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USB-Typ-C: Hersteller wollen Klinkenstecker loswerden

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Audio-Revolution  

Gerätehersteller wollen Klinkenstecker loswerden

14.04.2016, 17:35 Uhr | jhof, t-online.de

USB-Typ-C: Hersteller wollen Klinkenstecker loswerden. Der 3,5-Millimeter-Klinke droht das Aus. Gerätehersteller setzen auf die digitale Schnittstelle UBS Typ-C. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der 3,5-Millimeter-Klinke droht das Aus. Gerätehersteller setzen auf die digitale Schnittstelle UBS Typ-C. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Industrie will dem analogen Klinkenstecker den Garaus machen. Für Millionen von Smartphone-, Tablet- und PC-Nutzer bedeutet dies künftig neue Kopfhörer – doch auch der Griff zum Adapter könnte eine herbe Enttäuschung sein.

Der vertraute Klinkenstecker soll bald durch den flachen USB-Stecker Typ-C verdrängt werden. Es besteht der "starke Wunsch" der Gerätehersteller, die analoge 3,5-Millimeter-Audiobuchse abzuschaffen, berichtet "Heise online". Für die Ausmusterung der Mini-Klinke werden vor allem zwei Gründe angeführt: Zum einen verbrauche sie zu viel Platz. Zum anderen verbrauche das analoge Bauteil überproportional viel Strom. 

In einigen neuen Geräten ist der Nachfolger der USB-Buchse schon enthalten: Als Kombi-Schnittstelle für sowohl Stromlade- als auch USB- und HDMI-Kabel. Die flache Buchse hat damit das Zeug, den bislang üblichen MicroUSB-Anschluss als Universal-Ladegerät abzulösen. Allerdings ist zu befürchten, dass mit dem Wegfall des Klinkensteckers auch neue Headsets bei Neuware fällig werden. Schon heutzutage verzichten einige Smartphone-Hersteller auf ein Headset und liefern ihre Geräte ohne die Ohrenstöpsel aus. 

Intel und Co. federführend

Um den Wechsel von der analogen zur digitalen Buchse noch attraktiver zu machen, will das Standardisierungsgremium USB-IF (Universal Serial Bus Implementers Forum) bis Mitte des Jahres einen Standard namens Typ-C-Audio erarbeiten. Dem Gremium gehören Technik-Größen wie etwa Intel und Texas Instruments an.

Der runde, analoge Klinkenstecker soll der breiten Audio-Buchse weichen. (Quelle: t-online.de)Der runde, analoge Klinkenstecker soll der breiten Audio-Buchse weichen. (Quelle: t-online.de)

Kopfhörer, aber auch Mikrofone, sollen dann laut USB-IF ausschließlich über die digitale Buchse angesprochen werden. Die Grundlagen dafür formulierte man schon 1998. Auch neue Audio-Formate zählen dazu, wie aus Entwickler-Papieren hervorgeht, die t-online.de vorliegen. Die älteren Formate wie etwa MP3 werden nur der Abwärtskompatibilität wegen beibehalten. 

Windows 10 fit für Typ-C-Audio?

Die aktuellen Betriebssysteme sind schon für den Einsatz einer künftigen digitalen Audio-Buchse ausgelegt. So ist etwa Windows 10 laut Microsofts Anforderung für Typ-C-Anschlüsse in der Lage, einen USB-Typ-C-Analogeingang als 3,5 mm Audio-Buchse zu erkennen, wenn die Hardware die Funktion unterstützt.

Sollte sich Typ-C-Audio durchsetzen, bringt dies Einschnitte bei der Nutzung der Geräte mit sich. Für den Anschluss älterer Kopfhörer, etwa am Smartphone, wird ein Adapter nötig sein – auch der Mitschnitt von Musik, etwa das Digitalisieren von Schallplatten-Aufnahmen über die Buchse an einem PC, wäre dann wohl nicht mehr so ohne weiteres möglich. 

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