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Mit diesen Tipps geht das Backup am Rechner ganz einfach

dpa, Maximilian Konrad

Aktualisiert am 08.11.2018Lesedauer: 4 Min.
Eine Nutzer bedient einen Computer: Ist erst einmal eine externe Festplatte angeschafft, geht das Back-up leicht von der Hand.
Eine Nutzer bedient einen Computer: Ist erst einmal eine externe Festplatte angeschafft, geht das Back-up leicht von der Hand. (Quelle: Henrik Josef Boerger/dpa-tmn-bilder)
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Datensicherung ist wichtig, ansonsten k├Ânnen Fotos und andere Dateien f├╝r immer verloren sein. Viele Menschen scheuen sich vor der Arbeit ÔÇô dabei ist das Ganze nicht so schwer. Mit diesen Regeln klappt die Datensicherung.

"Es gibt zwei Arten von Computernutzern: solche, die schon Daten verloren haben, und solche, denen das noch bevorsteht", bringt es Peter M├╝ller vom Fachmagazin "Macwelt" auf den Punkt. "Das erkl├Ąrt die Notwendigkeit von Datensicherung." Um Fotos, Videos, Dokumente und andere Dateien zu speichern, gibt es diverse M├Âglichkeiten.


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"Die einfachste Methode ist es sicherlich, einen USB-Stick oder eine externe Festplatte an den Computer anzuschlie├čen und ├╝ber den Explorer die Daten von A nach B zu ziehen", erkl├Ąrt Jan Sch├╝├čler vom "c't"-Fachmagazin. Beim Explorer handelt es sich um den Dateimanager von Windows, der sich mit der Tastenkombi Window und E ├Âffnen l├Ąsst.

Jeder dritte Internetnutzer (34 Prozent) hat Angst, Opfer von Ransomware zu werden. Doch noch nicht einmal jeder zweite ├Ąngstliche Nutzer (44 Prozent) sichert seine auf dem Rechner gespeicherten Dokumente, Fotos oder Videos regelm├Ą├čig ÔÇô und das obwohl drohende Gefahren wie etwa der Totalverlust aller Daten durch Verschl├╝sselungs- und Erpressungstrojaner (Ransomware) durchaus bekannt sind. Das geht aus einer Umfrage von Bitkom Research hervor. So haben etwa 54 Prozent der Befragten bereits von Ransomware geh├Ârt oder gelesen und m├╝ssten daher eigentlich wissen, dass regelm├Ą├čige Backups der einzige wirksame Schutz vor dieser Schadsoftware-Gattung sind. Befragt wurden 1010 Internetnutzer ab 16 Jahren.

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Die 3-2-1-Regel

Idealerweise sichert man seine Daten immer mehrfach, um auf der sicheren Seite zu sein. "Ich empfehle grunds├Ątzlich die 3-2-1-Regel", sagt Sch├╝├čler vom "c't"-Fachmagazin. "Das meint: Drei Kopien von Daten inklusive des Originals auf zwei unterschiedlichen Medientypen anzufertigen, dazu sollte sich eine Kopie au├čer Haus befinden." M├Âgliche Orte f├╝r die Au├čer-Haus-Kopie sind etwa Onlinespeicher (Cloud) oder das B├╝ro.

Anwender, die ihre Daten zur Sicherung nicht immer h├Ąndisch kopieren m├Âchten, k├Ânnen Software nutzen, die automatisch f├╝r eine fortlaufende Speicherung sorgt. Nutzer k├Ânnen hier verschiedene Methoden w├Ąhlen. Eine Vollsicherung ist am simpelsten, kann aber enorm lange dauern und viel Speicherplatz erfordern.

Arten der Datensicherung

Anders funktioniert die sogenannte differenzielle Datensicherung. Hierbei werden nur die Daten gesichert, die seit der letzten Vollsicherung ver├Ąndert oder neu erstellt wurden - die einzelnen Sicherungen dauern nun nicht mehr so lange.

Zudem gibt es noch die M├Âglichkeit der sogenannten inkrementellen Datensicherung. Diese stellt aber immer nur einen Bezug zu den Ver├Ąnderungen seit der letzten Sicherung her. Im Vergleich zur differenziellen Sicherung erfordert das noch einmal weniger Speicherplatz und geht noch schneller.

"Die meisten Programme sind so vorkonfiguriert, dass sie nicht jedes Mal eine komplette Sicherung aller Daten erstellen", sagt Jan Sch├╝├čler. Wer also eine Backup-Software nutzt, kann davon ausgehen, dass noch einer Vollsicherung zu Beginn automatisch die differenzielle oder inkrementelle Sicherungsmethode zum Einsatz kommt. Das ist wichtig, damit die Datensicherung nicht zu einer nervigen, komplizierten Angelegenheit wird. Denn: "Die Folge von zu komplizierten Backups ist aber, dass die Leute irgendwann keine Lust mehr haben und es komplett sein lassen", sagt J├Ârg Geiger.

F├╝r Mac- und Windows-Nutzer

Beim Mac l├Ąsst sich zur Datensicherung das Programm Time Machine verwenden, das sich seit macOS-Version 10.5 (Leopard) fester Bestandteil des Apple-Betriebssystems ist. Dazu schaltet man Time Machine ein und schlie├čt eine externe Festplatte an. "Die erste Datensicherung wird eine Weile dauern, danach sichert Time Machine st├╝ndlich inkrementell", sagt Peter M├╝ller. "Faustregel: Die Backup-Festplatte sollte mindestens das doppelte Volumen des zu sichernden Speichers haben." Zudem empfiehlt der Experte, das Backup zu verschl├╝sseln. Alternativen zu Time Machine sind etwa das kostenlose SmartBackup oder die kostenpflichtigen Programme SuperDuper und Carbon Copy Cloner.

Bei den gro├čen Betriebssystemen ist eine Backup-L├Âsung gleich mit an Bord. Bei macOS hei├čt sie Time Machine.
Bei den gro├čen Betriebssystemen ist eine Backup-L├Âsung gleich mit an Bord. Bei macOS hei├čt sie Time Machine. (Quelle: Robert G├╝nther/dpa-tmn-bilder)

Unter Windows stehen seit Version 7 sowohl f├╝r ein Daten-Backup als auch f├╝r ein komplettes Systemabbild Bordmittel bereit. Hierauf l├Ąsst sich unter "Einstellungen/Update und Sicherheit" zugreifen, idealerweise ebenfalls im Zusammenspiel mit einem externen Datenspeicher. Alternativen zu den Windows-Bordmitteln gibt es viele - und darunter etwa die kostenlosen Programme Cobian Backup , Aomei Backupper Standard , Personal Backup oder Paragon Backup & Recovery Free .

Wer auf die Idee kommt, dass er sein Backup auch auf der oder einen internen Festplatte ablegen k├Ânnte, hat zwar im Prinzip recht damit. Sinnvoll ist das aber - einmal abgesehen vom gesparten Geld f├╝r den externen Datentr├Ąger - nicht. "Von einer internen Datensicherung rate ich ab", sagt J├Ârg Geiger. Der Grund: "Wenn die eine Festplatte kaputt geht, sind die Daten weg und die Backups." Datensicherungen geh├Ârten auf ein zweites, externes Medium, so der Experte. "Die Wahrscheinlichkeit, dass beide gleichzeitig ausfallen, ist gering."

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