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Henri de Toulouse-Lautrec: Google Doodle zu Ehren des Malers

Maler des Pariser Nachtlebens  

Google ehrt Henri de Toulouse-Lautrec mit einem Doodle

24.11.2014, 09:29 Uhr | t-online.de, dpa

Henri de Toulouse-Lautrec: Google Doodle zu Ehren des Malers. Google ehrt den französischen Maler Henri de Toulouse-Lautrec mit einem Doodle. (Quelle: Google)

Google ehrt den französischen Maler Henri de Toulouse-Lautrec mit einem Doodle. (Quelle: Google)

Der Suchmaschinen-Riese Google ehrt am 24.11.2014 den französischen Maler Henri de Toulouse-Lautrec mit einem eigenen Google Doodle. An diesem Tag vor 150 Jahren erblickte der Sohn aus guter Familie das Licht der Welt.

Toulouse-Lautrec war 36, als er am 9. September 1901 an den Folgen von Alkoholmissbrauch und Syphilis starb.

Gefeiert als Maler des Pariser Nachtlebens

Der am 24. November 1864 im südfranzösischen Albi geborene Aristokratensprössling wurde einst als Maler des Pariser Nachtlebens gefeiert, heute gilt er als Meister der Plakatkunst, Vorläufer der Moderne und Chronist einer Epoche. Toulouse-Lautrec war in der Pariser Nachtwelt zwischen dem Place Pigalle und dem Place Blanche zuhause; dort, wo noch heute das Moulin Rouge und viele Sex-Shops ihre Adresse haben. In den Amüsierbetrieben fand er seine Themenwelt.

Er stammte aus einem der ältesten und reichsten Adelshäuser Frankreichs. Um den Besitzstand zu wahren, deren Ahnenstamm bis auf Karl den Großen zurückgeht, heiratete man innerhalb der Familie. Seine Eltern waren Cousin und Cousine. Toulouse-Lautrec litt nach heutigen Erkenntnissen an einem Knochenleiden, das sein Wachstum behinderte. Er wurde nur knapp über 1,50 Meter groß. Mit der von den Eltern gewünschten militärischen Karriere war es somit vorbei. Statt zu reiten, begann er mit dem Malen.

Zuhause im legendären Moulin Rouge

Mit Gehstock und auf spindeldürren Beinen ging er als junger Erwachsener nach Paris. Vor allem im legendären Tanzpalast Moulin Rouge am Boulevard de Clichy war Toulouse-Lautrec zuhause. Er zeichnete die Tänzerinnen vorzugsweise beim wilden Cancan. Zu seinen Lieblingsfrauen gehörten Jane Avril, die ihre Beine wie "Orchideen im Delirium" bewegt haben soll, oder die derbe "La Goulue", die deshalb die Gefräßige genannt wurde, weil sie die Angewohnheit hatte, die Gläser der Gäste leer zu trinken.

Vornehme Herren, die in Cabarets in Gesellschaft von Huren an Tischen mit Champagnergläsern saßen. Frauen, die sich breitbeinig ausruhen oder vor dem Spiegel kämmen: Kein anderer wagte einen so tiefen Einblick in das Rotlichtmilieu seiner Zeit. Doch seine Bilder waren mehr als nur ein Blick in die Bordelle und die republikanische Dekadenz. Sie trugen zur Anerkennung des Plakats als Kunstform bei. Dabei sei nur an das weltberühmte Plakat des Chansonniers und Satirikers Aristide Bruant mit Gehstock und schwungvoll gewundenem roten Schal zu denken.

So entstand die Idee zum Google Doodle

Das Google Doodle soll an besondere Ereignisse, (National-)Feiertage erinnern, oder bekannte Persönlichkeiten der Weltgeschichte an deren Geburts- oder Todestagen ehren. Das erste Doodle entstand schon vor der offiziellen Gründung des Unternehmens: Die Gründer Larry Page und Sergej Brin spielten 1998 am Firmenlogo herum, um ihre Anwesenheit beim Burning Man Festival in der Wüste Nevadas darzustellen und somit den Google-Usern ihre Abwesenheit in der Firma zu signalisieren.

Zwei Jahre später baten die Gründer ihren Webmaster Dennis Hwang, damals ein Praktikant, ein Doodle zum Tag des Sturms auf die Bastille zu entwerfen. Das wurde von den Usern so gut aufgenommen, dass Dennis Hwang zum "Chief-Doodler" ernannt wurde. Seitdem erscheinen national und international zahlreiche Doodles, die von einem eigens dafür verantwortlichen talentierten Team von Grafikdesignern und Illustratoren erstellt werden. Mitglieder dieses Teams werden firmenintern "The Doodlers" genannt.

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