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Google paktiert mit US-Geheimdienst NSA

Internet-Gigant sucht Hilfe gegen Hacker  

Google schmiedet Bündnis mit US-Geheimdienst

04.02.2010, 11:19 Uhr | Andreas Lerg

Google paktiert mit US-Geheimdienst NSA. Google kooperiert nach der Hacker-Attacke aus China mit US-Geheimdienst NSA.

Google-Logo in der Google-Zentrale im kalifornischen Mountain View (Foto: dpa). (Quelle: dpa)

Der Suchmaschinenriese Google strebt eine Allianz mit dem US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) an. Das berichtet die US-Tageszeitung Washington Post. Die Kooperation soll Hacker-Attacken auf Google abwehren und aufklären. So könnten sich Hacker-Angriffe wie der aus China in Zukunft frühzeitig erkennen und verhindern lassen. Weder Google noch die NSA haben den Bericht bisher dementiert.

Nach dem massiven Hacker-Angriff auf Google und dessen Mail-Dienst hat der Suchmaschinengigant laut der Washington Post nun die NSA um Hilfe gebeten. Der US-Geheimdienst soll sowohl bei vergangene Hacker-Angriffe aufklären als auch zukünftige Attacken abwehren. Dem Zeitungsbericht zufolge tauschen Google und die NSA dazu Daten aus, ohne dabei gegen Googles Regelungen zum Schutz der Privatsphäre oder gesetzliche Regelungen zu verstoßen. Die NSA wird also auf einige Daten von Google zugreifen können.

Überwachung und Abwehr von Hacker-Angriffen

Die NSA ist ein auf Aufklärung und Spionage spezialisierter US-Geheimdienst mit etwa 120.000 militärischen und zivilen Mitarbeitern. Die NSA ist in der Lage, jede Art von technischer Kommunikation zu überwachen - egal ob Telefonate, E-Mails oder andere Datenübertragungen. Auch arbeitet die Behörde angeblich nicht nur an der Abwehr von Cyber-Angriffen, sondern auch an deren offensivem Einsatz. Dafür dürfte die NSA innerhalb der USA als auch im Ausland Telefongespräche abhören oder E-Mails mitlesen.

Gefährlicher Pakt mit den Geheimen

Google war als Suchmaschinen-Marktführer mit seinem großen Datenschatz für Geheimdienste schon immer interessant. Entsprechende Kooperationsangebote räumte Google-Gründer Sergey Brin schon 2002 in einem Gespräch mit Spiegel Online ein, der Konzern habe jedoch bisher immer abgelehnt. Der massive Hacker-Angriff auf Google scheint diese Einstellung jedoch geändert zu haben und dem Geheimdienst die Tür zu Googles Datenschatz einen Spaltbreit aufzutun. Denn die Allianz zwischen Suchmaschine und Geheimdienst könnte schnell brisant werden, wenn die NSA bei Google Sicherheits-Tests durchführen soll und sich dabei Vorteile verschafft. Bei solchen Tests wird aktiv versucht, Google zu hacken, um Schwachstellen aufzudecken. Die NSA müsste nur eine der gefundenen Schwachstellen für sich behalten und schon würde der Dienst über eine Hintertür zu den Systemen und Datenbeständen von Google verfügen.

China bestreitet Hacker-Attacken

Während Google sich sicher ist, dass der Hacker-Angriff aus China kam und daher die Zensur chinesischer Google-Suchergebnisse abschaffte, bestreitet China die Vorwürfe. Doch China wird mit zahlreichen Hacker-Angriffen auch zu Spionagezwecken in Verbindung gebracht. Mal sind es Regimegegner, mal andere Staaten wie die USA, aber auch Deutschland oder Großbritannien, die ausspioniert wurden. Was bisher fehlt, sind Beweise, dass tatsächlich der chinesische Staatsapparat selbst dahinter steckt.

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