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EU-Kommission: Facebook und Google müssen mehr gegen Fake News tun

EU-Kommission  

Facebook und Google müssen mehr gegen Fake News tun

28.02.2019, 15:50 Uhr | dpa

EU-Kommission: Facebook und Google müssen mehr gegen Fake News tun. Die EU will mehr zur Bekämpfung von Desinformationen, sagte der für den digitalen Binnenmarkt zuständige EU-Kommissar Andrus Ansip.

Die EU will mehr zur Bekämpfung von Desinformationen, sagte der für den digitalen Binnenmarkt zuständige EU-Kommissar Andrus Ansip. Foto: Franziska Gabbert. (Quelle: dpa)

Brüssel (dpa) - Facebook, Google und Twitter müssen nach Ansicht der EU-Kommission deutlich mehr gegen Fake News tun.

Dies geht aus den monatlichen Berichten der Online-Dienste hervor, zu denen sie sich bis zur Europawahl Ende Mai bereiterklärt hatten, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. "Wir brauchen mehr Fortschritt bei den Zusagen (...) zur Bekämpfung von Desinformationen", sagte der für den digitalen Binnenmarkt zuständige EU-Kommissar Andrus Ansip.

Die Unternehmen hätten in ihren Januar-Berichten nicht genügend Informationen bereitgestellt, um nachzuweisen, dass sie neue Strategien und Werkzeuge anwenden. Inhalt der monatlichen Berichte sind etwa die Untersuchung von Werbung, die Transparenz politischer Anzeigen und das Löschen von Fake-Accounts.

Im September hatten unter anderem Facebook, Twitter, Mozilla, Google und damit auch YouTube einen Verhaltenskodex der EU-Kommission unterzeichnet. Desinformationskampagnen könnten nach Einschätzung von Experten die Debatte vor dem Brexit-Referendum in Großbritannien und den US-Wahlkampf 2016 beeinflusst haben. Die EU-Kommission hat vor allem Russland als Quelle von Einflussversuchen auf Wahlen in Europa in Verdacht.

Konkret kritisierte die EU-Kommission, dass Facebook im Januar nicht über die Ergebnisse der Analyse von Werbung berichtet habe. Zudem fehle die Anzahl gelöschter Fake-Accounts, die wegen Angriffen auf die EU gelöscht worden sei. Google habe im Januar keinen Nachweis erbracht, wie es die Integrität ihrer Dienste durch neue Maßnahmen gewährleisten wolle. Und Twitter habe gar keine Daten dazu vorgelegt, wie das Unternehmen die Untersuchung politischer Werbung verbessern wolle.

Die EU-Kommission will bis zur Europawahl monatlich über die Arbeit der Online-Dienste berichten. Ende des Jahres soll dann ein umfassender Bericht erscheinen. Sollten die Ergebnisse nicht zufriedenstellend sein, könnte die EU-Kommission Gesetze vorschlagen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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