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Smarthome: LED-Beleuchtung kann nicht nur Strom sparen


Smarthome  

LED-Beleuchtung kann mehr als nur Strom sparen

Von Andreas Lerg

21.02.2015, 09:54 Uhr
Smarthome: LED-Beleuchtung kann nicht nur Strom sparen. Mit LED-Lichtsystemen spart man nicht nur Energie, sondern kann auch Akzente setzen. (Quelle: Andreas Lerg )

Mit LED-Lichtsystemen spart man nicht nur Energie, sondern kann auch Akzente setzen. (Quelle: Andreas Lerg )

Teuer, schwach und hässlich grellweiß: Was einst für LED-Lampen galt, ist längst überholt. LEDs gibt es in verschiedenen Weißtönen, Formen und mit allen Lampenfassungen. Aber nicht nur das: Mit vernetzten Lichtsystemen lassen sich dank farbiger LEDs auch schöne Farbstimmungen erreichen. Und im Smart Home sind noch viele interessante Funktionen machbar.

Die ersten "Licht emittierenden Dioden", so die vollständige Bezeichnung für LEDs, konnten nur kaltes bis blauweißes Licht abstrahlen. Die Farbtemperatur – gemessen in Grad Kelvin – lag bei etwa 6000 bis 6500 Kelvin. Da normale Glühbirnen ein warmweißes Licht von etwa 2600 bis 3000 Kelvin abstrahlen, wurde das kalte LED-Licht als ungemütlich empfunden. Das hat sich längst geändert – sofern es sich um qualitativ bessere Ware handelt. Bei Discountartikeln aus dem Billigregal sollte man genauer hinschauen.

Farbe ins Spiel bringen

Moderne LED-Lampen bieten nicht nur verschiedene Weißtöne von 2700 bis 6500 Kelvin. Sie können oft als RGB-LED-Lampen auch alle Farben des Regenbogens darstellen. Zudem sind sie meist auch dimmbar. Der Handel bietet einzelne, farbige LEDs mit Fernbedienungen an, sodass die einzelne Lampe gedimmt und ein Farbton gewählt werden kann. Diese "Einzellösungen" sind auch häufig günstig zu finden und kosten selten mehr als 25 bis 30 Euro.

Wer aber mehr als nur die zentrale Zimmerlampe ersetzen will, der sollte sich moderne LED-Lichtsysteme wie zum Beispiel Philips Hue oder Osram Lightify anschauen.

LED-Lichtsysteme per WLAN steuern

Die beiden Lichtsysteme arbeiten mit vernetzten LED-Leuchmitteln. Damit kann der Nutzer die Beleuchtung in seinen Räumen inszenieren. Beide Systeme arbeiten mit einer sogenannten Bridge, die mal per LAN-Kabel (Philips Hue) mal per WLAN (Osram Lightify) an den Internet-Router angeschlossen wird. Mithilfe dieser Bridge können bei beiden Systemen bis zu 50 Lampen verbunden und drahtlos gesteuert werden. Mit einer App auf dem Smartphone kann der Nutzer über WLAN oder aus der Ferne die einzelnen Lichter steuern.

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Nutzern Sie bereits LED-Leuchtmittel zum Energiesparen?

Sowohl die Helligkeit als auch die Farbtemperatur und Farbe der LEDs lässt sich auf diese Weise regeln. Philips und Osram bieten LED-Lampen in Glühbirnenform an. Weiterhin gibt es von beiden Herstellern auch LED-Lichtbänder zum Ankleben.

Lichtszenen mit LEDs programmieren

Mit den LED-Leuchtmitteln können in Räumen Lichtszenen geschaffen werden. In unserem Testhaushalt ist der Fernseher auf der Rückseite mit einem LED-Leuchtband beklebt. Zwei weitere LED-Lampe sind im Raum verteilt. Alle drei Leuchtmittel sind zu einer Gruppe zusammengefasst, für die sich unterschiedliche Kombinationen aus Farbtönen und Helligkeitsstufen vordefinieren lassen.

Zwei Szenen sorgen für passend gedimmtes Ambiente beim Fernsehen – mal mit warmen Farben, mal mit eher kühlen Tönen. Eine dritte Szene sorgt für angenehm helles und blendfreies Licht zum Lesen. Die Szenen können jeweils über die Smartphone-App aktiviert werden. Das Erstellen der Szenen ist simpel: Man stellt alle Lampen in der Gruppe nach Wunsch ein und speichert diesen Zustand als neue Szene ab.

Kombination mit Bewegungsmelder

Kombiniert der Nutzer ein solches Lichtsystem mit einer Smarthome-Lösung wie beispielsweise Qivicon, lassen sich weitere Funktionen umsetzen. Ist beispielsweise niemand zu Hause und stellt ein Bewegungsmelder einen Eindringling fest, dann kann das Smarthome reagieren und alle vernetzten Lichter einschalten. Oder die Lampen reagieren wie eine Alarmanlage und blinken rot. Alternativ wird mit der Beleuchtung die Anwesenheit simuliert, während die Bewohner in Urlaub sind.

Einstieg ist bezahlbar

Wer mit einem solchen Lichtsystem starten will, braucht ein Startset. Das Set von Osram kostet im Schnitt 80 Euro und enthält neben der Bridge eine RGB-Lampe für eine E27-Fassung. Philips bietet mehrere Startsets ab 100 Euro an, die neben der Bridge auch zwei bis drei Leuchtmittel enthalten.

Der Einstieg ist also durchaus bezahlbar, wenn man es mit konventionellen Lösungen vergleicht, die ähnliches können, aber ein Vielfaches kosten. Die verschiedenen Produkte von Osram sind etwas günstiger als die von Philips. Beide Systeme haben gemeinsam, dass sie schnell und leicht selbst installiert werden können. Weitere Anbieter wie beispielsweise IWY-Light haben mittlerweile ähnliche Lösungen auf den Markt gebracht.

Lampen mit "Gedächtnis"

Die die Entwicklung solcher Systeme geht weiter. Die per Crowd-Funding realisierten Lampen Beon Home merken sich, wie der Nutzer sich im Haus bewegt und wann er wo und wie lange Licht einschaltet.

Ist der Bewohner abwesend, simulieren die Lampen dann sein Verhalten. Da sie auch mit Mikrofonen ausgestattet sind, "hören" die Lampen, wenn es an der Haustür klingelt und simulieren dann, wie jemand durch das Haus in Richtung Haustür geht und dabei ein Licht nach dem anderen einschaltet.

Sanfte Stimmung zum Aufwachen

Der US-Hersteller Stack hat eine intelligente LED-Lampe namens "Alba" entwickelt, die derzeit über Crowd-Finanzierung realisiert werden soll. Darin steckt neben dem dimm- und färbbaren LED-Emitter auch ein Bewegungsmelder und einiges an Elektronik.

Die Lampe ist lernfähig und passt sich an die Lebensgewohnheiten des Nutzers an. So lernt sie, wann der Nutzer in der Regel morgens aufsteht und sorgt dann automatisch mit kühlem Licht für ein sanftes Erwachen. Im Wohnzimmer schafft sie am Abend automatisch warmes, gemütliches Licht. Die Idee dahinter ist, dass der Nutzer Lichtstimmungen nicht mehr selbst festlegen und beispielsweise per Smartphone einschalten muss. Statt dessen soll die Lampe vollautomatisch immer das ideale Licht liefern.

LED-Lampen mit Zusatzfunktionen

Verschiedene Anbieter setzen mit LED-Lampen noch ganz andere Funktionen um. Der chinesische Hersteller Sengled stattet seine Lampe "Boost" mit einem WLAN-Repeater aus. Damit lassen sich dann Funklöcher bei der drahtlosen Internetversorgung stopfen. Ebenfalls von Sengled ist die LED-Lampe "Snap", in der eine Videokamera und ein Mikrofon eingebaut ist, damit sie zur Raumüberwachung genutzt werden kann.

In der Sengled "Pulse", der "Playbulb" von MiPow oder der LED-Lampe "LSX 10" des Herstellers Scott ist jeweils ein Funklautsprecher eingebaut. Via Bluetooth oder einer dazugehörige Dockingstation kann dann über die die LED-Lampe drahtlos Musik beispielsweise vom Smartphone wiedergegeben werden. Die Zeiten, in denen Lampen einfach nur den Raum erhellten, sind vorbei.

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