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iPad mini 2 und iPad Air im Test: Das kann das iPad 5 von Apple

Das kann das iPad 5 von Apple  

iPad mini 2 und iPad Air im Test: Viel Power auf wenig Platz

02.11.2013, 10:28 Uhr | dpa-tmn

iPad mini 2 und iPad Air im Test: Das kann das iPad 5 von Apple. Beim iPad Air ist das neue iOS 7 vorinstalliert. (Quelle: dpa)

Beim iPad Air ist das neue iOS 7 vorinstalliert. (Quelle: dpa)

Wie üblich erneuert Apple neben dem iPhone auch seine Tablet-PC: Das ultraleichte iPad Air sowie das runderneuerte iPad mini mit hochauflösendem Retina-Display ins Rennen gegen die immer stärker werdende Konkurrenz um Samsung Galaxy Note 3 und Amazon Kindle Fire HD.

Auf den ersten Blick glaubt man beim neuen iPad Air nicht, dass es sich um den "großen" Tablet-PC von Apple handelt. Es ist spürbar dünner und schlanker geworden und wiegt mit 469 Gramm fast 30 Prozent weniger als das Vorgängermodell.

Das Display des überraschenderweise nicht iPad 5 getauften iPad Air entspricht jedoch bis auf den Millimeter genau den Maßen des iPad 4. Und auch die Auflösung (2048 mal 1536 Pixel) ist identisch geblieben.

iPad Air rechnet mit iPhone-5s-Chip

Apple-Chefdesigner Jony Ive hat beim neuen iPad Air aber ähnlich wie beim iPad mini den linken und rechten Bildschirmrand auf eine schmale Leiste reduziert. Damit man beim Halten des Geräts nicht mit dem Daumen oder einem anderen Finger eine ungewollte Aktion am Bildschirmrand auslöst, ignoriert das berührungsempfindliche Display den Haltegriff. Es reagiert aber dennoch auf Wisch-Gesten, etwa beim Umblättern in einem E-Book.

Im Innern des iPad Air und auch des iPad mini arbeitet nun auch der neue Apple-Chip A7, der erstmals mit dem iPhone 5s im September eingeführt wurde. Mit ihm stellt Apple nun auch seine Tablets systematisch auf eine 64-Bit-Architektur um, was sich in den Leistungsdaten niederschlägt. Im Vergleich zum iPad 4 mit dem A6X-Chip zeigen die Coremark-Benchmark-Tests eine Verdoppelung der Leistung an. So viel Power auf so wenig Platz gab es zuvor nicht.

M7-Chip sorgt für lange Akkulaufzeiten

Dem A7-Chip steht wie im iPhone 5s der Co-Prozessor M7 zur Seite. Er erkennt die Bewegungen des Tablets und hilft beim Stromsparen. So registriert der M7 beispielsweise, wenn ein iPad Air im Zug oder Auto transportiert wird und versucht nicht, mit allen WLAN-Stationen am Wegesrand eine Verbindung aufzunehmen.

Somit erreicht das iPad Air im Testbetrieb (Surfen im Web mit WLAN) ähnlich wie das iPad 4 eine Batterielaufzeit von 9,5 Stunden, obwohl das Gehäuse mit einer Stärke von nur noch 7,5 Millimetern keinen besonders dicken Akku aufnehmen kann. Beim Abspielen von Videos hielt das iPad Air sogar über 13 Stunden durch, während dem Vorgängermodell bereits nach gut 6 Stunden die Puste ausging. Für das iPad mini verspricht Apple ähnliche Akkulaufzeiten wie beim großen iPad-Modell. Etwas Geduld benötigen die iPad-Besitzer, bis die Geräte aufgeladen sind. Der komplette Ladevorgang beansprucht knapp 4 Stunden.

iPad mini mit Retina-Display

Das iPad mini hat sich bei den äußeren Abmessungen nicht geändert, verfügt nun aber auch über die hohe "Retina"-Auflösung. In dem Gehäuse steckt wie beim großen Bruder die Kombination von A7 und M7, so dass das kleine iPad zu einem Kraftzwerg mutiert.

Wie beim iPhone 5s bieten beide neuen iPad-Modelle nun vollen Support für den Mobilfunkstandard LTE. Sie unterstützen weltweit 13 unterschiedliche LTE-Frequenzbänder. In Deutschland kann man damit theoretisch Datengeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) erreichen. Im Praxistest wurden Spitzenwerte bis zu 65 Mbit/s erzielt.

Kamera-Update und Fingerabdrucksensor fehlen

Verbessert wurde auch das Verhalten der iPads im WLAN. Hier unterstützt Apple nun den Modus MIMO (Multiple Input, Multiple Output), mit dem die beiden eingebauten Antennen parallel senden und empfangen können. Damit können signifikant höhere Durchsatzraten erzielt werden. Allerdings muss auch die WLAN-Basisstation diesen Modus unterstützen.

Von den Verbesserungen, die mit dem iPhone 5s eingeführt wurden, haben es leider nicht alle in die iPads geschafft. So verzichtete Apple auf das signifikante Upgrade der Kamera an der Rückseite, das im iPhone-Spitzenmodell so überzeugt hat. Apple hat nur die Frontkamera auf eine Auflösung von 1,2 Megapixel für die Fotos beziehungsweise 720p-HD-Video verbessert und setzt auf der Rückseite die gleiche Kamera wie beim iPad 4 ein, die eine volle HD-Auflösung (1080p) bietet. Auch der Fingerabdrucksensor "Touch ID" des iPhone 5s wird nicht in den iPads verbaut, so dass die Tablets weiter nur mit PINs und Passwörtern vor einem unberechtigten Zugriff geschützt werden können.

Besser als das iPad 4

Im Vergleich zum iPad 4 und der ersten Generation des iPad mini bieten das iPad Air und die Neuauflage des iPad mini mit Retina-Display eine signifikante Verbesserung. Beide Tablets profitieren von der Power des Chip-Duos A7/M7. Beim iPad Air sind außerdem das geringe Gewicht und die kompakten Abmessungen Kaufargumente, während sich die Besitzer eines neuen iPad mini auf die hohe Auflösung freuen können.

iPad Air und iPad mini sind teuer

Doch die gute Ausstattung, zu der auch ein üppiges Software-Paket gehört, hat auch ihren Preis: Das iPad Air mit 16 Gigabyte Speicher und WLAN kostet 479 Euro, für die Modelle mit 32, 64 und 128 GB müssen jeweils 90 Euro Aufschlag bezahlt werden. Soll das Gerät auch im Mobilfunknetz unterwegs sein, werden jeweils 120 Euro Aufschlag fällig, so dass sich die Preise zwischen 599 und 869 Euro bewegen.

Die neuen Modelle des iPad mini sind im Vergleich zum iPad Air in den entsprechenden Ausstattungen jeweils um 90 Euro billiger. Die Spanne liegt hier also zwischen 389 Euro (16 GB, WLAN) und 779 Euro (128 GB, WLAN und Mobilfunk). Apple vertreibt aber weiterhin auch die erste Generation des iPad mini für 289 Euro und das inzwischen in die Jahre gekommene iPad 2 für 379 beziehungsweise 499 Euro.

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