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kino.to: Betreiber drohen bis zu 15 Jahre Haft

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Kino.to-Chef droht lange Haft

04.07.2011, 11:21 Uhr | Andreas Lerg

kino.to: Betreiber drohen bis zu 15 Jahre Haft. Kriminalpolizei schaltete Kino.to ab und verhaftete Betreiber, dem jetzt 15 Jahre Haftstrafe drohen. (Symbolfoto: imago) (Quelle: imago)

Weitere Verhaftung im Fall Kino.to. (Quelle: imago)

Den Betreiber des stillgelegten Filmpiratenportals kino.to erwartet eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht nur wegen vielfacher Urheberrechtsverletzung, sondern auch wegen Verdachts auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

Die sächsische Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen Dirk B., den Betreiber der Internetseite kino.to, nicht nur wegen vielfacher Urheberrechtsverletzung. Laut Sprecher Wolfgang Klein werde dem Hauptverdächtigen auch Steuerhinterziehung und Geldwäsche zur Last gelegt. Klein sagte dem Magazin Focus: "Da droht eine empfindliche Freiheitstrafe. Mehr als 15 Jahre kann er aber nicht bekommen."

Ermittlungen gegen Werbepartner von kino.to

Doch nicht nur gegen den Betreiber von kino.to geht die sächsische Generalstaatsanwaltschaft vor. Auch die Werbepartner von kino.to sind ins Visier der Fahnder geraten, da sie mit Werbeschaltungen auf der Streaming-Seite dem Betreiber immense Einnahmen beschert haben sollen. In den letzten 12 Monaten beliefen sich die Einnahmen nach Berechnungen der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) auf knapp 15 Millionen Euro. GVU-Sprecherin Christine Ehlers, sagte dem Focus: "Das wäre tatsächlich das erste Mal, dass Unternehmen, die auf einer illegalen Seite werben, auch strafrechtlich belangt werden." Die Nutzer von kino.to müssen jedoch vorerst nicht mit juristischen Konsequenzen rechnen.

Kino.to seit Anfang Juni offline

Der Generalstaatsanwaltschaft Dresden gelang Anfang Juni ein schwerer Schlag gegen das Filmpiratenportal kino.to. Die Seite ist seitdem offline, die Kriminalpolizei nahm die Betreiber fest. In Deutschland, Spanien, Frankreich und den Niederlanden durchsuchten Beamte bei gezielten Razzien zahlreichen Wohn- und Geschäftsräume. Der Schlag gegen das Filmpiratenportal kino.to war einem Insider zu verdanken. Ein ehemaliges Mitglied der Filmpiraten-Gruppe verriet seine früheren Kompagnons. Der Mann fühlte sich bei der Verteilung der umfangreichen Gewinne benachteiligt und stieg aus.

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