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Cambridge-Analytica-Skandal: Briten verhängen Höchststrafe gegen Facebook

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Nach Datenschutzskandal  

Briten verhängen Höchststrafe gegen Facebook

11.07.2018, 03:49 Uhr | rtr, aj

Cambridge-Analytica-Skandal: Briten verhängen Höchststrafe gegen Facebook. Auf dem Bildschirm eines Smartphones sieht man die Appstore-Seite von Facebook: Das Unternehmen wurde zu einer hohen Geldstrafe in Großbritannien verurteilt. (Quelle: dpa/Fabian Sommer)

Auf dem Bildschirm eines Smartphones sieht man die Appstore-Seite von Facebook: Das Unternehmen wurde zu einer hohen Geldstrafe in Großbritannien verurteilt. (Quelle: Fabian Sommer/dpa)

Millionen Nutzerdaten kompromittiert: Die britische Datenschutzbehörde hat entschieden, dass Facebook im Skandal um Cambridge Analytica gegen das Gesetz verstoßen hat. Die Strafe ist für den Internetriesen jedoch vergleichsweise klein.

Im Skandal um millionenfach weitergegebene Facebook-Nutzerdaten will die britische Datenschutzbehörde ICO den US-Konzern mit einer Strafe von 500.000 Pfund, das sind umgerechnet etwa 565.000 Euro, belegen.

Facebook habe die Daten seiner Mitglieder nicht geschützt und so gegen das Gesetz verstoßen, erklärte Behördenchefin Elizabeth Denham am Mittwoch. Zudem habe es keine Transparenz darüber gegeben, wie Daten der Plattform von Dritten abgefischt worden seien.

Hintergrund des Skandals ist die Weitergabe von Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern an die britische Beratungsfirma Cambridge Analytica. Das Unternehmen unterstützte 2016 das Wahlkampfteam des späteren US-Präsidenten Donald Trump. Die von Facebook erlangten Daten verwendete es nach eigener Darstellung aber nicht für den amerikanischen Wahlkampf.

Die Strafe von 500.000 Pfund ist für Facebook vergleichsweise klein, weil der Konzern einen Marktwert von 590 Milliarden Dollar hat. Sie ist aber der Höchstbetrag, den ICO-Chefin Denham verhängen kann. Facebook kann sich vor der endgültigen Entscheidung noch zu den Vorwürfen äußern.

Das Unternehmen kündigte an, den Zwischenbericht der britischen Behörde zu prüfen und in Kürze darauf zu reagieren. Die Datenschutzbeauftragte Erin Egan bekräftigte, man hätte im Zusammenhang mit Cambridge Analytica schon früher tätig werden müssen. Facebook arbeitet nach eigenen Angaben bei den Ermittlungen mit den Behörden zusammen.

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