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Darauf mĂŒssen Sie beim Monitor-Kauf achten

dpa, JB

02.01.2018Lesedauer: 3 Min.
Als Kunde haben Sie die Wahl zwischen unzÀhligen Modellen in verschiedenen Preisklassen.
Als Kunde haben Sie die Wahl zwischen unzÀhligen Modellen in verschiedenen Preisklassen. (Quelle: /dpa-bilder)
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Wer einen neuen Monitor fĂŒr den heimischen Rechner kaufen will, muss sich nicht nur ĂŒber die technischen Anforderungen informieren. Auch ergonomische Aspekte sollten Kunden nicht vernachlĂ€ssigen. t-online.de verrĂ€t die wichtigsten Tipps.

Soll es ein neuer Bildschirm fĂŒr den PC sein, fangen die Probleme an: Nicht, dass es ein Problem wĂ€re, geeignete Modelle zu finden - im Gegenteil. Man hat die Wahl zwischen vielen Modellen. Bis zu mehreren tausend Euro lassen sich fĂŒr einen Monitor anlegen. Das ist aber meistens nicht nötig.

Welchem Zweck dient der Monitor?

"Wer einen neuen Monitor kaufen möchte, sollte sich zunĂ€chst ĂŒberlegen, fĂŒr welche Anwendungen er ihn nutzt", rĂ€t Ulrike Kuhlmann vom "c't"-Fachmagazin. Wer keine Fotos bearbeitet oder Computerspiele spielt, stelle nur geringe Anforderungen. "Zum Surfen und Schreiben ist fast jeder Monitor geeignet."

Damit die Nutzung des neuen Bildschirms komfortabel ist, sollte man beim Kauf vor allem auf ergonomische Eigenschaften achten, rĂ€t Jenny Braune von der Stiftung Warentest. "Wenn man spĂ€ter am Schreibtisch sitzt, sollten die Augen ungefĂ€hr auf Höhe der oberen Kante des Bildschirms sein. Diese Einstellung beugt Nackenproblemen vor." Hierzu sollte der Fuß des Monitors höhenverstellbar sein und eine stabile Verarbeitung vorweisen, um nicht zu wackeln.

Die richtige GrĂ¶ĂŸe

Die GrĂ¶ĂŸe des Bildschirms sollte danach gewĂ€hlt werden, wie und woran man arbeitet. Wenn nur gelegentlich eine E-Mail geschrieben wird, sei ein kleiner Monitor ausreichend. "Öffnet man gerne zwei Dokumente nebeneinander, sollte der Bildschirm etwas breiter sein", rĂ€t Jenny Braune. "FĂŒr Spiele oder Bildbearbeitungen, bei denen man verschiedene Reiter oder Programme gleichzeitig öffnet, sind sehr große Bildschirme sinnvoll."

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Die Bild-Auflösung

Ulrike Kuhlmann empfiehlt, einen Bildschirm mit mindestens 22 Zoll Bildschirmdiagonale und Full-HD-Auflösung (1920x1080 Pixel) zu kaufen, der schon ab rund 100 Euro zu haben ist. Von gĂŒnstigeren GerĂ€ten rĂ€t sie ab, da die Auflösung dann zu niedrig sei. Generell steige mit der Höhe der Auflösung auch der Preis der Bildschirme. "FĂŒr Monitore mit Ultra HD, auch 4K genannt, muss man ungefĂ€hr 300 Euro pro GerĂ€t rechnen." FĂŒr BĂŒroarbeiten sei das aber nicht nötig, zumal nicht jede Grafikkarte 4K unterstĂŒtzt. Außerdem sei das Bild bei Ultra HD zwar super fein aufgelöst, aber auch kleiner, was fĂŒr Leute ab 50 Jahren mitunter zu klein sein kann, so Kuhlmann.

Die Auswahl ist groß, doch eine Investition von mehreren tausend Euro ist lĂ€ngst nicht mehr nötig.
Die Auswahl ist groß, doch eine Investition von mehreren tausend Euro ist lĂ€ngst nicht mehr nötig. (Quelle: /dpa-bilder)

Die Display-Technik

Neben der Auflösung ist auch die Display-Technologie wichtig fĂŒr die BildqualitĂ€t. Dabei seien Monitore mit TN-Technik "nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ", findet Ulrike Kuhlmann. Sie empfiehlt stattdessen Monitore mit MVA/PVA- oder IPS-Technik.

Auch die Bildwiederholrate spielt eine Rolle. 60 Hertz seien fĂŒr die BĂŒroarbeit zwingend notwendig, fĂŒr Gamer sei eine höhere Frequenzen von etwa 120 Hertz interessant, sagt Kuhlmann.

GrundsĂ€tzlich rĂ€t Ulrike Kuhlmann zu matten Displays, da sich in glĂ€nzenden OberflĂ€chen zu viel spiegelt. Das Gehirn sei zwar in der Lage, die Spiegelung auszublenden, das sei aber anstrengend. Ebenso wie der blaue Anteil im Lichtspektrum, das der Monitor abstrahlt. Dieser hĂ€lt tendenziell wach und kann bei abendlicher PC-Arbeit zu einem schlechteren Schlaf fĂŒhren. Manche Monitore enthalten Filter, die das blaue Licht in gelbes umwandeln, andere haben diese Einstellung im Betriebssystem. Dieses Feature kann die Augen entlasten, erklĂ€rt die Expertin vom "c't"-Fachmagazin.

Die richtigen AnschlĂŒsse

Wichtig sind auch richtigen AnschlĂŒsse: Vier kommen besonders hĂ€ufig vor, erklĂ€rt Michael Gundall von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. "StandardmĂ€ĂŸig gibt es meist den Anschluss VGA, obwohl der schon veraltet ist. Außerdem gibt es den Nachfolger DVI, den aus der Fernsehtechnik stammenden Anschluss HDMI und den Displayport." Weist der Monitor diese nicht vor, gibt es aber immer noch Adapter.

Um Nackenprobleme vorzubeugen, sollte die Oberkante des Bildschirms auf Augenhöhe sein.
Um Nackenprobleme vorzubeugen, sollte die Oberkante des Bildschirms auf Augenhöhe sein. (Quelle: /getty-images-bilder)
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Das ist nicht so wichtig...

Auf den Energieverbrauch des Monitors mĂŒssen KĂ€ufer nicht mehr besonders achten. "Gerade bei kleinen Monitoren mit LED-Backlight ist das kein Thema mehr", sagt Ulrike Kuhlmann. Vom Kauf eines gebrauchten GerĂ€tes rĂ€t die Expertin eher ab: "Dazu sind die neuen Monitore einfach zu gĂŒnstig." Lediglich bei teuren Bildschirmen ab 1000 Euro könne sich der Gebrauchtkauf lohnen.

Ebenfalls nicht zwingend notwendig sind integrierte Lautsprecher. Die sind zwar praktisch fĂŒr alle, die keine externe Boxen anschließen möchten, bieten aber qualitativ meist nur gerade genug fĂŒr SystemklĂ€nge, nicht aber etwa fĂŒrs Musikhören.

Vermeintlichen PrĂŒf- oder QualitĂ€tssiegeln sollten KĂ€ufer keine große Beachtung schenken, rĂ€t Michael Gundall. "Viele Hersteller haben eigene Siegel. Die sind nicht sehr aussagekrĂ€ftig." Hilfreicher sei es, sich auf seine eigenen Sinne zu verlassen. Im GeschĂ€ft könne man sich beispielsweise leicht einen Eindruck von der BildqualitĂ€t des Monitors verschaffen.

Quelle:

  • dpa
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