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Smart Home und Smartphone: Das vernetzte Zuhause ist Schwerpunkt der IFA 2014

Smart Home und Smartphone  

Vernetztes Zuhause ist Schwerpunkt der IFA 2014

17.07.2014, 17:47 Uhr | dpa

Smart Home und Smartphone: Das vernetzte Zuhause ist Schwerpunkt der IFA 2014. Die IFA wird es zeigen: Technik wird zu Hause immer schlauer und autonomer. (Quelle: dpa)

Die IFA wird es zeigen: Technik wird zu Hause immer schlauer und autonomer. (Quelle: dpa)

Das Smartphone wird auf der IFA in Berlin zur Fernsteuerung für die eigenen vier Wände. Ob Hausgeräte, Licht, Heizung oder die heimische Unterhaltungselektronik, alles kann im Smart Home mit dem Smartphone gesteuert werden. Die Branche erklärt das intelligente und vernetzte Zuhause schon heute für eröffnet.

Das Smartphone hat es gezeigt – es geht auch einfach. Diese Erkenntnis beflügelt derzeit die gesamte Branche der Unterhaltungselektronik. Schon seit Jahren tüfteln die Großen und Kleinen der Branche am "Smart Home". Dieses intelligente Zuhause soll durch vernetzte und intelligente Geräte eine ganz neue Lebenswelt schaffen.

Doch nicht was technisch machbar ist steht heute im Mittelpunkt – sondern das, was die Nutzer wirklich wollen. Die Funkausstellung IFA in Berlin will vom 5. bis zum 10. September zeigen, dass das vernetzte Zuhause bereits Realität ist. Und Smartphone-Apps zur Steuerung der verschiedensten Geräte sollen für die inzwischen 90 Jahre alte Messe zum Jungbrunnen werden.

Smart Home muss noch entdeckt werden

"Die neue Welt ist jetzt", sagt Hans Wienands, Deutschlandchef von Samsung. Die Menschen lebten schon "smart und vernetzt". Dennoch sei das Smart Home, also das vernetzte Zuhause, noch immer eine "Terra incognita", die es noch zu entdecken gelte. "Vom sich selbst befüllenden Kühlschrank sind wir noch weit entfernt." Heute könne man zwar per Skype mit weit entfernten Freunden telefonieren, müsse aber weiter Knöpfe auf der Waschmaschine drücken.

Es geht um einfache Bedienbarkeit und echten Zusatznutzen für die Verbraucher, ist sich die Branche sicher. "Smart Home ist das nächste große Ding, wenn wir die Konsumenten dort abholen, wo sie sind", sagt Wienands.

Wichtig sei es aber, dass neue Funktionalitäten im neuen smarten Zuhause auch den Lebenswelten der Nutzer entgegenkämen. Die Industrie dürfe den Nutzer nicht mit komplexen Lösungen überfordern. Einfache Bedienbarkeit und Relevanz seien dabei die entscheidenden Faktoren.

Technik wird schlauer und autonomer

Auf der IFA in Berlin wollen die Hersteller entsprechende Innovationen präsentieren. Neue Staubsaugroboter sollen noch intelligenter und flexibler für die Grundreinigung im smarten Zuhause sorgen.

Audiosysteme können sich ohne Kabel je nach Bedarf mit der Musikanlage oder dem Fernseher verbinden. Waschmaschinen geben über eine Smartphone-App Bescheid, wenn der Waschvorgang beendet ist.

Einheitliche Standards sind die Grundlage

Für das smarte Zuhause der Zukunft brauche es aber vor allem auch einheitliche Standards, damit die Kommunikation klappt. Früher habe es in Sachen Standards oft nur Lippenbekenntnisse gegeben, sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender des Branchenverbands gfu. Inzwischen habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, worin die Marktpotenziale wirklich liegen. "Wer die Standards macht, wird gewinnen", sagt Kamp.

Räumlich rücken auf der kommenden IFA die Unterhaltungselektronik und die Sparte der Haushaltsgeräte erstmals enger zusammen. In dem neu errichteten CityCube, der auf dem Platz der früheren Deutschlandhalle steht, zeigt zum Beispiel Samsung erstmals alle Produktgruppen an einer Stelle.

Smart-TV spielen nicht mehr die wichtigste Rolle

Bei all der Vernetzung rücken die Smart-TV-Geräte, die traditionellen Stars der IFA und der gesamten Branche, allerdings nicht gänzlich in den Hintergrund. Der anhaltend schwache Absatz von Flachbildfernsehern macht den Herstellern zwar weiterhin zu schaffen. Und auch die Fußball-WM in diesem Jahr habe nicht den erhofften Auftrieb verschafft, konstatiert Jürgen Boyny vom Marktforschungsunternehmen gfk. Doch der Markt halte sich mit etwa 7,5 Millionen verkauften Geräten in Deutschland auf hohem Niveau.

Ultra-HD als neue TV-Trend

In Berlin stellte Samsung sein neues Highlight, einen 105 Zoll großen Fernseher mit gebogenem Bildschirm und Ultra-HD-Auflösung vor, der auf der IFA zu sehen sein wird. Auf Ultra-HD setzen auch Sony und der angeschlagene Hersteller Loewe aus Kronach. Und Panasonic sorgt mit der "Sat to IP"-Technologie dafür, dass der Fernseher das Satelliten-Signal in IP-Pakete übersetzt und somit im ganzen Haus über das lokale Netzwerk auf allen Geräten nutzbar macht.

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