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Highend-Grafikkarten im Vergleich

Vergleichstest Grafikkarten  

Highend-Grafikkarten im Vergleich

13.02.2009, 15:09 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt

. High-End-Grafikkarten: riesig, laut und teuer - aber auch schön schnell (Foto: pcwelt)

High-End-Grafikkarten: riesig, laut und teuer - aber auch schön schnell (Foto: pcwelt)

Grafikkarten der Spitzenklasse benötigen Sie für die aktuellen 3D-Kracher. Damit bekommen Sie Zugang zu den neuesten Bildeffekten und allen 3D-Spielereien, die Microsofts DirectX-10-Schnittstelle mitbringt. Auch filmreife, fotorealistische Szenen dürfen Sie dann in Ihren 3D-Titeln genießen.

DirectX-9-Titel wie Doom, Far Cry, Unreal Tournament & Co. laufen bereits bei Mittelklasse-Grafikkarten in allen Auflösungen bis hinauf zu 2560 x 1600 Pixel schnell genug – hier bringt eine Highend-Grafikkarte keinen Vorteil. Eine Grafikkarte für etwas mehr als 200 Euro ist jedoch auch imstande, 3D-Kracher wie Crysis und Far Cry 2 sowie ferner Company of Heroes, Lost Planet und World in Conflict auf flüssige Bildraten zu beschleunigen, aber nicht in allen Auflösungen und Qualitätsstufen. Die freie Wahl haben Sie nur bis 1280 x 1024 und 1440 x 900 Pixel, die meisten 17- und 19-Zoll-Monitore besitzen diese physikalische Auflösung. Die Grafikchips, die diesen Anforderungen gerecht werden, sind der AMD ATI Radeon HD 4870 und Nvidia Geforce GTX 260.

Eine über 300 Euro teure Highend-Grafikkarte brauchen Sie, wenn Sie bei Displays größer als 19 Zoll in der 3D-Anwendung höchste Bildqualität und die zum Bildschirm passende Auflösung einstellen. 1600 x 1200, 1680 x 1050 oder 1920 x 1080 Pixel laufen bei höchster Bildqualität mit folgenden Grafikchips flüssig:
AMD ATI Radeon HD 4870 X2
Nvidia Geforce GTX 280
Nvidia Geforce GTX 285

Wer mit einem noch größeren Display, wie etwa dem 30-Zöller Apple Cinema HD, 3D-Titel in Angriff nimmt, benötigt mehr als nur eine Highend-Karte. Denn diese muss dann hoch aufgelöste Texturen und alle 3D-Effekte mit 2560 x 1600 Bildpunkten mit mehr als 30 Bildern/s darstellen können. Sie haben die Möglichkeit mehrere Highend-Grafikkarten zusammenzuschalten. Bei AMD heißt diese Technik Crossfire, bei Nvidia SLI. Günstiger fahren Sie, wenn Sie eine Grafikkarte verwenden, die vom Hersteller bereits mit zwei Grafikchips ausgestattet wurde. Die höchste Leistung in dieser Klasse bieten sogenannte Nvidia-Geforce-GTX-295-Modelle.

Highend-Grafikkarten haben auch Nachteile

Neben dem hohen Preis, den aktuelle Spitzenmodelle kosten gibt es auch weitere Schwierigkeiten. Was Ihnen blühen kann, wenn Sie sich eine der aktuellen Rennsemmeln in den PC holen, haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt. Überlegen Sie vor dem Kauf, ob Ihre neue Grafikkarte zu Ihrem PC passt und die PC-Infrastruktur der hohen Grafikleistung überhaupt gerecht wird.

Hitzeentwicklung im PC-Gehäuse

Die vom Netzteil aufgenommene Leistung setzen Grafikchips größtenteils in Wärme um und geben diese über Kühlkörper wieder ab. Bei Leistungsaufnahmen von über 150 Watt ist klar, dass der PC über eine gute Belüftung verfügen muss, um nicht zum Backofen zu werden. Wir empfehlen deswegen einen leisen Gehäuselüfter einzubauen. In den meisten Gehäusen ist dafür ein Platz im Innern, an der Gehäusefront ganz unten, vorgesehen. Flüsterleise 120-Millimeter-Lüfter, die gerade einmal eine Lautstärke von 10 dB(A) oder weniger erzeugen, sind schon für 7 Euro erhältlich.

Flüsterleiser PC

Die Wärme, die ein Grafikchip produziert, muss über einen Kühlkörper abtransportiert werden, da er sonst zu heiß werden kann. Je leistungsfähiger der Chip ist, desto mehr Hitze wird produziert. Außer bei wenigen, leistungsmäßig schwachen Einstiegsmodellen müssen Lüfter für einen stetigen Luftzug durch die Kühlrippen sorgen. Es gibt zahllose verschiedene Kühlkörper-/Lüfterkombinationen, die allesamt unterschiedlich laut sind. Die Skala reicht hierbei von nahezu lautlos bis hin zu sehr deutlich hörbar, ähnlich wie ein High-Speed-DVD-Laufwerk. Stellen Sie also unbedingt vor dem Kauf sicher, dass der Lüfter leise arbeitet. In unseren Tests monieren wir beispielsweise, wenn der Propeller durch das geschlossene PC-Gehäuse noch zu hören ist; wer will schon ein ständiges Surren im Büro, Heimkino oder Wohnzimmer haben.

Hohe Systemvoraussetzungen

Bauen Sie eine schnelle Karte in einen von CPU, Speicher und Festplatte her gesehen langsamen PC ein, wird diese nur ausgebremst und kann ihre Kraft nicht voll entfalten. Die PC-Infrastruktur sollten zur Leistung der Grafikkarte passen. 1 GB schneller Arbeitsspeicher, eine flotte Festplatte mit 7200 UPM und eine Quadcore-CPU sollten es zumindest sein. Auch das Netzteil Ihres PCs muss entsprechend Stark sein und idealerweise passende Stecker mitbringen. Für Highend-Grafikkarten sind Modelle um die 500 Watt ausreichend. Für Doppelkern-Karten benötigen Sie – je nach Modell – bis zu 700 Watt starke Netzteile.

So testen wir Highend-Grafikkarten

Für diesen kleinen Vergleichstest fließen allerlei verschiedene Grafikkarten mit verschiednen Chips ein, angefangen von mittlerweile veralteten Geforce-8800-GTS-Modellen, die allerdings immer noch erhältlich sind bis hin zu den Highend-Grafikchips von AMD (ATI Radeon HD 4870) und Nvidia (Geforce GTX 285). Sogar Doppeldecker sind mit von der Partie, AMD ATI Radeon HD 4870 X2 sowie Nvidia Geforce 9800 GX2 und Geforce GTX 295.

Die Bewertungskriterien und ihre Gewichtung

3D-Leistung (60 %)
Im ersten Durchlauf erwarten wir nur geringe Bildqualität und begnügen uns mit dem DirectX-9-Modus. Im Zweiten Durchgang wollen wir erfahren, wie sich die Karten bei bester Bildqualität und mit DirectX-10-Effekten schlagen. Wir testen mit den üblichsten Auflösungen, also nacheinander mit 1024 x 768, 1280 x 1024, 1600 x 1200 und 2560 x 1600 Bildpunkten.

Ausstattung (20 %)
Zu den wichtigsten Wertungskriterien gehört der Speicher. Wir bewerten die Kapazität, den Typ und die Busbreite. Hinzu kommt die Grafikchip- und Speicherkühlung. Auch die Anschlüsse belohnen wir mit Punkten, außerdem beigelegte Adapter, Kabel, Programm, Spiele und sonstiges Zubehör.

Handhabung (10 %)
Hier beurteilen wir das Betriebsgeräusch der Grafikkarten im Ruhezustand und unter Last. Wir ermitteln es mit dem Analysegerät NC10 von Neutrik Cortex Instruments. Wichtig ist auch eine problemlose Installation von Hard- und Software. Für die Qualität des Handbuchs gibt's ebenfalls Punkte.

Service (10 %)
Hier bewerten wir vor allem die Garantiezeit. Den zweiten Schwerpunkt bilden die Service-Leistungen der Hersteller, etwa die Qualität der Hotline. Auch das Internet-Angebot nehmen wir unter die Lupe und sehen nach, ob im Internet Produktinformationen, Handbücher und Hilfreiche Tipps und Tools zum Produkt angeboten werden.

1. Platz

Gigabyte Geforce GTX 295 1792MB

Doppeldecker-Grafikkarte mit zwei Highend-Grafikchips. Klar, dass sie damit Leistung ohne Ende bringt – allerdings nicht in jeder Anwendung. Diese Grafikkarte kann ihre Leistung nur bei DirectX-10-Titeln und bei Auflösungen ab 1600 x 1200 Bildpunkten entfalten. Bei niedriger Bildqualität ist sie genauso flott wie ein 100 Euro günstigeres Modell mit nur einem Grafikchip.

2. Platz:

Zotac Geforce GTX 285 Amp! Edition

Hier ist Nvidias aktueller Highend-Grafikchip am Werk. Zudem wurde die Grafikkarte vom Hersteller übertaktet. So erhalten Sie eine schnelle Karte wenn Sie hohe Auflösung bei bester Bildqualität genießen wollen. Der Aufpreis dieses getunten Modells von 20 Euro gegenüber einer normal getakteten Grafikkarte lohnt allerdings nicht.

3. Platz:

Asus ENGTX285 TOP

Für DirectX 10 ideal, große Bildschirme und gut gefüllte Geldbeutel geeignet: Diese Grafikkarte aus dem High-End-Sektor arbeitet mit Nvidias aktuellem Spitzenchip, dem Geforce GTX285. Sie ist für Spieler geeignet, die höchste Bildqualität bei Auflösungen von 1600 x 1200 Bildpunkten in ihren Lieblingstiteln sehen wollen.

4. Platz:

PNY GTX285 XLR8

Die PNY GTX285 XLR8 ist eine flotte PCI-Express-Grafikkarte, die aufgrund fehlender Sonderausstattung und Extrafunktionen noch vergleichsweise günstig ist. Zum Tunen ist sie bestens geeignet, ebenso zum Aufbau eines leisen HD-Video- und 3D-PCs.

5. Platz: Zotac Geforce GTX 280

Dieses Modell in 65-Nanometer-Technik arbeitet noch mit dem Vorgänger der aktuellen Geforce-GTX-285er-Serie, die im 55-Nanometer-Verfahren gefertigt ist. Sie ist zwar nicht so schnell, dafür aber etwas günstiger als ein brandaktuelles Gerät.

Fünf Tipps zum Grafikkartenkauf

AMD oder Nvidia
Je nachdem für welches Lager Sie sich entscheiden, finden Sie entsprechende Treibermenüs vor. AMD-Treiber bieten viel mehr Einstellmöglichkeiten als die von Nvidia. So sind AMD-Treiber für Video-Enthusiasten und Nutzern von mehreren Bildschirmen oder Videogeräten besser geeignet.

Anschlüsse
Normal sind zwei DVI-Buchsen. Hier können Sie – gegebenenfalls über Adapter – auch digitale Fernseher anschließen. Analoge Videogeräte finden ebenfalls den richtigen Anschluss, entweder direkt an der S-Video-Buchse oder mithilfe von Adaptern: Mit dabei sind einer in S-Video-HDTV- und einer in DVI-VGA-Ausführung.

Arbeitsspeicher
1024 MB GDDR3-Speicher avancieren im gehobenen Preissegment zum Standard – denn 1024 MB sind genau richtig, um bei höchster Bildqualität im DirectX-10-Modus Kantenglättungsfilter ohne größere Performance-Verluste aktivieren zu können.

Kühlung
Highend-Grafikkarten kommen mit einem großen Lüfter, der die enorme Hitzeentwicklung des Grafikchips vom Kühlkörper in das Innere des PC-Gehäuses transportiert. Deswegen ist es wichtig, dass im Inneren des PC ein stetiger Luftaustausch vorliegt. Eventuell müssen Sie einen Lüfter in die Gehäusefront einbauen. Kaufen Sie am besten ein flüsterleises Modell mit einer Lautstärke um die 10 dB(A), Preis: ab 7 Euro.

Lieferumfang
Bei günstigen Modellen ist der Lieferumfang sehr sparsam. Im Idealfall finden Sie zur Grafikkarte den einen oder anderen Adapter, um weiterhin auch noch analoge Bildschirme sowie Videokomponenten wie Videorecorder und Beamer anschließen zu können.

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