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Apple will Knacken von iPhones erschweren

Problem für Geheimdienste  

Apple will Knacken von iPhones erschweren

14.06.2018, 17:20 Uhr | dpa-AFX

. Gesperrtes iPhone: Das Smartphone muss per Eingabe eines Passcodes, mit Fingerabdruck oder Gesichts-Scan entsperrt werden. (Quelle: dpa/Frank Duenzl)

Gesperrtes iPhone: Das Smartphone muss per Eingabe eines Passcodes, mit Fingerabdruck oder Gesichts-Scan entsperrt werden. (Quelle: Frank Duenzl/dpa)

Apple sichert seine iPhones noch stärker gegen den unbefugten Zugriff durch Fremde ab. Den Sicherheitsbehörden passt das allerdings gar nicht. Denn auch Geheimdienste werden es künftig schwer haben, die Smartphones von Verdächtigen zu knacken. 

Apple will das Knacken seiner iPhones noch weiter erschweren und riskiert damit eine neue Konfrontation mit Sicherheitsbehörden. Der Konzern entwickelte eine Funktion, bei der sich der "Lightning"-Anschluss des Geräts eine Stunde nach der letzten Benutzung für Datenverbindungen deaktiviert. Die Akkus können dabei weiterhin über den Anschluss geladen werden, wie das Unternehmen am Donnerstag erklärte.

Die iPhones sind grundsätzlich verschlüsselt und lassen sich nur per Eingabe eines Passcodes sowie mit Fingerabdruck oder Gesichts-Scan des Nutzers entsperren. Zugleich gibt es aktuell mindestens zwei Anbieter, die eine öffentlich, nicht näher bekannte Schwachstelle ausnutzen, um die Telefone über eine Kabelverbindung zum "Lightning"-Anschluss zu entsperren. Mit der Deaktivierung der Buchse würde Apple den Zeitraum, in dem das überhaupt möglich ist, drastisch verkürzen. Dem "Wall Street Journal" zufolge ist noch offen, ob die Funktion bereits in dem für diesen Herbst angekündigten nächsten iPhone-Betriebssystem iOS 12 eingeführt werden könnte.

Kritik an Verschlüsselung von iPhones und Smartphones

Apple betonte, dem Konzern gehe es darum, seine Geräte besser gegen Angriffe von Hackern und Identitätsdieben sowie gegen das Abgreifen persönlicher Daten zu schützen. "Wir haben den größten Respekt vor Sicherheitsbehörden und entwickeln unsere Sicherheitsverbesserungen nicht, um ihre Arbeit zu erschweren."

Sicherheitsbehörden kritisieren schon länger die Verschlüsselung von iPhones und Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android, weil sie die Geräte für sie unzugänglich mache und Ermittlungen behindere. In den USA wurde Apple Anfang 2016 vom US-Justizministerium verklagt, mit der Forderung, das Entsperren des iPhones eines toten Attentäters zu ermöglichen. Der Konzern weigerte sich und warnte, eine Software dafür zu schreiben, würde am Ende die Sicherheit für alle verschlechtern. Am Ende zogen die US-Behörden ihre Klage zurück, nachdem sie nach eigenen Angaben mit Hilfe eines externen Dienstleisters an die Daten im iPhone kamen.

Aktuell bietet die israelische Firma Cellebrite Sicherheitsbehörden an, iPhones von Verdächtigen zu entsperren. In den USA gibt es das Unternehmen GrayShift, das Ermittlern eine Box ab einem Preis von 15.000 Dollar verkauft, mit der sie die Telefone selbst knacken können. Dieser Ansatz wird von einigen Experten kritisiert, wegen der Sorge, die Geräte könnten in die Hand von Kriminellen geraten. Apple stellt Sicherheitsbehörden auf richterlichen Beschluss unverschlüsselte Informationen von Nutzern zur Verfügung.

Verwendete Quellen:
  • dpa-AFX

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