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Gene Simmons droht Hackern mit öffentlichem Pranger

Raubkopierer  

Gene Simmons droht Hackern mit öffentlichem Pranger

18.10.2010, 15:02 Uhr | Andreas Lerg

Gene Simmons droht Hackern mit öffentlichem Pranger. Gene Simmons, Bassist der Rockgruppe Kiss. (Foto: dpa)

Gene Simmons, Bassist der Rockgruppe Kiss. (Foto: dpa)

Kiss-Bassist Gene Simmons liefert sich einen digitalen Clinch mit Hackern: Nachdem die Aktivistengruppe Anonymous die Internetseite des 61-jährigen Rockmusikers lahmgelegt hatte, hat dieser in einer Internet-Botschaft gedroht, die Täter bloßzustellen und deren Namen und Fotos zu veröffentlichen. Eine Klage soll folgen.

"Wir werden bald ihre Namen und Bilder abdrucken. Wir werden euch finden. Ihr könnt euch nicht verstecken." Auf seiner Internetseite droht Gene Simmons offen und teilweise unflätig den Hackern, die vor kurzem seine Internetseite sabotierten. Der Musiker kündigte an, die Täter "bis aufs letzte Hemd zu verklagen". Simmons gab sogar an, seine Juristen und das FBI hätten die Täter enttarnt. "Wir haben ein paar, sagen wir 'abenteuerlustige' junge Menschen enttarnt, die meinen, sie stehen über dem Gesetz", schrieb der Kult-Rocker.

Simmons wetterte gegen Tauschbörsen

Die Hacker-Gruppe Anonymous setzte Simmons' Internetseite auf eine Abschussliste, weil der Rockstar sich offen und deutlich gegen die Verbreitung von Raubkopien ausgesprochen hatte. Auch forderte Simmons zu massiven Schadenersatzklagen gegen Betreiber und Nutzer von Tauschbörsen auf. So erklärte der Musiker in öffentlichen Auftritten vergangenen Dienstag, dass jeder Nutzer einer Tauschbörse ein Verbrecher sei. "Verklagt sie alle, nehmt ihnen ihre Häuser und Autos weg", sagte Simmons im Rahmen eines Vortrags über das Etablieren einer Marke.

Internetseite mit DDoS-Attacke sabotiert

Die Bestrafung durch die Internet-Aktivisten Anonymous folgte bereits einen Tag später. Mit einer Distributed Denial of Service-Attacke (DDoS) legten die Angreifer die Seite von Gene Simmons zeitweise lahm. Noch am Montag waren die Online-Auftritte schwer zu erreichen. Bei DDoS-Attacken werden von tausenden Computern aus dem ganzen Internet massenhaft Anfragen an eine Internetseite geschickt, bis deren Server unter der Last zusammenbricht. Die Attacken von Anonymous gelten normalerweise den Branchenverbänden der US-Musik- und Filmindustrie, die massiv gegen Tauschbörsen vorgehen.

Identität der Angreifer kaum ermittelbar

Die Drohungen von Gene Simmons könnte sich allerdings als Luftnummern erweisen: Dass der Kiss-Bassist tatsächlich die Namen der Angreifer kennt, ist unwahrscheinlich. Die Hintermänner einer DDoS-Attacke zu ermitteln, ist sehr schwer. Zunächst müssten Fahnder die IP-Adressen jedes einzelnen involvierten Computers ermitteln. Dann müssten diese IP-Adressen über die jeweiligen Internet-Dienstleister konkreten Personen zugeordnet werden. Zudem missbrauchen die Angreifer auch oft in Botnetzen gekaperte Computer für solche Attacken, ohne dass deren Besitzer etwas davon merken.

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