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WhatsApp rüstet App um Gratis-Telefonate auf

Jan Koum spricht auf MWC 2014  

WhatsApp rüstet App um Gratis-Telefonate auf

25.02.2014, 18:49 Uhr | dpa, AFP, rtr

WhatsApp rüstet App um Gratis-Telefonate auf. WhatsApp-Gründer Jan Koum zeigte auf dem MWC sein eigenes Handy. Darauf läuft WhatsApp nicht. (Quelle: dpa)

WhatsApp-Gründer Jan Koum zeigte auf dem MWC sein eigenes Handy. Darauf läuft WhatsApp nicht. (Quelle: dpa)

WhatsApp plant eine grundlegende Neuerung in seiner App: Nutzer sollen demnächst kostenlos unter einander telefonieren können. "Wir werden Sprachkommunikation bei WhatsApp im zweiten Quartal dieses Jahres einführen", sagte Unternehmenschef Jan Koum am Montag auf dem Mobile World Congress in Barcelona.

Bislang können über WhatsApp nur Kurzmitteilungen, Fotos, Videos oder Audiodateien ausgetauscht werden. Der Dienst Viber, einer der Hauptkonkurrenten von WhatsApp, bietet Sprachkommunikation bereits an. Derzeit zählt WhatsApp weltweit etwa 465 Millionen aktive Nutzer, die über ihr Smartphone oder ihren Tablet-PC Nachrichten verschicken. Nächstes Etappenziel ist Koum zufolge die Marke von einer Milliarde, die nächste Jahr geknackt werden soll. "Unser Ziel ist es, weltweit auf jedem Mobiltelefon vertreten zu sein."

WhatsApp verdrängt die SMS

WhatsApp gehört zu den beliebtesten Smartphone-Anwendungen (Apps) der Welt. Es ermöglicht Handy-Besitzern, über eine Internetverbindung Kurznachrichten und Fotos an Freunde und Bekannte zu verschicken - und kostet deshalb fast nichts. Schließlich haben die meisten Nutzer eine Internet-Flatrate. WhatsApp verdrängt zunehmend die herkömmliche Kurznachricht SMS, an der die Netzbetreiber kräftig verdienen. Weltweit setzte die Branche voriges Jahr mit SMS nach Berechnungen der Marktforscher von Ovum 120 Milliarden Dollar um. Durch den Siegeszug von WhatsApp gehen den Telekom-Konzernen weltweit also Milliarden-Erlöse verloren.

Facebook zahlt 19 Milliarden für WhatsApp

Facebook-Chef Mark Zuckerberg ist von WhatsApp so angetan, das er für das gerade erst fünf Jahre alte Startup mit ein paar Dutzend Mitarbeitern vorige Woche 19 Milliarden Dollar auf den Tische legte. Die Übernahme macht den aus der Ukraine stammenden WhatsApp-Gründer Koum steinreich. "Letzte Woche habe ich eine Facebook-Freundschaftsanfrage angenommen", scherzte dieser. Wie sich dieser immense Kaufpreis für Zuckerberg und Facebook rechnen soll, ist aber noch unklar, weil WhatsApp keine Werbung schaltet und so gut wie keine Gebühren von seinen Nutzern verlangt.

Nach dem spektakulären Verkauf der Firma an Facebook werde alles bleiben wie es ist, versicherte Koum. "Ich denke, die grundsätzliche Botschaft ist, dass sich unsere Pläne nicht ändern." Facebook-Chef Mark Zuckerberg verstehe sehr gut, dass sein Unternehmen unabhängig bleiben müsse, um weiter erfolgreich zu sein. "Die Partnerschaft von Mark (Zuckerberg) und mir wäre nicht zustande gekommen, wenn wir uns nicht bei der Vision für das Produkt einig wären", sagte er.

Sorgen um den Schutz von Nutzerdaten versuchte Koum zu zerstreuen. "Als Firma wollen wir so wenig wie möglich über unsere Nutzer wissen", wiederholte er frühere Beteuerungen. Auf die Frage, was Facebook von dem Kauf habe, verwies Koum auf die hohen Nutzerzahlen von WhatsApp. Die Anzahl der Nutzer aus Indien, Brasilien und Russland nehme derzeit stark zu. "Unsere Mission ist es, sicherzustellen, dass Menschen einfach kommunizieren können, egal wo sie sind", sagte Koum. Dazu solle auch die neue Telefon-Funktion dienen. Mit der Sprachfunktion macht WhatsApp etablierten Online-Diensten wie Skype Konkurrenz.

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