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Apple und Twitter jagen falschen Steve Jobs

Apple jagt falschen Steve Jobs

07.01.2011, 13:03 Uhr | Sascha Plischke

Apple und Twitter jagen falschen Steve Jobs. Immer wieder Ziel von Parodisten: Apple-Chef Steve Jobs (Foto: dpa)

Immer wieder Ziel von Parodisten: Apple-Chef Steve Jobs (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Farce um satirische Kurznachrichten: Apple will es einem Komiker schwer machen, sich weiter via Twitter über Steve Jobs lustig zu machen. Der Mann verbreitet unter dem Namen CEOSteveJobs als vermeintlicher Apple-Chef lustige und skurrile Nachrichten. Auf den ersten Blick könne man wegen des verwendeten Nutzernamens auf die Idee kommen, Steve Jobs selbst könne hinter den absurden Texten stecken, so Apples offizielle Begründung. Nun soll der Komiker zumindest den Namen seines Kontos ändern.

Derzeit hat das Konto von CEOSteveJobs mehr als 370.000 so genannte Follower. Das ist eine ganze Menge, selbst wenn es die ganz großen Stars mittlerweile leicht über die Millionen-Marke schaffen. Der Erfolg ist nicht verwunderlich, CEOSteveJobs ist eine gut gemachte Parodie. Der angebliche Apple-Chef twittert, dass die Anwender ja selbst schuld seien, wenn der Wecker ihres iPhones nicht richtig funktioniere. Oder er erzählt davon, dass er gerade seine Frau gefacetimed habe. Face Time ist die Video-Telefonie-Funktion des iPhone 4 – man kann den Satz aber auch als anzügliches Wortspiel verstehen.

Apple fürchtet Verwechslungsgefahr

Apple schmeckt die Parodie jedoch nicht. Der Konzern hat sich bei Twitter beschwert, weshalb die Betreiber des Kurznachrichtendienstes bereits an den Komiker hinter CEOSteveJobs gewandt haben. Der wiederum leitete den folgenden Schriftverkehr an das Branchen-Magazin TechCrunch weiter. Twitter verweist in den E-Mails auf die eigenen Parodie-Richtlinien, nach denen im Nutzernamen ein deutlicher Hinweis enthalten sein soll, dass hinter dem Konto nicht die dargestellte Person steckt. So könne das Konto doch auch einfach "NotCEOSteveJobs" heißen.

Komiker will sich nur teilweise beugen

Der Betreiber des Kontos hat mittlerweile in die Kurzbiographie seines Kontos einen Hinweis auf den parodistischen Charakter der Tweets eingefügt. Den Nutzernamen mag er aber noch nicht ändern. "Kaum eine Parodie verrät sich so offen selbst", zitiert TechCrunch den Komiker. "Das nimmt der Sache den Spaß und den Zauber." Das beliebte Twitter-Konto bpglobalpr habe doch auch keinen entsprechenden Hinweis im Namen und dürfe sich weiterhin über den Ölkonzern BP lustig machen. Im Gegensatz zu BP ist Apple jedoch bekannt dafür, hart gegen Parodien vorzugehen. Auch das seinerzeit sehr erfolgreiche Blog "FakeSteveJobs" des Journalisten Daniel Lyons hatte immer wieder mit Apple zu kämpfen.

Was jedoch die Verwechslungsgefahr angeht, könnte Apple durchaus Recht haben. Schon einmal ist es vorgekommen, dass jemand die Kurznachrichten von CEOSteveJobs für bare Münze nahm. So hatte der Komiker am 28. Juni 2010 getwittert, dass Apple das vor kurzem veröffentlichte iPhone 4 wieder vom Markt nehmen müsse. Der Tweet wurde prompt zitiert – und zwar von der Daily Mail, einer der größten Tageszeitungen Großbritanniens.

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