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iPhone-Streit: Apple-Verschlüsselung weist Lücke auf

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Rückschlag im iPhone-Streit  

Forscher finden in iMessage Schwachstelle in der Apple-Verschlüsselung

21.03.2016, 13:43 Uhr | dpa

Der US-Konzern Apple liegt derzeit im Streit mit der US-Regierung. Grund dafür ist die eventuelle Entsperrung von iPhones. Nun berichten US-Forscher von einer Lücke in der Verschlüsselung, über die Angreifer auf einige verschickte Fotos und Videos zugreifen könnten.

Die Schwachstelle stecke in der Krypto-Technologie von Apples hauseigenem Kurzmitteilungsdienst iMessage, erläuterten die Experten der Johns Hopkins University in der "Washington Post". Apple erklärte, die Lücke sei im aktuellen Mobil-Betriebssystem iOS 9 teilweise geschlossen worden und solle demnächst in der Version 9.3 endgültig dichtgemacht werden. Möglicherweise wird iOS 9.3 am Montagabend im Rahmen der Apple-Keynote freigegeben.

Apple-Schwachstelle im iPhone

Die Forscher brauchten mehrere Monate, um die Verschlüsselungs-Lücke am Beispiel eines Fotos nachzuweisen. Sie nahmen dabei eine ältere Version des iOS-Systems ins Visier. Die Schwachstelle bestand dem Bericht zufolge letztlich darin, dass das Telefon es zuließ, den 64-stelligen Krypto-Schlüssel zu dem Foto durch eine Vielzahl von Versuchen zu erraten.

Eine modifizierte Version der Attacke hätte auch in späteren iOS-Systemen funktioniert, dies würde aber Hacker-Ressourcen erfordern, die nur Staaten zur Verfügung stünden, sagte Projektleiter Matthew Green der "Washington Post". Zugleich zeige der Fall aber, dass auch mit großem Aufwand aufgebaute Verschlüsselung nicht unfehlbar sei und es daher besonders gefährlich wäre, zusätzliche Hintertüren für Ermittlungsbehörden zu schaffen.

Apple soll FBI beim Entsperren eines iPhones helfen

Apple ist von einer Richterin in Kalifornien angewiesen worden, dem FBI beim Entsperren des iPhones eines toten Attentäters zu helfen. Unter anderem soll Apple eine Software entwickeln, die es möglich macht, beliebig viele Passwort-Kombinationen auszuprobieren. Normalerweise löscht sich der Inhalt des Telefons nach zehn falschen Eingaben.

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