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Mails mit Schockmoment: Das sind die Tricks der Phishing-Betrüger

Mails mit Schockmoment  

Das sind die Tricks der Phishing-Betrüger

03.10.2019, 04:36 Uhr | dpa

Mails mit Schockmoment: Das sind die Tricks der Phishing-Betrüger. Perfide Masche: Beim Phishing versuchen Betrüger etwa mit gefälschten E-Mails, sich sensible Daten von Internetnutzern zu angeln.

Perfide Masche: Beim Phishing versuchen Betrüger etwa mit gefälschten E-Mails, sich sensible Daten von Internetnutzern zu angeln. Foto: dpa-infografik/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - Banken, Amazon, oder Paypal: Phishing-Warnungen der Verbraucherzentralen betreffen viele Unternehmen. Eine Masche: Mithilfe einer inszenierten Mail wollen Betrüger private und sensible Daten abgreifen. Sie haben vor allem Banken und Finanzdienstleister im Fokus, weil sie dort schnelles Geld wittern. Verbraucher sollten wachsam sein.

Solche Betrugsversuche werden als Phishing bezeichnet, abgeleitet von den englischen Wörtern Password und fishing.

Zum Glück lässt sich ein Täuschungsversuch via E-Mail an einigen Faktoren erkennen. Häufig sind die Absenderadressen gefälscht. Dies lässt sich mithilfe des Mail-Headers, also dem Quelltest einer Mail, herausfinden. Das geht je nach Programm über das Menü "Ansicht" oder "Optionen", erläutert dieVerbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Stehe im Header eine kryptische E-Mail-Adresse, sei das schon ein Hinweis auf eine Phishing-Mail.

Schockmomente sollen sitzen

Ein Beispiel für das perfide Vorgehen der Abzocker sind gefälschte Behördenschreiben: Diese enthalten zum Teil eine persönliche Anrede, dazu wird ein dringender Handlungsbedarf signalisiert oder es kommen Drohungen zum Einsatz. Diese Schockmomente sollen sitzen, so dass der Empfänger überhastet alles richtig machen oder korrigieren will und die erhofften Daten ohne weiteres Nachdenken preisgibt.

Weitere klassische Merkmale sind Links oder Formulare, die geöffnet werden sollen, und wo Nutzer persönliche Daten eintragen sollen. Die Nachrichten sind immer wieder in schlechtem Deutsch verfasst, so dasBundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Generelle sind unpersönliche Anreden und sprachliche Fehler Warnhinweise.

Eine wichtige Grundregel: Banken und seriöse Dienstleister fordern nie per Mail die Preisgabe vertraulicher Daten, wie das BSI betont.

Erkennt man eine Phishing-Mail, lautet die Devise: löschen! Vorher empfiehlt es sich, die Nachricht an phishing@verbraucherzentrale.nrw und an den echten Anbieter weiterzuleiten, wenn das möglich ist. Die Verbraucherschützer wiederum werten die Mail aus und warnen andere Internetnutzer gegebenenfalls in ihremPhishing-Radardavor.

Phishing-Mails als Spam markieren

Jürgen Schmidt von der Fachzeitschrift "c't" rät außerdem: "Wenn das Mail-Programm beziehungsweise der Mail-Provider es anbietet, lohnt es sich auch, diese als Spam zu markieren. Dann lernt das Programm, solche Mails zu erkennen und gleich auszusortieren."

Keinesfalls sollten Nutzer auf Links in den Mails klicken. Angehängte Dokumente lädt man nicht herunter. Wer sich nicht sicher ist, ob eine E-Mail seriös ist, dem empfiehlt Schmidt, beim angeblichen Absender telefonisch die Echtheit nachzufragen, ehe man Anhänge öffnet.

Links führen zu gefälschten Websites

Wer einem Link folgt, gelangt oft zu gefälschten Websites, wo die Eingabe persönlicher Daten verlangt wird. Die Fälschungen ähneln oft echten Internetseiten, weisen jedoch unübliche Hinzufügungen wie ein zusätzliches "x" oder eine angehängte Zahl auf, wie das BSI erklärt.

Wem im Nachhinein auffällt, dass er möglicherweise in eine Phishing-Falle getappt ist, der sollte zunächst prüfen, welche Daten betroffen sind. Im nächsten Schritt ändert man die Zugangsdaten beim jeweiligen Anbieter. Kontoauszüge sowie zugesandte Briefe sollte man stets genau prüfen. Es geht vor allem darum, den möglichen Schaden zu verhindern beziehungsweise so gering wie möglich zu halten.

"Wenn man rechtzeitig reagiert, kann man manchmal überwiesenes Geld noch zurückbeordern. Falls tatsächlich Schaden entstanden ist, sollte man diesen bei der Polizei zur Anzeige bringen", empfiehlt Schmidt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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