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Sophie Scholl im Google Doodle: Gedenken am 93. Geburtstag

Gedenken an die Weiße Rose  

Google Doodle erinnert an Widerstandskämpferin Sophie Scholl

09.05.2014, 15:39 Uhr | t-online.de

Sophie Scholl im Google Doodle: Gedenken am 93. Geburtstag. Das Google Doodle für Sophie Scholl erinnert an die Widerstandskämpferin. (Quelle: Google)

Das Google Doodle für Sophie Scholl erinnert an die Widerstandskämpferin. (Quelle: Google)

Sophie Scholl war eine der bedeutendsten Figuren im Widerstand gegen die Diktatur des Nationalsozialismus. An ihrem Geburtstag am 9. Mai erinnert Google mit einem Google Doodle unter anderem an ihr Engagement in der Bewegung Weiße Rose, wegen dessen sie am 22. Februar 1943 hingerichtet wurde.

Der Google Doodle für Sophie Scholl kommt relativ schlicht daher. Das Logo der Suchmaschine wurde angepasst, die Buchstaben sind auf stilisierten Flugblättern - einem Markenzeichen der Weißen Rose - zu sehen. In der Mitte prangt ein gezeichnetes Porträt der Widerstandskämpferin, umgeben von einem Kranz aus weißen Rosen.

Mit der Guillotine enthauptet

Sophie Scholl wurde am 18. Februar 1943 bei einer Flugblattaktion in der Münchner Universität zusammen mit ihrem Burder von einem SA-Mann entdeckt und dem Rektorat übergeben. Nach mehrstündigem Verhör wurden beide von der Gestapo festgenommen. Wie sich aus dem Vernehmungsprotokoll der Gestapo ergibt, versuchte Sophie Scholl konsequent, ihre Freunde zu schützen, indem sie sich und ihren Bruder als die Hauptakteure darstellte.

Vier Tage später, am 22. Februar, wurde sie vom Volksgerichtshof wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat [und] Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt. Gegen 17 Uhr wurde sie im Strafgefängnis München-Stadelheim gemeinsam mit Hans Scholl und dem am 20. Februar festgenommenen Christoph Probst mit der Guillotine enthauptet.

Viele Ehrungen nach dem Tod

Postum wurden Sophie Scholl und ihrem Bruder Hans diverse Ehren zuteil. So wurden in ganz Deutschland etliche Straßen nach ihnen benannt, wobei eine besondere Häufung in der ehemaligen DDR feststellbar war. Die Deutsche Bundespost widmete Sophie Scholl im Jahre 1964 eine Briefmarke aus einem Briefmarkenblock zum 20. Jahrestag des 20. Juli 1944. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der LMU München wählte ihr Bild als Logo und fordert die Umbenennung der Universität in "Geschwister-Scholl-Universität".

So entstand die Idee zum Google Doodle

Das Google Doodle soll an besondere Ereignisse, (National-)Feiertage erinnern, oder bekannte Persönlichkeiten der Weltgeschichte an deren Geburts- oder Todestagen ehren. Das erste Doodle entstand schon vor der offiziellen Gründung des Unternehmens: Die Gründer Larry Page und Sergej Brin spielten 1998 am Firmenlogo herum, um ihre Anwesenheit beim Burning Man Festival in der Wüste Nevadas darzustellen und somit den Google-Usern ihre Abwesenheit in der Firma zu signalisieren.

Zwei Jahre später baten die Gründer ihren Webmaster Dennis Hwang, damals ein Praktikant, ein Doodle zum Tag des Sturms auf die Bastille zu entwerfen. Das wurde von den Usern so gut aufgenommen, dass Dennis Hwang zum "Chief-Doodler" ernannt wurde. Seitdem erscheinen national und international zahlreiche Doodles, die von einem eigens dafür verantwortlichen talentierten Team von Grafikdesignern und Illustratoren erstellt werden. Mitglieder dieses Teams werden firmenintern "The Doodlers" genannt.

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