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OLED, SUHD und Nano Crystal: neue TV-Technik auf der IFA

OLED und Nano Crystal  

IFA wird zur Show-Bühne für neue TV-Technik

24.08.2015, 16:25 Uhr | dpa, t-online.de

OLED, SUHD und Nano Crystal: neue TV-Technik auf der IFA. Vom 4. bis 9. September wird die IFA in Berlin wieder zum Zentrum der Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik. (Quelle: Messe Berlin)

Vom 4. bis 9. September wird die IFA in Berlin wieder zum Zentrum der Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik. (Quelle: Messe Berlin)

Riesige Bildschirme, gebogene Displays, leuchtende Farben und das tiefste Schwarz – die IFA in Berlin wird wieder zur Show-Bühne für die neuesten Flachbild-Fernseher. Bildschirmtechniken wie Ultra-HD drängen ins Wohnzimmer. Doch auch an der nächsten Generation von Displays wird bereits intensiv gearbeitet.

Organische Displays (OLED) werden zwar ebenfalls auf der IFA zu sehen sein. Doch die meisten Hersteller sind vorsichtig, denn die Produktion von großen OLED-Displays für Fernseher ist aufwändig und teuer. LG dürfte das einzige Unternehmen sein, das in Berlin große, serienreife Flachbildfernseher mit dieser Technologie zeigen wird. Der südkoreanische Hersteller hat ehrgeizige Ziele. Mindestens 1,5 Millionen OLED-Fernseher will LG Electronics im kommenden Jahr in den Handel bringen.

Die organischen LED-Displays ermöglichen es unter anderem, ein perfektes Schwarz wiederzugeben. Die Leuchtdioden benötigen keine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung, so dass die Farben brillanter und zudem energiesparender wiedergegeben werden können. Und die Dicke der Gehäuse orientiert sich im Prinzip nur noch daran, ob die hauchdünne Mattscheibe stabil genug steht.

Nicht mehr, sondern schönere Pixel

Samsung sei zwar über alle Display-Größen hinweg gesehen einer der weltweit größten Hersteller von OLED-Bildschirmen, sagt Kai Hillebrandt, Manager der Unterhaltungselektroniksparte von Samsung Deutschland. Für das TV-Geschäft werde OLED aber auf der diesjährigen IFA kein Thema bei Samsung sein. Der Markt für Ultra-HD wachse derzeit sehr dynamisch. "Das entscheidende Kriterium beim Kauf eines Fernsehers ist die Bildschirmqualität", sagte Hillebrandt. "Wir brauchen nicht mehr, sondern schönere Pixel." Die hauseigene Technologie SUHD etwa optimiert in aktuellen Ultra-HD-Displays die Farbqualität. Dabei soll die Technik "Nano Crystal" für bessere Farben sorgen – und nun auch in Mittelklasse-Geräten zur Verfügung stehen.

Das Samsung mit SUHD die Branche antreibt, zeigt der diesjährige EISA-Award. Hier erhielt ein Samsung-TV die begehrte Trophäe für den besten High-End-Fernseher.

"Das Internet verändert alles"

Mit neuen Streaming-Angeboten erhält Ultra-HD laut Hillebrand einen weiteren Schub. Bislang konnten zwar die Geräte entsprechende Inhalte darstellen, aber in Ultra-HD aufgenommene Filme gab es allenfalls über einige Demo-Kanäle. Die Fernsehanstalten haben gerade erst in teures Equipment für den Standard Full HD investiert. Online-Anbieter wie Netflix dagegen bieten bereits heute zahlreiche Inhalte in Ultra-HD. "Das Internet verändert alles", sagte vor einigen Wochen Noesjka van der Helm von Netflix.

"Der Fernsehzuschauer will heute selbst entscheiden, was er zu welcher Uhrzeit sieht", sagt Hillebrandt. Das Nutzerverhalten habe sich deutlich verändert. 42 Millionen Menschen in Deutschland nutzten schon Streaming-Dienste. Ein Viertel greife auch auf Portale mit Bezahl-Angeboten zu.

Bediensysteme von Android bis Firefox

Ein Internet-Anschluss am Fernsehgerät gehört denn auch quasi zur Standardausstattung der modernen Flachbildfernseher. Laut Gesellschaft für Unterhaltungselektronik gfu steht mit rund 18 Millionen verkauften Geräten inzwischen in 42 Prozent aller Haushalte in Deutschland mindestens ein sogenanntes Smart-TV. Rund 70 Prozent von ihnen sind auch tatsächlich ans Netz angeschlossen.

Bei den Betriebssystemen gehen die Hersteller verschiedene Wege. Während Philips und Sony mittlerweile Googles Android nutzen, setzt Samsung künftig auf das eigene Betriebssystem Tizen. Konkurrent LG aus Südkorea nutzt dagegen das einstige Smartphone-System WebOS des Taschencomputer-Pioniers Palm und Panasonic das System von Firefox.

Ob sich bei so viel neuen Möglichkeiten und ultrascharfen Bildern auch die Verbraucher zum Kauf eines neuen Gerätes animieren lassen und der Branche wieder Aufschwung geben, bleibt abzuwarten. Der Fernseher sei in der Unterhaltungselektronik noch immer das meist genutzte Gerät, sagt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu. Und es seien heute dank der Möglichkeiten von Software-Updates über das Netz zukunftssichere Produkte. "Da hat die Industrie kräftig dazugelernt."

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