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HDTV: HD-Fernsehen am PC empfangen

HDTV im Büro  

HD-Fernsehen am PC empfangen

21.05.2010, 13:30 Uhr | t-online.de, t-online

HDTV: HD-Fernsehen am PC empfangen. HDTV am PC empfangen. (Foto: t-online.de)

HDTV am PC empfangen. (Foto: t-online.de) (Quelle: t-online)

Das superscharfe Fernsehen HDTV kann auch am PC ein echtes Vergnügen sein. Mit der richtigen Ausstattung wie TV-Karte und TFT-Monitor verwandeln Sie den heimischen Computer in ein Multimedia-Talent, das es mit teuren HDTV-Anlagen aus dem Elektronikmarkt aufnimmt. Sogar das Satelliten-HDTV HD+ lässt sich am PC bestaunen. Allerdings reicht es nicht, nur einen TV-Empfänger in den Computer zu stecken. Wir zeigen, welche Hardware Sie für HDTV am PC benötigen.

HD-Fernsehen bringt eine deutlich höhere Bildauflösung, die ein schärferes Bild mit mehr Details ermöglicht, und optionalen Mehrkanalton (Dolby Surround). Voraussetzung für den modernen HDTV-Empfang ist ein digitaler Kabelanschluss (DVB-C) oder digitales Satelliten-Fernsehen (DVB-S2). HDTV über Antennenfernsehen (DVB-T) ist derzeit in Deutschland nicht möglich. Daher sollte zuerst der heimische TV-Anschluss überprüft werden, der letztlich über die Auswahl entscheidet. Denn die Vielfalt der HDTV-Sender ist bei beiden Empfangsarten in etwa gleich. Nur so mancher Kabelanbieter strahlt das hochauflösende Fernsehen der Privatsender RTL und ProSiebenSat1 noch nicht aus. Wichtig: Für den HDTV-Empfang per Kabel können Zusatzkosten entstehen. Für das HTDV der Privaten von RTL und ProSiebenSat1 entstehen jährliche Abonnement-Kosten von 50 Euro sowie ein Anschaffungspreis für das entsprechende Kartenmodul.

HDTV-Empfang am PC mit diesen Komponenten

Für den HDTV-Empfang am PC ist kein High-End-Computer nötig. Die Rechenarbeit übernimmt die spezielle TV-Hardware. Allerdings sollte der PC über einen Doppelkern-Prozessor wie einen Intel Core 2 Duo, mindestens 1 GB Arbeitsspeicher und eine Grafikkarte mit HDMI-Ausgang und einer Unterstützung der HDCP-Verschlüsselung verfügen. Da HDTV auch Mehrkanalton unterstützt, machen zusätzlich eine 5.1-Soundkarte, die mittlerweile auf den meisten Mainboards verbaut ist, und eine entsprechende Lautsprecher-Anlage Sinn. Einen betagten Schreibmaschinen-Ersatz für den HDTV-Empfang aufzurüsten, könnte teuer werden. Da lohnt sich ein neuer PC eher.

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DVB-Empfänger extern oder zum Einbauen

Zentrale Komponente für jede Aufrüstung zum Fernseh-PC ist der HDTV-Tuner. Geeignete HDTV-Empfänger gibt es sowohl zum internen Einbau als PCI-Karte oder als externe Settop-Box. Für welche Variante Sie sich entscheiden, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Wer lieber seine USB-Anschlüsse frei halten möchte, wird sich für eine interne Lösung entscheiden. Wem das Aufschrauben des Computers zu viel Aufwand ist, oder wer den TV-Tuner an mehreren PCs verwenden will, der sollte sich für eine Settop-Box entscheiden.

Lösungen für jeden Geldbeutel

Günstige HDTV-Karten für den PCI-Slot gibt es bereits ab etwa 30 Euro, für gute Geräte von Markenherstellern wie TerraTec und TechniSat wird locker das Doppelte fällig. Externe HDTV-Empfänger können hingegen auch über 100 Euro kosten. Allerdings ist die Auswahl an HD-tauglichen Empfängern für den Computer eher überschaubar. Dürftiger wird es, wenn Sie Pay-TV in High Definition schauen möchten, denn nur wenige HDTV-Empfänger für den PC besitzen den fürs Pay-TV von Sky und Co. aber auch HD+ unverzichtbaren Kartenslot. Wichtig: Wer den PC als Rundfunkempfänger nutzt, muss diesen bei der GEZ anmelden. Allerdings kostet das sogenannte "neuartige" Rundfunkgerät nur dann Gebühren, wenn in dem Haushalt noch kein TV-Gerät angemeldet ist.

Großer Monitor ist Pflicht

High-Definition-Fernsehen erfordert darüber hinaus einen TFT-Monitor mit entsprechender Auflösung. Dabei reicht für den bisher üblichen HD-Standard 720p ein Monitor mit der Auflösung von 1280 auf 720 Pixel. Für den Full HD-Standard, in dem auch die Filme auf Blu-ray-Discs gespeichert sind, benötigen Sie hingegen einen Monitor, der die relativ hohe Auflösung von 1920 auf 1080 Pixel bewältigen kann. Solche Geräte finden Sie hauptsächlich in Größenklassen ab 22 Zoll. Ohnehin macht HDTV mit seinen vielen erkennbaren Details erst auf größeren Bildschirmen richtig Spaß. Aufgrund einer möglichen HDCP-Entschlüsselung und der besseren Bildqualität sollte der Monitor zudem mit einem HDMI-Kabel an den Computer angeschlossen werden - so wie es bei LCD-Fernsehern auch der Fall ist.

Ratgeber - HD-Fernseher richtig anschließen: Tipps

Festplatten-Größe bei Videorekorder beachten

Mit einem TV-Tuner ist der PC bereits empfangsbereit für Fernsehsignale. Wer jedoch mehr als nur fernsehen möchte, sollte über zusätzliche Hardware nachdenken. Für den Betrieb des Computers als Festplattenrekorder ist eine relativ große Festplatte sinnvoll. 250 Gigabyte oder mehr sollte es dabei schon sein. Ist der Speicher kleiner, empfiehlt sich ein Upgrade - auch möglich in Form einer externen Festplatte. Allerdings lassen sich nur die Öffentlich-Rechtlichen TV-Sender aufzeichnen; das verschlüsselte Programm von RTL und ProSieben hingegen nicht.

Videoaufnahmen am PC abspielen

Die meisten TV-Karten werden mit einer passenden Software geliefert. Diese reicht in den meisten Fällen aus, ist aber nicht immer fehlerfrei. Nutzer bemängeln bei manchen Herstellern häufige Programmabstürze. Daher haben freie Entwickler auch kostenlose Alternativ-Software wie ProgDVB im Internet veröffentlicht. Diese beherrschen oftmals - wie Standard-Tools auch - die Timeshift-Funktion: Damit lässt sich das aktuelle Programm anhalten und zu einem späteren Zeitpunkt versetzt weiter ansehen. Wer seinen PC als Videorekorder einsetzt, benötigt dazu keine Extra-Software. So ziemlich jedes Tool, das Digital-TV anzeigt, kann das Programm auch auf der Festplatte speichern. Zum Anschauen empfehlen sich dann allerdings Alleskönner wie VLC media player, die viele Videoformate problemlos abspielen. Aber auch Kaufsoftware wie Power DVD oder Nero Showtime, die eventuell bereits auf dem Computer installiert sind, sollte die TV-Mitschnitte darstellen können.

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