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Googles "Lausch-Sprecher" Home hat Lernpotenzial

dpa-tmn, t-online, Till Simon Nagel, hd

Aktualisiert am 09.08.2017Lesedauer: 3 Min.
Für knapp 150 Euro schickt der Suchriese seinen vernetzten Lautsprecher Google Home ins Rennen.
Für knapp 150 Euro schickt der Suchriese seinen vernetzten Lautsprecher Google Home ins Rennen. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa-bilder)
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Nach Amazon bringt jetzt auch Google einen Lautsprecher mit Sprachassistent. Google Home soll die Steuerzentrale für das smarte Zuhause in Deutschland werden. Ein Test zeigt, was den Lautsprecher von der Konkurrenz unterscheidet.

Für knapp 150 Euro schickt der Suchriese seinen vernetzten Lautsprecher Google Home ins Rennen gegen Alexa und Co. Der in mattem Weiß und Grau gehaltene Lautsprecher soll Steuerzentrale im smarten Zuhause sein. Die Lautsprecherabdeckung lässt sich austauschen und wird auch in anderen Farben angeboten.


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Ein Vorab-Test der US-Version durch t-online.de zeigt. dass Google Home viel Potenzial hat, dieses aber noch nicht voll ausschöpft. So klappte die Verbindung zu Musik-Streaming-Diensten nicht, wohl aber zur smarten Lichtsteuerung von Philips Hue. Beliebt sind Funktionen wie die Wettervorhersage, der Wecker und die Wiedergabe von Naturgeräuschen wie Regen, Wind und Meeresrauschen als Einschlafhilfe.

Die Installation ist kinderleicht und blitzschnell

Die Installation ist denkbar einfach und dauert weniger als drei Minuten. Auspacken, einschalten, App auf das Smartphone laden und verbinden. Alles, was man sonst noch braucht, ist ein Google-Konto, schon ist der Sprachcomputer mit dem Google Assistant einsatzbereit.

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Einfache Abfragen und Kommandos arbeitet Google Home sehr gut ab. Man kann Einkaufslisten anlegen, Erinnerungen stellen oder – falls man Google den Komplettzugriff gibt – schauen, wann der gebuchte Flieger geht. In die Kategorie "nett, aber verzichtbar" gehören kleine Späße wie Witze auf Kommando oder ein gesungenes Ständchen.

Kompatibel mit Streaming- und Heim-Überwachungsdiensten

Auch Streamingdienste wie Spotify, Deezer oder Google Play Musik lassen sich verknüpfen. Über "TuneIn" spielt Google Home Radiosender aus aller Welt. Klanglich ist das okay, ein Ersatz für die Hifi-Anlage aber nicht. Wer ohnehin schon im "Googleversum" unterwegs ist, kann auch seine Chromecast-Streaminggeräte über Google Home steuern. Dann kann man den Fernseher auch als Display nutzen.

Auch Smarthome-Lösungen kann Google Home ansteuern. Diverse Heimüberwachungsdienste oder vernetzte Glühbirnen lassen sich bereits einbinden. Per Kommando "Okay, Google. Grünes Licht im Wohnzimmer" gibt es dann etwa Waldstimmung in der Wohnung. Mit kompatiblen Thermostaten könnte die Box auch die Temperatur regeln.

Alles hat seinen Preis

Damit der Google Assistent seine Arbeit gut erledigen kann, muss er so viel wie möglich über seinen Nutzer wissen. Alle Sprachkommandos werden gespeichert und können im Google-Konto unter "Meine Aktivitäten" eingesehen und gelöscht werden.

Mit jedem Kommando soll der Assistent schlauer werden und bessere Antworten liefern, so das Versprechen. Doch mit jedem Kommando erhält Google auch mehr Daten über den Nutzer. Außerdem lauscht Home – genau wie Amazons Echos und Dots – ständig und wartet auf sein Aktivierungskommando. Das lässt sich aber per Knopfdruck abstellen.

Anfangs sind Konflikte vorgesehen

Ganz konfliktfrei ist der Umgang im Alltag aber nicht. Denn die Kommandos sind teils sehr eng gefasst, was manchmal zu absurden Gesprächen führt. Das Radio läuft, und das Telefon klingelt. Mit dem Kommando "Okay, Google. Ausschalten", kommt man da nicht weiter. "Entschuldigung, ich weiß nicht, wie ich da helfen soll", sagt die Computerstimme.

"Deaktivieren", ist der nächste Versuch. Wieder nichts. Auf das deutlich genervte "Okay, Google. Schalt dich ab" antwortet die Box fast entschuldigend: "Okay, ich höre auf zu reden." Die Musik läuft indes weiter, bis ein Stupps auf das Bedienfeld der Box sie endlich stumm schaltet. Schöne neue Welt.

Doch mit etwas Übung verstehen sich Mensch und Maschine mit der Zeit gut, und man lernt die gegenseitigen Grenzen kennen. Wer einmal weiß, welche Funktionen Google Home unterstützt, hat einen praktischen Assistenten für viele Gelegenheiten und ein brauchbares Radio.

Aktivierungskommando änderbar

Was Google allerdings wirklich ändern sollte, ist das Aktivierungskommando. Jedes "Okay, Google" ist eines zu viel. Vor allem, wenn die Box ein Kommando nicht versteht und man sie nochmal mit "Okay, Google" ansprechen muss, und noch mal, und noch mal.

Fazit: Insgesamt ist Google Home ein solides Produkt mit ordentlich Potenzial für die Zukunft. Der Umgang mit der Box ist unkompliziert, Kommandos werden meistens gut verstanden, die Sprachausgabe ist angenehm. Nur überfordern darf man den kleinen Lausch-Sprecher nicht.

In eigener Sache: t-online.de ist News-Partner von Google Home.

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