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Google Street View: Keine neuen Städte in Deutschland

Google Street View  

Keine neuen Städte in Deutschland

23.03.2011, 14:08 Uhr | Christian Fenselau

Google Street View: Keine neuen Städte in Deutschland. Kamera auf einem Google-Fahrzeug (Foto: imago).

Kamera auf einem Google-Fahrzeug. (Quelle: imago images)

Überraschende Kehrtwende bei Google Street View: Google legt den Ausbau des umstrittenen Kartendienstes in Deutschland auf Eis und wird vorerst keine Straßenansichten weiterer Städte zeigen. Zu den Hintergründen dieser Entscheidung schweigt sich der Suchmaschinen-Gigant allerdings aus. War der Widerstand der Deutschen Nutzer Google zu viel?

Google hat den Ausbau von Street View in Deutschland gestoppt. "Weitere Städte in Google Street View aufzunehmen, ist nicht geplant", erklärte die Pressestelle von Google Deutschland auf Anfrage von t-online.de. Eine Aktualisierung der teilweise veralteten Bilder gebe es auch nicht. Das vorhandene Material "bleibt auf altem Stand". Die Daten der Kamerawagen, die in diesen Tagen durch die Straßen fahren, "dienen der Verbesserung des Kartenmaterials", zum Beispiel für Google Maps oder für das eigene Angebot an Navigationsdiensten. Aktuell lassen sich Straßenfotos der 20 größten deutschen Städte in Google Street View betrachten.

Google nennt keine Gründe

Einen offiziellen Grund, keine weiteren Städte in Google Street View zu integrieren, nannte Google nicht. Nicht auszuschließen ist, dass die massiven Proteste in Deutschland dazu beigetragen haben. Zum Start von Street View erhielt Google knapp 244.000 Einsprüche von Hausbesitzern und betroffenen Mietern gegen die Veröffentlichung der Ansicht der eigenen Hausfassade. Diese Widersprüche musste der Konzern abarbeiten und die entsprechenden Gebäude in Street View unkenntlich machen.

Alte Aufnahmen bleiben in Google Street View

Das bedeutet, dass der jetzige Stand in Street View auch in Zukunft so bleiben wird, wie er gegenwärtig ist. Das betrifft beispielsweise Änderungen im Gebäudebestand – so steht in Google Street View der Stuttgarter Hauptbahnhof noch vollständig. Die Aufnahmen sind bereits einige Jahre alt. Google Deutschland betonte, es gehe bei Street View nicht um die Darstellung aktueller Straßenansichten oder um Live-Bilder, sondern vielmehr um "Impressionen".

Das betrifft aber auch den Stand der verpixelten Häuser. Da auch Mieter beantragen konnten, eine Häuserfassade unkenntlich zu machen, ist es nach dessen Auszug durchaus denkbar, dass weder sowohl Eigentümer als auch alle aktuellen Bewohner eine Verpixelung ablehnen und trotzdem damit leben müssen. Bereits mehrfach erklärte Google, die Daten seien unwiderruflich gelöscht und mit dem vorhandenen Datenbestand nicht zu rekonstruieren.

Kamera-Autos fahren wieder

Die Kamera-Autos von Google fahren seit März wieder durch die deutschen Städte. Dabei würden kartenrelevante Merkmale wie Beschilderung und Straßenverläufe automatisiert erfasst, sagte ein Sprecher von Google Deutschland. Die Daten seien für den Ausbau und die Aktualisierung von Diensten wie beispielsweise Google Maps notwendig. Zudem bietet Google auch Navigationsdienste an. Auch Konkurrenzanbieter fahren für diese Zwecke mit Kamerawagen durch die Straßen, da alle Daten automatisch erfasst werden. Eine Erfassung per Hand gebe es heutzutage nicht mehr, erklärte Google.

Google Street View zeigt deutsche Großstädte

Es gab heftige Kontroversen um Google Street View. Viele Bundesbürger befürchteten, dass Einbrecher ihre Häuser ausspionieren könnten oder ihre Privatsphäre durch die Bilder gefährdet sei. Verpixelungsgegner entgegneten, dass ein unkenntlich gemachtes Haus für Einbrecher sogar attraktiver sein könne. Über andere Google-Dienste wie Panoramio oder Picasa lassen sich Verpixelungen teilweise unwirksam machen, was Verpixelungsgegner auch ausnutzen.

Ein Widerspruch gegen die Abbildung des eigenen Hauses im Internet ist auch jetzt noch möglich. So können Hausbesitzer direkt aus Street View heraus ihren Wunsch an Google melden: Über den Button Ein Problem melden lässt sich das gerade besuchte Bild beanstanden. Weitere Möglichkeiten des Widerspruchs listet Google auf einer eigens eingerichteten Internet-Seite zum Datenschutz in Street View auf.

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