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Microsoft wird grün - Kooperation mit Yello Strom

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Microsoft wird grün - Kooperation mit Yello Strom

04.03.2008, 15:12 Uhr

Steve Ballmer CEO von Microsoft (Foto: pcwelt)Steve Ballmer CEO von Microsoft (Foto: pcwelt) Strom sparen ist für viele Anwender gleichbedeutend mit Umweltschutz, ein paar Watt hin oder her sparen übers Jahr gesehen jedoch nicht unbedingt Vermögen ein. Ganz anders sieht es hingegen bei Unternehmen aus. Hier kann eine stromsparende Infrastruktur schnell Kosten in vier- bis fünfstelligen Bereichen einsparen vom guten Image, das aktiver Umweltschutz mit sich bringt, ganz zu schweigen. Auf der CeBIT 2008 hat nun Steve Ballmer unter anderem erläutert, welche Anstrengungen Microsoft unternimmt, damit seine Anwendungen stromsparender werden.
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Hierbei hob Ballmer vor allem Windows Vista und Server 2008 hervor. So habe Windows XP im idle Modus noch 100 Watt verbraucht, während es bei Vista nur mehr 3 Watt seien. Für Unternehmen interessant sind hingegen die Verbesserungen in Sachen Stromverbrauch bei Windows Server 2008. Derzeit seien Einsparungen in Datenzentren von bis zu 40 Prozent möglich, das Ende der Fahnenstange sei aber laut Ballmer noch nicht erreicht.

Das Unternehmen will dabei gerade in Sachen Datenzentren mit einem guten Beispiel vorangehen. So will der Konzern künftige Datenzentren an mehreren Kriterien messen, die vor allem im Bereich Umweltverträglichkeit angesiedelt sind. Ein neues Datenzentrum in Quincy, Washington, etwa soll eine ausgeglichene CO2-Bilanz aufweisen. Dazu gehört beispielsweise auch, dass der nötige Strom aus einem Wasserkraftwerk bezogen wird. Und bei einem weiteren Datenzentrum in Irland wurde klar, dass sich die Standortsuche für kommende Datenzentren nach bislang kaum beachteten Gesichtspunkten richten wird. So würde es das Klima in Irland erlauben, dass für die Kühlung des Datenzentrums die normale Außenluft genügt.

Doch nicht nur Unternehmen sollen und wollen sich in Sachen Umweltschutz stärker engagieren, auch jeder Privatanwender kann dazu beitragen, weniger Strom zu verbrauchen. In diesem Zusammenhang haben Microsoft und Yello Strom eine Kooperation angekündigt, die dies jedem Einzelnen möglichst bequem ermöglichen soll.

Kernstück ist dabei der so genannte Yello Strom Sparzähler online. Dieser besteht aus zwei Komponenten: Erstens einem speziellen Stromzähler, der den alten Zähler im Keller ersetzt, und zweitens einer Online-Schnittstelle, über die der Stromkunde in Echtzeit seinen aktuellen Verbrauch einsehen und Einsparmaßnahmen (Ausschalten nicht benötigter Geräte/von Geräten im Stand-by-Modus) direkt an seinem Rechner nachvollziehen kann. Über ein grafisches Interface hat der Kunde dann Zugang zu seinem aktuellen Verbrauch, oder dem Verbrauch in Zeitintervallen wie Tagen, Wochen oder Monaten aussieht. Das System basiert dabei auf Microsoft-Technologie: Im neuen Stromzähler steckt Windows CE, für die Übermittlung der Verbrauchsdaten kommen Biztalk Server, Windows Server und SQL Server zum Einsatz und auf Client-Seite .NET.

Yello Geschäftsführer Martin Vesper erklärte, dass während der Pilotphase des Online-Sparzählers Stromkunden Einsparungen von bis zu 10 Prozent erreicht haben, einfach, indem sie dank der recht intuitiven Bedienung schnell erkennen konnten, wo etwaige Stromfresser stecken, beziehungsweise erstmals sahen, wie sich kleine Änderungen in der monatlichen Stromrechnung bemerkbar machen.

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