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Israel: Facebook-Eintrag verhindert Militäraktion

Facebook verhindert Razzia  

Militäraktion vorab von Soldat über Facebook verraten

| Andreas Lerg

Israel: Facebook-Eintrag verhindert Militäraktion. Israelische Soldaten an der Grenze des Gaza-Streifens. (Symbolfoto: dpa)

Israelische Soldaten an der Grenze des Gaza-Streifens. (Symbolfoto: dpa)

Das israelische Militär hat eine geplante Razzia in einem palästinensisches Dorf im Westjordanland abgesagt, weil ein Soldat versehentlich Details des Einsatzes auf Facebook ausgeplaudert hatte. Wie die BBC berichtet, freute sich der nicht näher benannte Soldat in seinem Facebook-Eintrag öffentlich, dass er nach einem weiteren Einsatz endlich wieder nach Hause kommt. Dabei äußerte er, wann seine Einheit welches Dorf stürmen werde.

"Wir werden am Mittwoch das Dorf Katana säubern und Donnerstag, so Gott will, werden wir nach Hause kommen". Der vermeintlich harmlose Satz auf Facebook verriet Zeit und Ort des geplanten Militäreinsatzes. Mehrere Soldaten der Einheit, die für den Einsatz abkommandiert war, informierten ihre Vorgesetzten, über den Eintrag auf der Seite des beliebten sozialen Netzwerks. Der Einsatz wurde daraufhin abgesagt, da die Militärführung befürchtete, die Gegner seien durch diese Darstellungen gewarnt.

Soldat bekam zehn Tage Haft

Der Zwischenfall hatte in mehrfacher Hinsicht Konsequenzen. Zum einen wurde der schwatzhafte Soldat zu zehn Tagen Haft verurteilt und darf an keinen Kampfeinsätzen mehr teilnehmen. Zum anderen zeigt der Vorfall, dass eine vom israelischen Militär vor Monaten gestartete Kampagne, mit der vor solchen Indiskretionen gewarnt wird, nutzlos ist. In Kasernen und Militärstandorten wurden Poster aufgehängt. Auf diesen sind Bilder von Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad und anderen Feinden Israels zusammen mit einer Facebook-Seite abgebildet. Auf dem Poster steht zu lesen: "Glaubst du, jeder ist dein Freund?"

Facebook, Twitter & Co riskant fürs Militär

Die immer beliebter werdenden sozialen Netze, allen voran Facebook und Twitter, entpuppen sich für Armeen in vielen Ländern zum Sicherheitsrisiko. Wie der aktuelle Fall zeigt, entziehen sich diese Dienste der rigiden militärische Informationspolitik. Wie der Spiegel berichtet, bloggen und twittern auch US-Soldaten fleißig, was im Einsatz tatsächlich geschieht, während die sogenannten eingebetteten Reporter nur gefiltert und gesteuert das zu sehen bekommen, was der Militärführung in ihr Konzept passt. Die Versuche, den Soldaten diese Dienste im Internet zu verbieten, erweisen sich als nutzlos.

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