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Schlafprobleme? Diese Gadgets können helfen

Smarte Decke und Co.  

Schlafprobleme? Diese Gadgets können helfen

Von Alena Hecker

07.07.2019, 14:28 Uhr
Schlafprobleme? Diese Gadgets können helfen. Eine Frau beim Schlafen: Verschiedene Gadgets wollen dabei helfen, Nutzer besser schlafen zu lassen. (Quelle: Getty Images/Mladen Zivkovic)

Eine Frau beim Schlafen: Verschiedene Gadgets wollen dabei helfen, Nutzer besser schlafen zu lassen. (Quelle: Mladen Zivkovic/Getty Images)

Jeder vierte Deutsche schläft zu wenig. Dabei ist Schlaf wichtig: Wer ausreichend lang und tief schläft, fühlt sich fitter, schont den Blutdruck und ist ausgeglichener. Auf dem Markt gibt es zahlreiche Gadgets, die uns zu mehr Schlaf verhelfen wollen.

Für manche ist es der letzte Blick in die beruflichen E-Mails kurz vorm Schlafengehen und schon beginnt sich im Kopf das Gedankenkarussell zu drehen. Anderen ist es zu warm oder zu kalt, die Matratze ist zu weich oder das Kissen zu ungemütlich: Nicht einschlafen zu können, ist eine Qual. Doch es gibt Apps und technisches Zubehör, die Hilfe versprechen.

Den eigenen Schlaf verstehen

Die Analyse des eigenen Schlafverhaltens kann ein erster Schritt zum erholsameren Schlaf sein. Smartwatches und Fitnesstracker, die am Handgelenk getragen werden, können dabei verschiedene Daten erfassen: Wie lange Nutzer zum Einschlafen brauchen, wann es Wachphasen in der Nacht gegeben hat und wie sich Leichtschlaf-, Tiefschlaf- und REM-Phasen abgewechselt haben. Manche Apps geben zusätzliche Tipps, wie sich die Schlafqualität verbessern lässt – etwa, indem Nutzer sich eine feste Uhrzeit fürs Zubettgehen und Aufstehen setzen.

Wen Uhren und andere technische Geräte am Körper stören, kann es mit smarten Matratzenauflagen oder Matten versuchen, die unter die Matratze gelegt werden. Deren integrierte Sensoren messen unter anderem Bewegungen und Schlafmuster der schlafwilligen Person – aber auch äußerliche Einflüsse wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit und Lärmbelästigung.

Einschläfern lassen mit Licht und Ton

Viele Menschen schwören auf Musik zum Einschlafen. Auch meditative Geräusche aus der Natur helfen nachweislich zu entspannen. Ganz bestimmte Töne, sogenannte Binaureale Frequenzen, sind in der Lage, die Gehirnwellen zu stimulieren und so unter anderem Schlaf zu fördern. Wer bei YouTube oder Streamingdiensten "Benaureale Betas" eingibt, wird schnell fündig. Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, sollten die Klänge direkt am Ohr abgespielt werden, also am besten über Kopfhörer. Alternativ gibt es auch sogenannte Soundkissen mit winzigen integrierten Lautsprechern, die schlaffördernde Geräusche direkt am Ohr abspielen.

Auch Licht ist für einen guten Schlaf wichtig: Wer noch im Bett am Laptop E-Mails checkt oder im Internet surft, wird vom bläulichen Licht des Geräts wachgehalten. Hier helfen smarte Lampen: Wer einschlafen möchte, lässt sich mit bestimmten Wellenlängen von rotem Licht bestrahlen, die das körpereigene Schlafhormon Melatonin stimulieren und müde machen. Am nächsten Morgen können Nutzer sich sanft und ohne Wecker von bläulichem Licht wecken lassen.

Smarte Bettdecken wärmen im Schlaf

Ist die Bettdecke zu warm? Die Füße zu kalt? Smarte Bettdecken können sich dieses Problems annehmen. Dafür wird zwischen Federbett und Bezug eine zusätzliche Lage mit Luftkammern gelegt. Über die Smartphone-App wird gesteuert, ob warme oder kalte Luft durch die Kammern strömen soll. Zusätzlich führt gezielte Luftzufuhr dazu, dass sich die Bettdecke morgens nach dem Aufstehen selbst ausbreitet und in Form bringt – wie von Hand geschüttelt.


Ganz ohne App, aber nicht weniger smart kommt die Gewichtsdecke daher. Sie ist gefüllt mit tausenden winzigen Glasperlen, die leichten Druck auf Muskulatur und Nervensystem ausüben. Das wiederum fördert die Ausschüttung von Melatonin und dem Glückshormon Serotonin. Vorrangig entwickelt für Therapiezwecke kann die Decke bei Schlafstörungen, Unruhe, Down-Syndrom, Asperger-Syndrom oder Autismus helfen und wird seit längerem von Kliniken und Psychotherapeuten eingesetzt.

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