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Facebook scheitert mit Klage gegen StudiVZ

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Facebook scheitert mit Klage gegen StudiVZ

16.06.2009, 15:28 Uhr | AP, dpa, t-online.de

Die Macher der beliebten Internetseite StudiVZ können aufatmen: Ein Kölner Gericht hat eine Klage des Konkurrenten Facebook abgewiesen, StudiVZ habe bei dem amerikanischen Angebot kopiert. Die "nicht zu übersehenden Übereinstimmungen" reichten nicht aus, um StudiVZ als Plagiat zu bezeichnen.

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Die Betreiber des Online-Netzwerks Facebook sind mit einer Klage gegen den Konkurrenten StudiVZ vor dem Landgericht Köln gescheitert. Sie hatten der deutschen Internet-Kontaktbörse vorgeworfen, die Gestaltung von Facebook kopiert zu haben. Nach Auffassung der Richter liegt jedoch "trotz nicht zu übersehender Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten der beiden Internetseiten" keine unlautere Nachahmung vor, wie das Gericht am Dienstag mitteilte.

Facebook bei StudiVZ-Start noch unbekannt

Bei der Markteinführung von StudiVZ im November 2005 sei Facebook auf dem deutschen Markt noch nicht im erforderlichen Maß bekannt gewesen, erklärte das Gericht. Erst seit März 2008 existiere eine deutschsprachige Version. "Facebook richtete sich bis September 2006 - ausschließlich in englischer Sprache - nur an nordamerikanische Studenten und Schüler. Erst seit März 2008 existiert eine deutschsprachige Version", teilte das Gericht mit.

Facebook prüft "alle rechtlichen Optionen"

Das Urteil (Az: Landgericht Köln 33 O 374/08) ist noch nicht rechtskräftig, Berufung beim Oberlandesgericht Köln möglich. Eine Facebook-Sprecherin sagte: "Alle rechtlichen Optionen werden geprüft." Hingegen sieht sich StudiVZ als großer Gewinner. "Wir freuen uns, dass das Landgericht Köln die Klage vollumfänglich abgewiesen hat. Für uns ist dieses Urteil ein Signal an den Markt, dass unser Angebot rechtens ist", sagte StudiVZ-Chef Markus Berger-de Léon zum Handelsblatt.

StudiVZ soll Seitencode illegal erlangt haben

Die in Kalifornien ansässige Facebook Ltd. hatte den Angaben zufolge auch argumentiert, StudiVZ habe auf illegale Weise den geheimen PHP-Quellcode von Facebook erlangt. Das Gericht erklärte jedoch, die Klägerin habe dazu nur Vermutungen angestellt. Diese seien nicht konkret genug, um einen so genannten Besichtigungsanspruch zu rechtfertigen. Damit hatte Facebook erreichen wollen, dass ein Sachverständiger die PHP-Quellcodes beider Seiten vergleicht. Berichten zufolge stand anfangs im Seitencode von StudiVZ der Begriff Fakebook.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Den Richtern zufolge können die Übereinstimmungen auch darauf beruhen, dass die Gründer von StudiVZ die Internetseiten des Konkurrenten kannten und sie mit Hilfe der im Internet für jedermann sichtbaren Informationen nachprogrammierten oder nachprogrammieren ließen. Der einzige gravierende Unterschied zwischen den beiden Wettbewerbern ist ihr Farbschema: Facebook ist blau, StudiVZ rot. Sonst haben sie vieles gemeinsam, angefangen von der Anstups-Funktion über die Pinnwand bis hin zum Design.

StudiVZ für 50 Millionen Euro verkauft

Die Macher von StudiVZ haben mittlerweile das Studentennetzwerk auch auf Schüler (SchülerVZ) und sonstige Privatpersonen (MeinVZ) ausgedehnt. Facebook hat weltweit mehr als 200 Millionen Nutzer, in Deutschland sollen es mehr als zwei Millionen sein; StudiVZ hat eigenen Angaben zufolge 5,5 Millionen Nutzer, bei den Schwesterplattformen sind weitere 7,5 Millionen Menschen angemeldet. Anfang 2007 wurde das erfolgreiche Internet-Angebot StudiVZ für 50 Millionen Euro an die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck verkauft.

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