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Bollywood setzt Hacker-Truppen auf Filmpiraten an

Raubkopien  

Bollywood setzt Hacker-Truppen auf Filmpiraten an

07.09.2010, 09:13 Uhr | Andreas Lerg

Bollywood setzt Hacker-Truppen auf Filmpiraten an. Bollywood setzt Hacker-Truppen auf Filmpiraten an. (Foto: stock.xchng)

Bollywood setzt Hacker-Truppen auf Filmpiraten an. (Foto: stock.xchng)

Die indische Bollywood-Filmindustrie hat Hacker-Truppen zur Piratenjagd engagiert. Reagieren Betreiber von Tauschbörsenseiten nicht auf die Aufforderung, illegale Downloads zu löschen, schlägt das Cyber-Kommando zu und schreckt dabei auch nicht vor unerlaubten Methoden zurück.

Bollywood nimmt die Abwehr von Raubkopierern selbst in die Hand. Doch die indische Filmindustrie setzt nicht wie die Hollywood-Studios auf juristische Schritte, sondern auf waschechte Hacker-Methoden. Tauchen illegale Downloads von Bollywood-Streifen im Internet auf, werden die Betreiber der Tauschbörse zunächst aufgefordert, die Dateien zu löschen. Geschieht das nicht, schlagen extra engagierte Firmen zu, um die entsprechende Tauschbörsenseite mit Hacker-Attacken lahmzulegen. Dazu kontaktieren die Unternehmen zunächst den jeweiligen Internet-Dienstleister, auf dessen Servern die betroffene Seite gespeichert ist. Sie machen den Dienstleister auf die illegalen Inhalte aufmerksam und fordern ihn auf, die Tauschbörsenseite zu deaktivieren. Wird dieser Aufforderung nicht entsprochen, kommen andere Methoden zum Einsatz.

Hacker-Waffen gegen Tauschbörsen

Grish Kumar, Manager einer dieser Piratenjägerfirmen, sagte dazu der indischen Zeitung Daily News & Analysis: "Manchmal müssen wir einen Schritt weiter gehen, die Seite attackieren und die Daten zerstören, um die Verbreitung des Filmes zu verhindern." Kumar erklärte dabei ganz offen, dass typische Hacker-Methoden zum Einsatz kommen. Die Tauschbörsenseiten werden dabei mit unglaublichen Massen von Anfragen überflutet. Das führt zum Absturz des Servers, auf dem die Seite betrieben wird. Diese sogenannten Denial-of-Service-Angriffe zielen darauf ab, einen Server an sein Kapazitätslimit zu bringen, damit er ausfällt.

Hacker-Methode vor allem bei Billigfilmen beliebt

Diese gezielten Hacker-Angriffe gegen Tauschbörsenseiten werden laut Daily News & Analysis vor allem von Low-Budget-Filmproduzenten gebucht. Damit wollen diese ihre sowieso niedrigen Einnahmen schützen. Das gelingt durch den Abschuss der Tauschbörsenseiten schneller, effektiver und billiger als über den juristischen und damit langwierigen Weg. Dass die Hacker-Methoden illegal sind, wird dabei in Kauf genommen.

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