App Parler

Das Lieblingsnetzwerk der Trump-Fans ist zurück

15.02.2021, 18:02 Uhr | dpa

Das Logo von Parler: Die Plattform gilt bei Trump-Anhänger als beliebt. (Quelle: Thiago Prudencio/imago images)

Parler galt bei Trump-Anhängern als beliebte Alternative zu Twitter. Doch dann schloss Amazon die Plattform von seinen Diensten aus. Jetzt ist Parler wieder zurück.

Die bei Anhängern von Ex-Präsident Donald Trump und der amerikanischen Rechten populäre Twitter-Alternative Parler ist nach einer gut einmonatigen Zwangspause wieder online. Am Montag konnten wieder Nachrichten abgesetzt und auch neue Accounts angelegt werden.

Parler war Mitte Januar nach der Erstürmung des Kapitols in Washington durch Trump-Anhänger vom Netz gegangen. Der Grund war, dass Amazon als Infrastruktur-Dienstleister die Plattform unter Verweis auf Gewaltaufrufe von den Servern warf. Zunächst blieb unklar, wer jetzt der technische Dienstleister von Parler ist.

Bilder aus Washington: Hier verlässt Donald Trump das Weiße Haus

Donald und Melania Trump verlassen am Tag der Vereidigung Joe Bidens zum US-Präsidenten das Weiße Haus. Der Auszug in Bildern. (Quelle: AP/dpa)

Bereits am frühen Morgen wartet ein Umzugswagen vor dem Weißen Haus. (Quelle: AP/dpa)

Dann kommen Donald und Melania Trump vorerst das letzte Mal aus dem Gebäude. (Quelle: AP/dpa)

Im Garten des Weißen Hauses steigen sie in den Hubschrauber "Marine One".... (Quelle: AP/dpa)

...und fliegen in Richtung des Militärflughafens "Joint Base Andrews". (Quelle: Reuters)

Dort wartet Trumps Familie, mit dabei sind Jared Kushner... (Quelle: Reuters)

...und Donald Trumps Kinder Ivanka und Eric. (Quelle: AP/dpa)

Auf dem Militärflugplatz halten Donald und Ivanka Trump noch jeweils eine Rede,.... (Quelle: Reuters)

, bevor sie anschließend mit der "Air Force One" in Richtung Florida abheben, wo sie nach ihrer Zeit im Weißen Haus leben werden. (Quelle: Reuters)

Kaum Regulierung

Parler bezeichnete sich als auf Redefreiheit fokussierte Online-Plattform. In der Realität war es eine Art Twitter-Kopie, wo alles erlaubt ist. Die noch verhältnismäßig kleine Plattform verzichtete weitgehend auf Regulierung von Inhalten und unternahm damit auch wenig gegen Hassreden, Drohungen und die Verbreitung falscher Informationen. Angesichts eines zunehmend härteren Vorgehens von Twitter und Facebook gegen Gewaltaufrufe und Verschwörungstheorien wanderten schon im vergangenen Jahr verstärkt Trump-Anhänger zu Parler ab. Mehr dazu und wie es auf Parler zuging, lesen Sie hier.

Trump war nach der Attacke auf das Parlamentsgebäude bei Twitter und Facebook gesperrt worden. Twitter – die für ihn bis dahin mit Abstand wichtigste Plattform – betonte vergangene Woche bereits, dass es für den Ex-Präsidenten keinen Weg zurück gebe. Facebook lässt die Blockade noch von einem unabhängigen Gremium prüfen, das die Entscheidungen des Online-Netzwerks rückgängig machen kann.

Laut Medienberichten umwarb Parler Trump bereits als er noch Präsident war – mit dem Vorschlag, die App zu seinem exklusiven Kommunikationskanal zu machen. Personen in Trumps Umfeld hatten Parler immer wieder als Alternative zu Twitter oder Facebook beworben, weil diese angeblich konservative Ansichten unterdrückten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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