Sie sind hier: Home >

Digital

Seite 1 von 3

Starten und Abschalten in Rekordzeit

Die Disziplinen "Starten" und "Herunterfahren" gehören nicht zu den Stärken von Windows XP. Dem Betriebssystem wird es auf diesen Spezialstrecken allerdings unnötig schwer gemacht, mit Bestzeiten zu glänzen. Immens viele Aufgaben muss XP auf dem Weg zum ersten Mausklick erledigen – und bekommt auf dem Weg zur Ziellinie zusätzlich noch jede Menge Gepäck aufgeladen. Ballast, den das System beim Herunterfahren nur schwer wieder los wird. Doch mit einigen Tricks wird Windows zum Super-Sprinter.

Allein durch das Abschalten diverser Suchvorgänge während des Systemstarts wird die Prozedur merklich verkürzt. Und über kleine Optimierungen in der Registrierungs-Datei verringert sich die Zeit, die Windows zum Herunterfahren benötigt, immens. Auf unserem Testrechner verkürzte sich die Zeitspanne zwischen dem Befehl zum Ausschalten und dem eigentlichen Abschalten auf flotte 20 Sekunden.

BIOS darf zuerst ran

Bevor Windows startet, ist aber erst einmal das BIOS (Basic Input Output System) an der Reihe. Dieses "Herz des Rechners" steuert die grundlegenden Systemeinstellungen. Zahlreiche Optionen stehen zur Verfügung, um den Computer an dieser Stelle zu optimieren. Bereits an dieser Stelle können dem Bootvorgang einige Sekündchen abgerungen werden. Leider sind die richtigen Einstellungen bei jeder BIOS-Variante anders bezeichnet, weshalb Sie das Handbuch Ihres Mainboards zur Hilfe nehmen sollten.

Unnötige Laufwerkssuche

Suchen Sie dort nach einer Funktion Floppy drive seek oder ähnlich. Diese Funktion veranlasst den PC bei jedem Start, nach einem Diskettenlaufwerk zu suchen – heute völlig überflüssig, also abschalten. Auf vielen PC wird auch zunächst nach einer CD im CD/DVD-Laufwerk gesucht (Boot sequence). Das macht nur Sinn, wenn Sie von CD bzw. DVD booten wollen. In allen anderen Fällen kostet das unnötig Zeit. Mehr dazu erfahren Sie in unseren Klick-Shows Wichtige BIOS-Einstellungen und BIOS optimieren und tunen.

Windows-Logo abschalten

Immer wenn Windows XP startet, erscheint das chice Logo. Und darunter ein animierter Fortschrittsbalken. Hübsch, aber unnötig: Diese prominente "Werbeeinblendung" verzögert den Systemstart um etwa eine Sekunde. Um diese Zeit einzusparen, darf das lästige Logo ausgeblendet werden. Allerdings nicht ganz folgenlos: "Boot"-Anwendungen wie CheckDisk, Partition Magic oder O&O Defrag sind anschließend nicht mehr in der Lage, ihre Statusmeldungen anzuzeigen. In ihrer Funktionalität als solches werden die Programme natürlich nicht eingeschränkt.

Keine Suche nach Freigaben

Bei jedem Hochfahren des Computer sucht XP automatisch nach freigegebenen Dateien und Ordnern im Netzwerk. Und sucht, und sucht, und sucht .... Bis dies erledigt ist, vergeht einiges an Zeit. Und wessen PC nicht an ein Netzwerk angeschlossen ist, der kann auf dieses Verfahren bedenkenlos verzichten. Wie Sie die unnötige Suche nach Freigaben abstellen, haben wir Ihnen in einer Foto-Show zusammengetragen.

Laufwerkssuche abstellen

Für Windows XP ist damit mit dem Suchen aber noch lange nicht Schluss. Bei jedem Start überprüft das Betriebssystem die im Rechner vorhandenen Schnittstellen auf neu angeschlossene Geräte wie Festplatten oder DVD-Laufwerke. Diese bindet Windows dann ins System ein. Die Suche braucht allerdings Zeit, und muss im Grunde nur dann ausgeführt werden, wenn wirklich ein neues Gerät eingebaut wurde. Deshalb kann die Funktion abgeschaltet werden, solange an der Hardware-Konfiguration nichts verändert wurde. Bei Bedarf lässt sich die Gerätesuche natürlich wieder aktivieren.

Versteckte Autostartprogramme deaktivieren

Einige Programme nisten sich in den Autostartordner ein, und erscheinen bei jedem Start des Systems. Manchmal kann dies nützlich sein, doch oft ist es einfach überflüssig: Bei Bedarf lässt sich jedes Programm per Doppelklick starten. Vornehmlich aber wird durch diese unnötigen Autostarts Platz im Arbeitsspeicher belegt, welcher dann anderen Anwendungen nicht mehr zur Verfügung steht.

Startup aufräumen mit msconfig

Falls der Autostart bereits von unnötigen Ballast befreit sein sollte, und sich trotzdem einige Programme in der Taskleiste ablegen, so können diese über das windowseigene Tool msconfig vom Start abgehalten werden.

Dienste schneller abbrechen

Bis alle diese Arbeitsschritte erledigt sind, kann es schon mal eine kleine Ewigkeit brauchen. Denn bestimmte Dienste nisten sich recht hartnäckig im Speicher des Computers ein und verrichten dort auch nach dem Herunterfahren-Befehl weiterhin brav ihre Aufgabe. Windows XP hat die Eigenart, diese Dienste "sauber" zu beenden – zumindest versucht es das Betriebssystem. Reagiert ein Dienst nicht, so gibt Windows dem widerspenstigem Programm 20 Sekunden Zeit sich abzuschalten. Erst dann wird Windows rabiat und bricht den Dienst von sich aus ab. Wird diese Zeitspanne manuell verringert, so verkürzt sich das Herunterfahren erheblich.

Laufende Programme flott abschalten

Wie bei Diensten kommt es auch bei Programmen vor, dass sie sich bockig verhalten. Trotz mehrfacher Ansprache durch das Betriebssystem reagieren sie einfach nicht. Die Zeit bis zum radikalen Beenden des Programms lässt sich jedoch verkürzen. Und auch die nervige Nachfrage von Windows, ob es dieses oder jenes Programm beenden soll, kann leicht beseitigt werden.

Windows-Ratgeber als Video

Video-Ratgeber rund um Windows finden Sie auf der Computer-Video-Seite. Dort zeigen wir Ihnen unter anderem, wie Sie Windows XP auf Windows-7-Niveau hieven, die Desktop-Suche optimal nutzen und die Festplatte optimieren.





shopping-portal