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Online-Service für 9 Euro: Krankschreibung per WhatsApp stößt auf Kritik

Online-Service für 9 Euro  

Krankschreibung per WhatsApp stößt auf Kritik

03.01.2019, 19:34 Uhr | dpa

Online-Service für 9 Euro: Krankschreibung per WhatsApp stößt auf Kritik. Krankschreibung per WhatsApp? Ein neuer Service stößt bei Ärztevertretern auf Kritik.

Krankschreibung per WhatsApp? Ein neuer Service stößt bei Ärztevertretern auf Kritik. Foto: Martin Gerten. (Quelle: dpa)

Hamburg/Kiel (dpa) - Ein neuer Service für Krankschreibungen per WhatsApp stößt bei Ärztevertretern auf Kritik.

Die Ärztekammern in Hamburg und Schleswig-Holstein raten von der Nutzung des Online-Angebots einer Hamburger Firma ab - "allein schon aus datenschutzrechtlichen Gründen", wie der Ärztliche Geschäftsführer der schleswig-holsteinischen Kammer, Carsten Leffmann, der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Ähnlich äußerte sich Nicola Timpe von der Ärztekammer Hamburg. Zudem müsse die rechtliche Grundlage des Online-Angebots noch geklärt werden, sagte sie. Es könne sein, dass Arbeitgeber eine solche Krankschreibung nicht anerkennen.

Die Firma AU-Schein bietet seit der Woche vor Weihnachten Erkälteten Krankschreibungen per WhatsApp für neun Euro an, bislang nutzte diesen Service allerdings erst ein Dutzend Erkankte. Für die Krankschreibung muss im Internet zunächst ein Formular ausgefüllt werden, in dem die klassischen Erkältungssymptome abgefragt werden.

Die weitere Kommunikation mit einer Ärztin - inklusive persönlicher Daten und Foto der Versichertenkarte - erfolge dann über den verschlüsselten Messenger-Dienst und entspreche damit auch der Datenschutz-Grundverordnung, sagte Firmengründer Can Ansay.

Möglich sei dieses Angebot durch die im vergangenen Jahr erfolgte Lockerung des sogenannten Fernbehandlungsverbots. Auch müssten die Krankschreibungen von den Kassen anerkannt werden, selbst wenn diese von einer Privatärztin ohne Kassenzulassung ausgestellt würden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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