Sie sind hier: Home > Digital >

Farmville schließt dauerhaft seine Pforten – erfolgreiches Facebook-Spiel

Erfolgreiches Facebook-Spiel  

Farmville schließt dauerhaft seine Pforten

30.09.2020, 16:18 Uhr | jnm, t-online

Farmville schließt dauerhaft seine Pforten – erfolgreiches Facebook-Spiel. Farmville: Nervigstes Spiel aller Zeiten wird beendet (Quelle: Zynga)

Farmville: Nervigstes Spiel aller Zeiten wird beendet (Quelle: Zynga)

Farmville ist eines der erfolgreichsten und vermutlich nervigsten Facebook-Spiele aller Zeiten. Nach über elf Jahren ist damit nun endgültig Schluss. Hersteller Zynga schließt die Pforten des virtuellen Bauernhofs.

Umgraben, Reis oder Auberginen säen, ein paar Stunden warten und ernten – und dann nochmal von vorn. Das Spielprinzip von Farmville war einfach und bannte doch zig Millionen Spieler vor ihre Bildschirme. Schon rund ein halbes Jahr nach dem Start im Sommer 2009 bewirtschafteten rund 80 Millionen Menschen regelmäßig ihre virtuelle Farm. Jetzt, elf Jahre später, muss das Farmspiel für immer schließen.

Anfangs startete man mit einem kleinen Garten und einer Handvoll Samen für ein bisschen Gemüse. Doch mit jeder Ernte verdiente der fleißige Gärtner virtuelle Münzen, die sich in weitere Gemüsesorten und Tiere investieren ließen – zudem wurde auch das eigene Gut immer größer und stattlicher.

Das digitale Gärtnern machte süchtig

Die Crux des Spiels bestand darin, dass man tatsächlich ein paar Stunden warten musste, bis aus einem gepflanzten Samen etwas gewachsen war, was sich ernten ließ. Und nur mit dem Geld, das die Ernte einbrachte, konnten neue Dinge gekauft und angebaut werden. Nicht wenige Spieler loggten sich ständig bei Facebook ein, nur um zu schauen, ob ihre Zucchinis schon reif sind. Denn wartete man zu lange, verdarben die kostbaren Früchte. Die meisten Spieler merkten schnell: Hersteller Zynga hatte mit seinem Spiel den perfekten Cocktail für gehöriges Suchtpotenzial geschaffen.

Zynga bot virtuelle Münzen für echtes Geld

Das wusste Zynga geschickt zu nutzen: Denn es gab einen Weg, um die Wartezeit erheblich abzukürzen: echtes Geld in das Spiel  zu stecken und damit alles zu beschleunigen.

Ein weiterer Weg, schneller voranzukommen, bestand darin, möglichst viele Facebook-Freunde ebenfalls zu Farmville-Süchtigen zu machen und sich im Spiel mit ihnen zu messen. Zudem durfte jeder noch so kleine Erfolg mit der gesamten Facebook-Freundesliste geteilt werden. 

Das machte Farmville gleichzeitig auch zu einem der verhasstesten Facebook-Spiele aller Zeiten – und nicht wenige Facebook-Freundschaften gingen entzwei, weil die Empfänger der endlosen Erfolgsbotschaften sich irgendwann nicht anders zu helfen wussten, als den Kontakt zu den digitalen Bauern abzubrechen.

Nach elf Jahren kommt das Ende

Doch jetzt, elf Jahre später, scheint die Magie des Landlebens endgültig verflogen zu sein – und noch viel wichtiger: Bald fehlt dem Spiel die technische Basis: Denn Ende Juni hatte Facebook angekündigt, ab 2021 keine Spiele mehr zu unterstützen, die auf Flash basieren. Das betrifft auch Farmville.

Mit gehöriger Verzögerung hat Zynga nun auch seinen Kunden mitgeteilt, dass die Tore des virtuellen Bauernhofs am 31. Dezember dieses Jahres endgültig schließen. Das hätte man zwar bereits Ende Juni tun können, aber vermutlich wollte der Anbieter seine Nutzer nicht davon abhalten, weiter Geld in das Spiel zu stecken. Tatsächlich soll das sogar noch bis zum 17. November möglich sein. Danach kann die virtuelle Währung noch bis zum letzten Tag ausgegeben werden. Ein Umtausch ist hingegen nicht möglich.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal