät automatisch Zugang zu Apps abonnierter Kanäle bei einigen Kabelnetz-Betreibern bekommen.
    Nette Funktion für Kinofans, setzt aber eine Atmos-fähige Anlage voraus.

  • Zusammenspiel zwischen Mac-Computern und iPhones wird verbessert: Die Kamera kann sich zum Beispiel automatisch einschalten, wenn ein Bild auf dem Notebook gebraucht wird. 2019 soll es für Entwickler auch einfacher werden, iPhone-Apps mit nur wenigen Veränderungen auf den Mac zu bringen. Beim macOS "Mojave" macht Apple mit den Aktien- und Sprachnotiz-Apps selber vor, wie das geht.
    Sehr wichtig, mobile und Desktop-Anwendungen wachsen zusammen. Google geht einen ähnlichen Weg.
  • Gegen die iPhone-Sucht: Nutzer sollen künftig einfacher die Zeit einschränken können, die sie in einzelnen Apps verbringen – Eltern können auch Limits für ihre Kinder setzen.
    Sehr sinnvoll, die Handy-Nutzung von Kindern und Jugendlichen ist für viele Eltern schwer zu kontrollieren.
  • Digitale Studentenausweise auf iPhone und Apple Watch: Der Konzern öffnet einigen US-Hochschulen den Zugang zum NFC-Funkchip in den Geräten.
    Sehr sinnvoll, nachdem Tickets und Eintrittskarten schon im Wallet gelandet sind.
  • Weniger Gesten-Wirrwarr: Um sich Kontrollzentrum und Benachrichtigungen anzeigen zu lassen, muss man aktuell auf dem iPhone X an anderen Stellen des Displays wischen als auf anderen iOS-Geräten. Jetzt kommen die neuen Gesten auch auf das iPad.
    Sehr sinnvoll, diese Gesten möglichst einheitlich zu halten.
Verwendete Quellen:
  • dpa
  • Eigene Recherche

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