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YouTube: Papa filmt 7-jährigen Sohn beim Autofahren

Wahnsinn auf YouTube  

Papa filmt 7-jährigen Sohn beim Autofahren

05.08.2009, 18:08 Uhr | Andreas Lerg

Sieben Jahre, 70 Sachen und Papa filmt für YouTube. (Quelle: t-online.de)Sieben Jahre, 70 Sachen und Papa filmt für YouTube. (Quelle: t-online.de)

Verrückt und gemeingefährlich: Ein Kanadier lässt seinen sieben Jahre alten Sohn seinen Geländewagen mit 70 Kilometern pro Stunde über eine Landstraße in der kanadischen Provinz Quebec scheuchen. In aller Seeleruhe filmt er das ganze Spektakel für Auf dem Rücksitz lachen Mutter und zwei Geschwister in die Kamera. Keiner der fünfköpfigen Familie war bei der Wahnsinnsfahrt angeschnallt. Die Pointe kommt jedoch zum Schluss: Das Video des stolzen Vaters dient jetzt der Polizei als Anlass für Ermittlungen.

"Komm, lächle mal in die Kamera!" Der stolze Papa filmt seinen sieben Jahre alten Sprössling. Eigentlich nichts ungewöhnliches. Außergewöhnlich an diesem YouTube-Renner sind jedoch die Umstände der Dreharbeiten: Der Herr Papa sitzt auf dem Beifahrersitz seines Autos und filmt in aller Seelenruhe, wie sein Junior lässig Kaugummi kauend den Geländewagen mit 70 Sachen über die Landstraße treibt. "Ich habe volles Vertrauen in meinen Jungen, ich muss nicht einschreiten", kommentiert der Vater noch in die laufende Kamera und schwenkt auf den Rücksitz, wo Mutter und zwei Geschwister sitzen. Angeschnallt ist keiner auf dieser Irrfahrt, aber scheinbar haben alle viel Spaß.

Polizei freut sich über das Video

Schnell findet das Video auf YouTube tausende Fans, die sich die Fahrt des Jungen immer und immer wieder ansehen. Einige Fans hat das Video allerdings auch bei der Polizei. Die findet die ganze Szene aber weniger cool und ermittelt jetzt gegen den Vater. Der sagte am Dienstag kleinlaut, dass ihm die ganze Geschichte leid tue. Aber so schlimm sei das alles ja auch nicht gewesen. Er habe seinem Filius auf der einsamen Straße im Norden der Provinz Quebec doch nur das Autofahren beibringen wollen. Das Video entstand bereits vor rund zwei Jahren und der Papa war wohl so stolz über die Fahrleistungen vom Junior, dass er diesen Stolz via YouTube mit der ganzen Welt teilen wollte.

Kinder als Fahrer auf YouTube kein Einzelfall

Das Video ist indes kein Einzelfall. Scheinbar gibt es vor allem in den USA sehr viele dieser stolzen Väter, die sich getreu dem Motto "je früher sie anfangen um so schneller lernen sie es" mit der Videokamera auf den Beifahrersitz ihrer infantilen Chauffeure setzen. Auf YouTube wird man mit Stichworten wie "Child Driver" fündig. Und auch dass sich Temposünder und andere Verkehrsrowdys mit Videos auf YouTube selbst ein Bein stellen, ist keine Seltenheit. Immer wieder versuchen Raser, mit ihren Taten zu zweifelhaften Helden einer kleinen Rasergemeinde zu werden, auch in Deutschland. So ließ sich im September 2008 ein 31-Jähriger auf einem Skateboard von einem Motorrad ziehen, um dann mit annähernd einhundert Stundenkilometern die A8 hinunter zu rasen. Auch er veröffentlichte davon ein Video bei YouTube und erhielt daraufhin Besuch von der Polizei.

Halsbrecherische Videos als YouTube-Trend

Die Veröffentlichung solcher halsbrecherischer Videos mausert sich zum echten Trend auf YouTube – und die Polizei sieht fleißig zu. So erwischte es im Februar einen 25-jährigen Autofahrer, der mit 100 Stundenkilometern durch eine Tempo-50-Zone in der Schweizer Grenzstadt Kreuzlingen gerast war und das Ganze für YouTubel gefilmt hatte. Er war dafür zu einer Geldbuße von umgerechnet etwa 800 Euro verurteilt worden. Härter erwischte es einen britischen Motorradfahrer, der vergangenen Oktober für zwölf Wochen ins Gefängnis musste, nachdem er auf YouTube ein Raservideo von sich selbst veröffentlicht hatte. Zudem musste der Brite seinen Führerschein für zwei Jahre abgeben. In dem Clip war der 28-Jährige bei waghalsigen Stunts und gefährlichen Wechseln auf die Gegenfahrbahn zu sehen, alles bei Geschwindigkeiten von über zweihundert Stundenkilometern.

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