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Facebook vereinfacht Datenschutz-Kontrolle

Facebook optimiert Datenschutz und Privatsphäre  

Facebook vereinfacht Datenschutz-Kontrolle

27.05.2010, 08:58 Uhr | Andreas Lerg mit Material der dpa

Facebook vereinfacht Datenschutz-Kontrolle. Facebook gelobt Besserung und will Einstellungen der Privatsphäre vereinfachen. (Bild: t-online.de)

Facebook bessert den Datenschutz bei Apps wie Farmville nach. (Foto: t-online.de)

Nachdem Facebook schon eine Weile wegen seiner Datenschutz-Politik unter Beschuss stand, hat das soziale Netzwerk am Mittwoch angekündigt, Einstellungen der Privatsphäre zu vereinfachen. Wenn die Änderungen in einigen Wochen abgeschlossen sind, sollen Nutzer deutlich detaillierter und dennoch einfacher kontrollieren können, wer ihr Profil sowie Inhalte wie Fotos, Videos und Statusmeldungen sehen kann.

Bisher ist die Kontrolle der Privatsphäre auf Facebook komplex und unübersichtlich. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, sollen Nutzer künftig mit wenigen Klicks diese Einstellungen vornehmen können. Die Sichtbarkeit bereits veröffentlichter Informationen wie Fotos können Nutzer dann auf einen Schlag einschränken. Firmengründer Mark Zuckerberg sagte dazu: "Das ist eine ziemlich große Überarbeitung des Systems."

Bessere Kontrolle für Drittanbieter-Anwendungen

Ein Kritikpunkt bei Facebook ist, dass bei neuen Sicherheitseinstellungen und auch neuen Funktionen auf Facebook immer die niedrigste Schutzstufe für die persönlichen Daten voreingestellt ist. Damit sind Informationen für alle 400 Millionen Facebook-Mitglieder sichtbar. Auch hier will Facebook nachbessern und die Einstellungen der Nutzer für alle künftigen Produkte übernehmen. Weiterhin bezieht Facebook die Programme von Drittanbietern in die Änderungen ein. Nutzer bekommen genauer angezeigt, welche Informationen diese sogenannten Applikationen erhalten - zum Beispiel die E-Mail-Adresse, Profilinformationen oder Fotos. Nutzer können die Programme bald mit wenigen Klicks deaktivieren. Zu den populärsten Anwendungen zählt das Spiel Farmville, dessen Betreiber Zynga wegen der Sammlung umfangreicher Nutzerdaten Negativ-Schlagzeilen gemacht hat.

Zuckerberg räumt Fehler ein

Facebook-Chef Zuckerberg räumte bei der Ankündigung der Neuerungen frühere Fehler ein. So habe Facebook in den vergangenen Monaten viele Dinge auf einmal geändert. "Das haben wir nicht so kommuniziert, wie wir es gekonnt hätten, viel ging unter." Um den Nutzern nicht zu viele Änderungen zuzumuten, will das Unternehmen die Privatsphäre-Einstellungen nach den derzeitigen Anpassungen zukünftig seltener modifizieren.

Facebook stimmt Änderungen mit Datenschützern ab

Facebook war in den vergangenen Wochen nach mehreren Änderungen an seinen Datenschutz-Einstellungen massiv unter Beschuss geraten. Selbst in den USA, wo Datenschutz eine geringere Rolle spielt als in Europa, fiel der Protest von Nutzern, Politikern und Datenschützern heftig aus. Für die am Mittwoch angekündigten Änderungen sprach sich Facebook mit dem US-Senator Charles Schumer sowie diversen Datenschutz- und Verbraucherschutz-Organisationen ab. Die Ergebnisse der Gespräche hätten großen Anteil an der Umsetzung der neuen Regeln, erklärte das Unternehmen. Senator Schumer hatte Facebook jüngst öffentlich massiv kritisiert und bezeichnete die zahlreichen sozialen Netzwerke auf seiner Internetseite als den "Wilden Westen des Internets".

Privatsphäre im Konflikt mit der typischen Nutzung

Datenschützer kritisieren trotz der bisherigen Änderungen, dass Facebook Informationen wie Fotos nicht standardmäßig als privat anzeigt, sondern für alle 400 Millionen Facebook-Mitglieder sichtbar macht. Der Nutzer muss diese Einstellungen ändern, wenn er seine Informationen nur für seine Freunde zugänglich machen will. Dazu sagte Facebook-Manager Bret Taylor im Gespräch mit dpa: "Das Herzstück von Facebook ist es, Informationen zu teilen. Wir geben Einstellungen vor, die die typische Nutzung berücksichtigen." So gehe man mit Kontaktinformationen wie Telefonnummern sehr restriktiv um. Fotos würden dagegen auch den Kontakten der eigenen Freunde zugänglich gemacht, damit Nutzer zum Beispiel leichter ehemalige Klassenkameraden finden könnten.

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