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Google Street View in 20 deutschen Großstädten gestartet

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Google Street View startet in 20 deutschen Städten

18.11.2010, 09:24 Uhr | Sascha Plischke, t-online.de

Google Street View ist am Donnerstagmorgen in Deutschland gestartet. Zunächst 20 deutsche Städte sind in dem Straßenfoto-Dienst zu bewundern (Foto-Show), darunter die Bundeshauptstadt Berlin als auch die Metropolen München, Hamburg, Köln, Frankfurt und Stuttgart. Damit ist Google Street View nach einem ersten Vorgeschmack Anfang November nun endgültig der Start in Deutschland gelungen. Alle Widersprüche gegen die Abbildung von Häusern sollen bearbeitet sein, eine Garantie für die Unkenntlichmachung will Google jedoch nicht geben. Fehler könnten schließlich immer vorkommen.

Es ist soweit: Ab sofort können sich die Nutzer von Google Street View am Brandenburger Tor vorbei klicken oder die Frankfurter Skyline mit ihren Hochhäusern abfahren. Bildmaterial von 20 deutschen Metropolen stellt Google im ersten Anlauf zur Verfügung. Dabei handelt es sich um die Städte Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal. Zuvor hatte Google Anfang November Bilder des kleinen Dorfs Oberstaufen in Bayern online gestellt – als Vorgeschmack auf die Bilder aus Deutschland und weil das Tourismusamt des Dorfes den Konzern ausdrücklich darum gebeten hatte. Zu betrachten sind die Straßenfotos in Google Maps und Google Earth.

Google macht 244.000 Häuser in Street View unkenntlich

Auf der Pressekonferenz zum Deutschlandstart in Hamburg betonte Google-Europachef Philipp Schindler, Google habe in Deutschland so viele Zugeständnisse an Datenschützer und Politiker gemacht wie in keinem anderen Land. So bot Google allen Einwohner der 20 Großstädte noch vor dem offiziellen Start des Dienstes die Möglichkeit, Widerspruch gegen die Abbildung ihres Hauses einzulegen. Diese Häuser macht der Konzern durch Verpixelung unkenntlich, und zwar nicht nur in dem im Internet verfügbaren Material, sondern zwei Monate nach der Veröffentlichung auch auf den Originalbildern auf den Google-Servern – eine weitere Bedingung der Datenschützer. Der große Aufwand sei es Google jedoch wert: "Wir wissen, dass Street View ein extrem nützliches Produkt ist." Die ältesten deutschen Street-View-Bilder seien rund zwei Jahre als, die jüngsten seien im Frühjahr dieses Jahres aufgenommen worden, sagte Fleischer. Manche Straßenzüge ließ Google vorerst gänzlich schwarz. Laut Fleischer handelt es sich um Fälle, in denen sich ein zu löschendes Haus nicht eindeutig identifizieren ließ.

244.000 Bundesbürger legten Widerspruch ein

Knapp 244.000 Bundesbürger legten vorab Widerspruch ein und ließen ihre abgebildeten Häuser überblenden. Google zufolge seien dies trotz der heftigen Diskussion der vergangenen Monate nur knapp drei Prozent der betroffenen Haushalte. Datenschützer sprachen von bundesweit mehr als einer Million Haushalten, wenn der Anteil der Widersprüche auf das ganze Land hochgerechnet werde. Es ist zudem nicht auszuschließen, dass die Zahl der unkenntlich gemachten Gebäude noch steigen wird. Ein Widerspruch gegen die Abbildung des eigenen Hauses im Internet ist auch jetzt noch möglich. So können Hausbesitzer direkt aus Street View heraus ihren Wunsch an Google melden: Über den Button Ein Problem melden lässt sich das gerade besuchte Bild beanstanden. Weitere Möglichkeiten des Widerspruchs listet Google auf einer eigens eingerichteten Internet-Seite zum Datenschutz in Street View auf. Wenn auch nur ein Mieter eines Mehrfamilienhauses nicht in Street View will, wird das ganze Gebäude "verwischt" dargestellt. Die Aktion kann wegen der Veränderung der Original-Bilder nicht rückgängig gemacht werden.

Google entschuldigt sich vorab für mögliche Pixel-Pannen

Google entschuldigte sich inzwischen im Voraus für mögliche Pannen bei der Verpixelung der Häuser. "Trotz großer Bemühungen kann es vorkommen, dass einige Häuser in den 20 Städten auf den Street-View-Bildern zu sehen sein werden, die eigentlich unkenntlich gemacht sein sollten", sagte eine Sprecherin. Man betreibe zwar einen großen Aufwand, um die Anträge richtig umzusetzen, schreibt der zuständige Produkt-Manager Andreas Türk. "Allerdings lässt sich bei derartigen Prozessen nicht garantieren, dass jeder Antrag, der uns erreicht hat, auch vollständig bearbeitet werden kann", schränkte er ein. Die Widersprüche werden einzeln per Hand bearbeitet. Google stellte dafür rund 200 zusätzliche Mitarbeiter ein. Für jedes Gebäude müssen mehrere Bilder verändert werden, damit es aus allen Blickwinkeln nicht zu erkennen ist. Beim Vorabstart der Bilder aus Oberstaufen war es bei der Verpixelung noch zu Fehlern gekommen, weil nicht jeder Blickwinkel auf anonymisierte Häuser unkenntlich gemacht worden war. Solche Fehler will der Konzern jedoch stets so schnell wie möglich beheben.

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