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Google Street View: Rentner verjagt Kamera-Auto mit Spitzhacke

Google Street View auch in Österreich unbeliebt  

Rentner verjagt Google Street View-Auto mit Spitzhacke

08.04.2010, 12:00 Uhr | Andreas Lerg

Mit der Spitzhacke hat ein Rentner im österreichischen Steyregg einen der Google-Kamerawagen verjagt. Die Fahrzeuge fotografieren auch in Österreich Straßenzüge für den Google-Dienst Street View. Der Polizei erzählte der 70-Jährige später, er habe sich nicht bei der Gartenarbeit ablichten lassen wollen – den armen Studenten hinter dem Steuer des Autos habe er aber bestimmt nicht verletzen wollen.

Eigentlich geht es in Oberösterreich eher beschaulich zu. Als aber ein Kamerawagen im Auftrag von Google in den Linzer Vorort Steyregg einfuhr, war es für einen der Bewohner mit der Ruhe aus. Der 70-Jährige sah in dem Google-Auto eine Gefahr für sein Heim – und griff zur Spitzhacke. Damit drohte der rüstige Rentner dem 23-jährigen Fahrer und forderte ihn auf, sofort zu verschwinden. Der Student, der im Nebenjob für Google unterwegs ist, bekam es mit der Angst zu tun und rief die Polizei.

Rentner wollte Google-Fahrer erschrecken

Die konnte den Streit schließlich schlichten. "Ich glaub', der Bub hat sich a bissl g'schreckt weil i die Hacke in der Hand gehabt hab," zitiert die österreichische Kronenzeitung den Rentner. Er habe weder dem Fahrer etwas antun, noch den Kamerawagen beschädigen wollen. Mit der Drohgebärde habe er den Fahrer lediglich verjagen wollen, da er sich nicht bei der Gartenarbeit fotografieren lassen wollte. Außerdem habe er Angst vor Einbrechern gehabt, die die Google-Fotos für einen Raubzug missbrauchen könnten.

Einwohner sammeln Unterschriften gegen Google

"Die Einbrecher sehen doch im Internet meine neuen Garagen und das Auto", argumentierte der Rentner und ergänzte: "Ich habe in der Zeitung gelesen, man soll sich das nicht gefallen lassen." Google bietet den Besitzern abgelichteter Häuser an, die Fotos wieder löschen zu lassen. So will der Konzern genau diesen Ängsten vor Einbrechern begegnen. Die Einwohner von Steyregg geben sich damit jedoch nicht zufrieden und wollen jetzt Unterschriften gegen Googles Kamerafahrten sammeln.

Kuriose Proteste gegen Kamerafahrten

Bis vor kurzem zeichneten sich Protestaktionen gegen Googles Kameraautos immer dadurch aus, dass sie gewaltfrei und durchaus humorvoll waren. Amüsant protestierten in Norwegen zwei Froschmänner, die Jagd auf das Fahrzeug machten. Selbst Mutter Natur wehrt sich mitunter, wenn Vögel gut gezielt Vogeldreck auf der Kameralinse abladen. In Oldenburg ging es jüngst weniger friedlich zu, als ein Unbekannter einen der Google-Kamerawagen sabotierte. Außerdem offenbart auch Google immer wieder die eigene Fehlbarkeit und verursacht peinliche Pannen wie den Angriff der Monsterzange auf England. Eine Auswahl der lustigsten Pannen und peinlichsten Google-Aufnahmen finden Sie in unserer großen Foto-Show "Peinliche Bilder in Street View".

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