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WhatsApp: Rauswurf, wenn Gruppenname verdächtige Begriffe enthält

Geänderter Gruppenname  

Mitglieder schuldlos bei WhatsApp gesperrt

09.11.2019, 14:24 Uhr | str, t-online.de

WhatsApp: Rauswurf, wenn Gruppenname verdächtige Begriffe enthält. Das WhatsApp-Logo: Der beliebte Messenger ist auf fast jedem Smartphone zu finden (Quelle: imago images/Joko)

Das WhatsApp-Logo: Der beliebte Messenger ist auf fast jedem Smartphone zu finden (Quelle: Joko/imago images)

Im Internet häufen sich Beschwerden von Nutzern, deren WhatsApp-Konten ohne deren Zutun geschlossen wurden. Sie alle waren offenbar Mitglied in Gruppen, die WhatsApp nach einer Namensänderung als illegal einstuft. Die Betroffenen sind machtlos. 

Mehrere WhatsApp-Nutzer sind offenbar Opfer eines üblen Scherzes geworden und haben deshalb ihren Zugang zu dem Messenger komplett verloren. Das berichtet das Blog WABetaInfo und beruft sich auf mehrere Berichte in Online-Foren und den sozialen Medien. 

Demnach werden derzeit offenbar massenhaft Nutzer ausgesperrt, weil sie Mitglied in einer Gruppe mit einem "verdächtigen" Namen waren. Die betroffenen Nutzer berichten übereinstimmend, dass ihr WhatsApp-Konto gesperrt wurde, nachdem kurz zuvor der Gruppenname geändert worden war. Der neue Name enthielt Begriffe, die einen illegalen Zweck der Gruppe suggerierten. WhatsApp wertet dies als schweren Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen und sperrt die Konten der Mitglieder. (Was auf WhatsApp sonst noch verboten ist und mit einer Kontosperre geahndet wird, erfahren Sie hier)

In allen Fällen handelte es sich um größere Chatgruppen mit mehr als 100 Mitgliedern, die nach der Namensänderung alle ausnahmslos ihr WhatsApp-Konto verloren. Dies geschieht offenbar ganz automatisch und lässt sich nicht rückgängig machen. Auch eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es nicht. Der einzige Ausweg für die Betroffenen wäre eine neue Telefonnummer. 

Laut WABetaInfo deutet alles darauf hin, dass WhatsApp einen Algorithmus nutzt, der WhatsApp-Gruppennamen nach bestimmten Begriffen durchsucht. Aus der Sicht der Facebook-Tochter handelt es sich um eine notwendige Maßnahme zur Verbrechensbekämpfung. So soll verhindert werden, dass der Dienst zum Austauschen von illegalen Inhalten wie zum Beispiel Kinderpornografie missbraucht wird.

Da die über den Messenger verschickten Nachrichten verschlüsselt sind, hat WhatsApp zwar keinen Einblick in die Gruppen-Chats. Stattdessen verlässt sich das Unternehmen auf die öffentlichen Gruppennamen, die einen Hinweis darauf geben können, ob innerhalb der Gruppe Verbrechen geplant und begangen werden sollen. Die entsprechenden Gruppen werden geschlossen und die Mitglieder vom Dienst ausgesperrt.


Diesen Mechanismus machen sich nun offenbar einige Mitglieder zunutze, um ihren Freunden einen fiesen Streich zu spielen oder um eine Gruppe in die Zwangsschließung zu drängen. Um zu verhindern, dass die eigene Gruppe einer solchen Masche zum Opfer fällt, sollten die Einstellungen so gewählt werden, dass nur der Administrator den Gruppennamen ändern kann. 

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